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Trennungsschmerz Skala 0-10

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Ich freue mich für alle die wirklich Wut empfinden können. Mir fehlt dieses Gefühl komplett, war auch in der Kindheit schon so. Ich kann traurig sein, verletzt, mich freuen, mitfühlen.... Ich kann auch sagen das mich etwas wütend macht aber wirkliche Wut empfinden kann ich nicht. Das ist sehr belastend und auch besorgniserregend laut meinem Therapeuten. Einer mei er früheren Partner hat mich vor meinen Augen betrogen, er wusste das ich zu Hause sein werde und hat damals die andere dennoch mit nach Hause gebracht.... wut wäre hier angebracht gewesen, schreien, beide rauswerfen.... Und ich stand nur still da und habe geweint und war traurig. Ich kann bis heute keine Wut empfinden, auch jetzt nicht in der Trennungsphase von meinem Mann. Für alle die wütend sind: bitte freut euch darüber dieses Gefühl zu haben!

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Nicoletta_2
Wenn man enttäuscht wird, ist es völlig in Ordnung, auch mal wütend zu sein. In manchen Situationen steht die Wut auch für einen gesunden Selbstrespekt und kann oftmals sogar hilfreich sein, um Enttäuschungen zu verarbeiten und damit weiter abzuschließen. Das Problem ist, dass man die Wut oft nicht richtig in Worte fassen kann oder ihr einen richtigen Namen geben kann. Worauf genau ist man wirklich wütend? Was macht einen bei dem Expartner wütend?
Es hat aber auch seine Vorteile nach der Trennung oder nach dem Betrug keine Wut oder Hass zu empfinden. Die Wut wird nämlich auch in Jahren nicht komplett verflogen sein, wenn man von der Wut nicht ablässt und dem anderen aktiv verzeiht. Da werden künftige Aufeinandertreffen unangenehmer als wenn es einem einfach egal wird mit der Zeit. Man muss da irgendwann dagegensteuern und darf den anderen nicht für immer hassen, so hängt man nämlich immer noch ein Stück weit am ehemalige Partner, auch wenn man das nicht möchte. Es heißt ja nicht, dass man weniger empfindet nur weil man keine Wut in sich spürt. Es heißt einfach nur, dass man seine Gefühle anders wahr nimmt und stattdessen eben andere Gefühle empfindet.
Jeder Mensch ist individuell und jeder geht anders mit Trennungen um. Und alles was man empfindet ist vollkommen okay. Man wird es irgendwie schaffen da durchzukommen und jedes Gefühl hat Vor- und Nachteile, egal ob man jetzt Wut, Enttäuschung, Trauer, Trotz oder was auch immer empfindet. Es ist okay das zu empfinden, solange man das nach und nach ablegt, weiter auf seinem Weg geht und sich nicht unter Druck setzt mit allem jetzt sofort fertig zu werden. Manche sind nach 8 Wochen über den Berg, manche nach mehreren Jahren. Man sollte sich die Zeit geben die man braucht und wirklich alles verarbeiten und aufarbeiten. Nur so wird man in Zukunft für neue Verbindungen bereit sein.
Der Kopf muss nur ganz langsam lernen loszulassen, damit die Seele wieder atmen und das Herz wieder zur Ruhe kommen kann.

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Trennungsschmerz Skala 0-10

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Andy19
Nicoletta_2. Sehr gut geschrieben! Absolut wahr und nur so kann und wird es funktionieren. Wunderbar ausgedrückt!

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Zitat von Nicoletta_2:
Wenn man enttäuscht wird, ist es völlig in Ordnung, auch mal wütend zu sein. In manchen Situationen steht die Wut auch für einen gesunden Selbstrespekt und kann oftmals sogar hilfreich sein, um Enttäuschungen zu verarbeiten und damit weiter abzuschließen. Das Problem ist, ...


Mir würde da schon reichen überhaupt mal wütend zu sein. Mein Therapeut sagt das dies ein ganz wichtiges Gefühl ist und ich viel nicht rauslassen kann dadurch das ich die Wut nicht empfinde weil sich dann ein anderes Gefühl seinen Weg sucht, meist Angst oder Trauer. Durch Wut würden sich Gefühle eher mal "entladen" und nicht wie z.B. Angst noch weiter hochschaukeln und immer weiter aufstauen. Ich spreche hier nicht von Hass sondern akuter Wut, einfach mal nicht in Tränen ausbrechen und Schmerz spüren sondern schreien warum man mir das antut, was der andere sich dabei denkt und ob er selber so behandelt werden will und wir er sich jetzt dabei fühlt.

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Nicoletta_2
Zitat von Rheinfee:
Mir würde da schon reichen überhaupt mal wütend zu sein. Mein Therapeut sagt das dies ein ganz wichtiges Gefühl ist und ich viel nicht rauslassen kann dadurch das ich die Wut nicht empfinde weil sich dann ein anderes Gefühl seinen Weg sucht, meist Angst ...

Ich kann dich verstehen aber mach dir bitte keinen Druck solche Gefühle zu empfinden. Wenn die Wut kommen soll, dann passiert das von alleine, ohne dein Zutun.
Ich hab bis heute keine wirkliche Wut empfunden, ich war eher mal in einer ganz kurzen Trotzphase aber auch erst nach Monaten. In der Phase hat sich dann auch alles ganz kurz entladen weil ich an dem Punkt war mir selbst genug zu sein. Dann kamen die Gedanken wie "Pfff, er hat sich selbst ins eigene Fleisch geschnitten, jetzt hat er halt Pech", "Langfristig wird er nicht zufrieden sein mit der Situation weil er so jemanden nicht mehr findet", "Er wird schon noch sehen was er davon hat."
Geb dir selbst die Zeit die du brauchst und setz dich nicht emotional unter Druck. Durch das unter Druck setzen verstrickst du dich nur noch weiter in dem Karussell und verpasst vielleicht den Absprung.. Deine Verletzungen gehen vielleicht tiefer als du es dir momentan selbst eingestehen möchtest. Spätestens wenn du dich selbst wieder genug liebst und dir selbst wirklich genug bist, wirst du zumindest etwas ähnliches empfinden können.
Du bist auf dem richtigen Weg. Das wird schon alles Kuss geben

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R
Das meine Verletzungen sehr tief sind ist mir leider sehr bewusst, auch das ich damals nach seinem ersten Selbstmordversuch bereits therapeutische Hilfe gebraucht hätte um damit umzugehen. Aber meine nicht vorhandene Wut ist ein elementares Problem, ich war auch als Kind nicht wütend oder trotzig und auch nie später in einer Beziehung oder wenn diese geendet hat. Und es quält mich! Gestern Abend tauchte mein Mann hier wieder auf um -obwohl es sein Umzugstag war und in der neuen Wohnung ja das Bett und alles steht- hier zu übernachten weil es "so ein komisches Gefühl wäre allein in der neuen Wohnung" . Das wäre der Punkt wo ich gerne mal Wut empfinden würde wie er so was machen kann, mich nach 15Jahren verlassen aber dann einfach wieder auftauchen weil "er" sich unwohl fühlt und daher lieber hier schläft (kein Sex, keine Nähe, nur einfach nicht alleine irgend wo sein). Aber es passsiert: nix. Mir Lügen die Tränen und ich spüre unglaublichen Schmerz und Trauer aber keine Wut für dieses Verhalten.

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Nicoletta_2
Es wäre damals vermutlich wirklich das Beste gewesen direkt Hilfe anzunehmen. Leider ist man im Nachhinein immer schlauer Traurig

Weißt du woher das kommt, dass du seit du klein bist keine Wut gegen niemanden / etwas empfinden kannst?

Ich kann verstehen, dass du gestern gerne Wut empfunden hättest. Hast du ihn gestern einfach machen lassen? Habt ihr zusammen in dem Bett geschlafen?
Falls nochmal sowas ist, sei dir selbst bitte gut genug "nein" dazu zu sagen. Er wollte die Trennung und er muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben. Dazu zählt auch alleine in seiner neuen Wohnung zu schlafen.
15 Jahre sind halt eine lange Zeit. Dass man sich da anders verhält und eher mal sowas zulässt ist denke ich vollkommen klar.
Wie stehst du momentan zu dir selbst? Bist du mit dir zufrieden?

#18652


R
Mir hat man damals keine Hilfe angeboten, es war eher das Modell "der arme Mann, was muss der unter Ihnen leiden wenn er sich umbringen will" - zu dem Zeitpunkt lag meine Mutter schon seit längerem auf der Intensivstation und ich hatte grade meinen Job verloren aber das hat damals keinen interessiert, allen ging es um das Wohlergehen meines Mannes .

Zusammen im Bett geschlafen? Nein, das Bett steht schon in der neuen Wohnung und wir haben seit fast einem Jahr nicht mehr in einem Bett geschlafen. Ihm ging es nur darum das "jemand da ist" also hab ich wie immer auf der Couch geschlafen und er ein Stockwerk tiefer im Bett. Nein sagen? Nach 15 Jahren Ar. auf Eimer?

Warum ich nie Wut empfinde kann ich nicht sagen, ich kann auch nicht Lügen bzw mit dem Prinzip Lüge nichts anfangen weil ich den Sinn darin nicht erkenne. Das war auch schon immer so. An der Erziehung kanns nicht liegen, ich hab 3 ältere Brüder und die können wütend werden und auch Lügen.

Mit mir selbst zufrieden? Nein, überhaupt nicht. Das zu schaffen wenn man mit einem Borderliner zusammen war über Jahre ist ein Gipfel der für mich nicht erreichbar war. Das manipulative Verhalten hat dafür gesorgt das ich mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen konnte und ihm geglaubt habe was er mir gesagt hat, egal ob es mit der Realität übereinstimmte oder nicht. Ich war beim Arzt weil er meinte ich hätte Gedächtnisstörungen weil ich mir so wenig merke was er mir erzählt.... lag daran das er es nicht mir erzählt hat sondern seiner Affaire. Er hatte mir ero. Fotos von sich zu Weihnachten geschenkt - und die dann aber auch gleich in den Dating Portal hochgeladen. An seelischen Grausamkeiten war da viel dabei - und obwohl er mich so behandelt hat liebe ich ihn trotzdem weil es ja vorher mal anders war.

#18653


A
Zitat von Rheinfee:
Mir hat man damals keine Hilfe angeboten, es war eher das Modell "der arme Mann, was muss der unter Ihnen leiden wenn er sich umbringen will" - zu dem Zeitpunkt lag meine Mutter schon seit längerem auf der Intensivstation und ich hatte grade meinen Job ...


Du liebst den Mann, der er mal war... das ist er aber nicht mehr. Ich weiss, das ist für einen selbst schwer zu trennen.

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P
Zitat von Rheinfee:
und obwohl er mich so behandelt hat liebe ich ihn trotzdem weil es ja vorher mal anders war.


Da haben wir doch die Antwort: Du liebst, also lässt du ihn bei dir schlafen.
Aber, diese Liebe ist keine gesunde Liebe Rheinfee. Bitte halte dir das vor Augen! Du tust dir selber weiterhin weh und verletzt dich selber, wenn du ihn weiterhin unterstützt, obwohl er ne neue Wohnung hat. Obwohl er dich verlassen hat.

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A
Ich fühle mich gerade verdammt einsam. Meine Gedanken kreisen um ihn und sein neues Leben, das er sich die Tage im Süden anfängt aufzubauen. In solchen Momenten wie jetzt, zerreißt mich der Selbstvorwurf, es nicht einfach früher darauf angelegt zu haben, mich von ihm schwängern zu lassen. Ich kann mir das nicht verzeihen, obwohl ich damals Gründe dafür hatte und noch nicht so sehr darüber nachgedacht habe wie die letzten Monate- aber trotzdem.. es quält mich so sehr! Dann wäre er bestimmt noch bei mir und die Liebe wäre von alleine gekommen.

#18656


kopfnuss
Ich denke das ist leider eine Wunschvorstellung. Ein Kind alleine kann die Probleme in einer Beziehung nicht wegwischen.
Kannst du dich irgendwie ablenken?

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Zitat von kopfnuss:
Ich denke das ist leider eine Wunschvorstellung. Ein Kind alleine kann die Probleme in einer Beziehung nicht wegwischen. Kannst du dich irgendwie ablenken?


Ich denke halt ständig, dass er in dem Fall auf jeden Fall bei seiner Famile sein wollen würde und andere Seiten an mir kennen gelernt hätte, die er dann endlich lieben würde und uns ein Kind somit verbunden hätte. Ach ich weiß nicht...

#18658


kopfnuss
Es ist normal, dass dir solche Dinge durch den Kopf gehen. Mach dir da keinen Stress.
Mir gehts heute auch so, dass mir ständig Situationen durch den Kopf gehen, in denen ich irgendwie anders hätte reagieren können. Aber vermutlich ist das objektiv betrachtet Quatsch...

#18659


R
Zitat von alina84:
Ich denke halt ständig, dass er in dem Fall auf jeden Fall bei seiner Famile sein wollen würde und andere Seiten an mir kennen gelernt hätte, die er dann endlich lieben würde und uns ein Kind somit verbunden hätte. Ach ich weiß nicht...


Ich denke das hätte nicht funktioniert. Vielleicht hätte er das Kind geliebt, dich aber trotzdem nicht? Oder hätte das Kind auch nicht mehr gewollt? Viel hätte und vielleicht .... Und noch viel mehr harte Realität
Ich würde im Moment gerne auch die Zeit zurückdrehen, dahin wo wir glücklich waren und daraus eine Zeitschleife basteln....

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