Gestern habe ich meinen Noch-EM nach knapp 4 Wochen das erste Mal zwecks Anwaltstermin wieder gesehen. Davor nur telefonisch oder über whatsapp Kontakt gehabt. Es ging ganz gut ihn zu sehen. Ich hätte mit schlimmeren gerechnet. Anschließend sind wir zu mir (unserem ehem. zu Hause) gefahren, um weiteres zu klären und weil er noch Sachen hier hatte.
Er ist noch in der Verdrängungsphase, während ich schon das gesamte Spektrum durchlebt habe - dachte ich, denn als er nach 3,5 Std weg war überkam mich später total überraschend ein neues Gefühl: Vermissen! Weil er auf der Couch saß und auf dem Stuhl und es fühlte sich ein Stück wie früher an. Ich konnte ihm auch fest in die Augen schauen. Seine waren leicht gerötet und ich weiß, wann seine Augen so aussehen.
Aber zurück zum Vermissen: Ich heulte bitter wie schon ein paar Tage nicht mehr und wollte einfach in den Arm genommen und getröstet werden, egal von wem. Dennoch habe mich kritisch hinterfragt. Vermisse ich wirklich ihn oder das, was mal war, das Bekannte und Gewohnte? Natürlich liebe ich ihn noch, ich bin noch nicht bereit ihn emotional loszulassen, doch meine Sehnsucht (das Unbekannte) gilt der Zukunft. Eine oft sehr beängstigende Zukunft, die in mir Panikattaken auslöst, wenn auch nicht mehr so heftig wie zu Beginn. Die Sehnsucht oder eher gesagt Zuversicht, dass es eines Tages eine neue wunderbare Liebe geben wird. Ich muss daran glauben.
Ich bin heute mit einem Kumpel spazieren gegangen und siehe da: Panik, weil ich stets im Gedanken bei unseren gemeinsamen Erlebnissen und Aktiviäten war und diese nie wieder sein werden.
Ganz schön grausam. Ich hoffe, morgen wird ein besserer Tag

PS.: Das nächste Mal treffe ich ihn an einem neutralen Ort!