Nicoletta_2
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Zitat von Rheinfee:Mir hat man damals keine Hilfe angeboten, es war eher das Modell "der arme Mann, was muss der unter Ihnen leiden wenn er sich umbringen will" - zu dem Zeitpunkt lag meine Mutter schon seit längerem auf der Intensivstation und ich hatte grade meinen Job verloren aber das hat damals keinen interessiert, allen ging es um das Wohlergehen meines Mannes .
Das ist halt wirklich hart.. kann das von deinem Umfeld leider nicht verstehen. Die Angehörigen leiden ja auch dementsprechend unter solchen Situationen. Grade dann noch das mit deiner Mama und dem verlorenen Job.. ich finde es unfassbar stark, dass du das trotz allem irgendwie hinbekommen hast! Das ist wahre Stärke!
Zitat von Rheinfee:Ihm ging es nur darum das "jemand da ist" also hab ich wie immer auf der Couch geschlafen und er ein Stockwerk tiefer im Bett. Nein sagen? Nach 15 Jahren Ar. auf Eimer?
Ich hoffe für dich, das so eine Situation nicht noch mal eintritt und wenn doch, dass du stark genug bist nein zu sagen. Du hast mehr verdient als jemand zu sein der "da ist".
Zitat von Rheinfee:Mit mir selbst zufrieden? Nein, überhaupt nicht. Das zu schaffen wenn man mit einem Borderliner zusammen war über Jahre ist ein Gipfel der für mich nicht erreichbar war. Das manipulative Verhalten hat dafür gesorgt das ich mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen konnte und ihm geglaubt habe was er mir gesagt hat, egal ob es mit der Realität übereinstimmte oder nicht. Ich war beim Arzt weil er meinte ich hätte Gedächtnisstörungen weil ich mir so wenig merke was er mir erzählt.... lag daran das er es nicht mir erzählt hat sondern seiner Affaire. Er hatte mir ero. Fotos von sich zu Weihnachten geschenkt - und die dann aber auch gleich in den Dating Portal hochgeladen. An seelischen Grausamkeiten war da viel dabei - und obwohl er mich so behandelt hat liebe ich ihn trotzdem weil es ja vorher mal anders war.
Kannst du dich mittlerweile wieder im Spiegel anschauen? Du musst hier versuchen etwas aktiv zu tun um deine Selbstliebe und deinen Selbstwert zu finden.
So ein Verhalten ist einfach grausam und das hast du nicht verdient.
Wir selbst dafür verantwortlich, dass es uns gut geht und das geht nur wenn wir uns selbst lieben.
Behandle dich selbst wie deine beste Freundin. Beispiel: Wenn sie unzufrieden mit sich ist, versuchst du, ihr ihre Stärken vor Augen zu führen und reitest nicht noch auf den Ursachen ihrer Unzufriedenheit rum oder? Mach das bei dir selbst auch nicht sondern führe dir deine Stärken vor Augen.
Finde jeden Tag etwas mit dem zu zufrieden bist, egal wie klein dieses Etwas sein sollte. Beispiel: du hast es geschafft, deine Haare schön zusammen zu stecken oder du hast es geschafft die Wohnung ordentlich zu halten oder du hast es geschafft ehrlich zu lächeln.
Habe Geduld mit dir. Wenn eine Freundin etwas durchmacht sagst du ja auch nicht, dass sie sich zusammenreißen soll.
Lobe dich und hab Nachsicht mit deinen Schwächen.
Er war mal anders, vor einiger Zeit aber er ist nicht mehr die Person die er einst war.. das ist traurig und unfair aber versuche weiter nach vorne zu blicken.
Zitat:In solchen Momenten wie jetzt, zerreißt mich der Selbstvorwurf, es nicht einfach früher darauf angelegt zu haben, mich von ihm schwängern zu lassen. Ich kann mir das nicht verzeihen, obwohl ich damals Gründe dafür hatte und noch nicht so sehr darüber nachgedacht habe wie die letzten Monate- aber trotzdem.. es quält mich so sehr! Dann wäre er bestimmt noch bei mir und die Liebe wäre von alleine gekommen.
Ich denke leider auch, dass es eine Wunschvorstellung ist. Hör bitte auf dir Selbstvorwürfe zu machen. Wenn das Baby da gewesen wär, was wär dann passiert? Hätte er seinen Traum aufgegeben? Dann wären vermutlich andere Gründe gekommen, die zum Aus geführt hätten.
Wir stellen uns immer die Frage: was wäre wenn? Aber das ist so falsch und wir müssen davon wegkommen weil es uns nicht weiter bringt. Es behindert uns in der Verarbeitung und wir stecken fest. Mir gingen auch solche Gedanken anfangs durch den Kopf aber am Ende hat es mir nichts gebracht. Es hat nur noch mehr Leid verursacht. Wir müssen lernen die Situation zu akzeptieren und dazu gehört auch, sich von so Gedanken zu befreien. Wenn wir solche Gedanken zulassen, dann haben wir nicht losgelassen und stecken noch fest. Wir müssen aber loslassen, denn nur so geht es für uns weiter. Wer weiß wie unser Leben in 6 Monaten aussieht. Vielleicht kommt alles ganz anders als wir erwartet haben und wir stehen wieder mit beiden Beinen fest im Leben und leben unsere sehnsüchtigsten Träume.