Zitat von miaumi:Hallo @entchen20, danke für deine Worte. Es hilft mir, mich zu beruhigen, wenn andere mir sagen, dass es Ihnen genauso ging und es besser wurde... Ich weiß auch, dass es keinen Zeitstrahl gibt, wann was besser wird oder sowas, aber irgendwie beunruhigt mich einfach diese Situation so ...
Entschuldige, dass ich mich so spät erst zurückmelde aber wie ich sehe, hast du schon fleißig andere Antworten bekommen
Wir befinden uns in sehr ähnlichen Situationen, denn es ist auch meine erste Trennung.
Ich war am Anfang auch komplett überfordert mit der Situation, wusste gar nicht was mit mir geschieht. Dieses fiese Herzklopfen & dieses Übelkeitsgefühl habe ich, bis zu diesem Zeitpunkt, noch nie in meinem Leben gespürt.
In den ersten Wochen hielt es den ganzen Tag an, ich konnte nichts essen & an nichts anderes mehr denken.
Inzwischen kann ich mich den Tag über etwas ablenken & habe auch schon Momente, in denen ich mir denke "ich brauch dich nicht! Ich bin besser dran ohne dich!"
Aber morgens ist es bei mir auch noch sehr schlimm. Jedes Mal denke ich, dass es nur ein doofer Traum war & dann holt mich leider ganz schnell wieder die Realität ein.. Es ist wie als würde ich in einen Alptraum "aufwachen". Besonders schlimm ist es dann, wenn ich nachts noch von ihm schön träumte.
Es ist hart, jeden Tag immer mit Herzklopfen & Panikgefühlen zu beginnen.
Ich habe für mich den Weg gefunden mir nach dem aufwachen etwas Zeit zu nehmen um diese Gefühle zu fühlen. Wenn ich ausschlafen kann, bleibe ich etwas liegen, wenn ich hingegen zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen muss, stelle ich mir meinen Wecker etwas früher, um diese Gefühle zuzulassen & mich für einen Moment auf sie konzentrieren zu können. Meist mummel ich mich dazu ganz fest in meine Decke & Kissen & schließe die Augen.
Natürlich muss ich immer darauf achten, mich nicht allzu sehr reinzusteigern, das ist natürlich nicht Sinn der Sache
Oft lese ich auch hier im Forum & antworte Menschen, die ähnliches durchmachen. Es gibt mir ein Gefühl davon, nicht allein zu sein & auch anderen mit ihrem Leiden eventuell ein bisschen helfen / beistehen zu können. Dann starte ich meinen Morgen zwar mit schmerzhaften Gefühlen aber habe direkt noch was Gutes für jemanden anderen getan. Das spendet etwas Kraft.
Auch wenn es unendlich weh tut, habe ich gemerkt, wenn ich mir diese Zeit am Morgen nicht nehme, wenn die Gefühle akut sind & sie mehr oder weniger verdränge & direkt in den Tag starte, dass sie im Laufe des Tages zurückkommen & mich voll aus meinem Tagesablauf kicken. Dann ist mir das morgendliche "Leiden" lieber, als mitten drin aus dem Leben gerissen zu werden.
Denke aber, dass da jeder seinen eigenen Weg finden muss. Vielen hilft es, wenn sie sofort aus dem Bett steigen & sich mit etwas ablenken, für mich ist mein Weg der Bessere ^^
Wie geht es dir? Wie war dein Tag heute? Vielleicht magst du ja ein bisschen was erzählen
