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80868

Trennungsschmerz Skala 0-10

MSWue
Zitat von NeuesMitglied:
Bei mir pendelt es so zwischen 4 und 8 und das seit Tagen. Ich habe mit Freunden und Familie alles so oft besprochen. Wir haben so viel analysiert ...


Hey,

ich verstehe dich so gut! Nicht gemerkt zu haben, dass etwas nicht stimmt hat auch mich fertig gemacht. Meine Ex hat es auch mit sich selbst ausgemacht. Die Beziehung hat sie per WhatsApp beendet. Ich bin daraufhin zu ihr gefahren, weil ich das nicht akzeptiert habe.

Manchmal gibt es einfach diese Red Flags nicht. Diese Anzeichen, die einen misstrauisch werden lassen. Mache dir also keinen Vorwurf. Du hättest es nicht gemerkt und wenn es doch Anzeichen gegeben hätte, hättest du vielleicht gedacht, dass etwas nicht stimmt, aber nicht, dass es auf das Ende der Beziehung hinausläuft. Vielleicht hättest du das sogar verdrängt, weil du nicht ansatzweise an der Beziehung gezweifelt hast.

Ich habe danach auch lange meine Menschenkenntnis angezweifelt. Es hat mich in meinem ganzen Sein erschüttert, weil ich dachte, ich könne meinen eigenen Fähigkeiten nicht mehr trauen. Meine Werte wurden auch einfach erschüttert. Wie konnte es sein, dass jemand etwas sagt, was sie nicht meint? Wie konnte jemand so zu mir sein, obwohl ich immer respektvoll war? Wie konnte man mich so respektlos behandeln? Hab ich als Mensch mit all meinen Gefühlen, denn keinen Wert?

Ich musste mir existenzielle Fragen stellen. Mit einer Antwort: Sie war nicht ich. Sie hat gesagt, sie hätte die gleiche Wertvorstellung, hat aber nicht dementsprechend agiert. Das habe ich nie verstanden, weil ich so nicht sein könnte. Wie gesagt: sie war schlussendlich anders, als sie sich nach außen gegeben hat.

Versuche zu verstehen, dass Menschen nicht immer so sind, wie man es, aufgrund des gezeigten Verhaltens und der Aussagen, erwartet. Viele Menschen passen sich an. Sie werden zu Leuten, die sich einfach der Erwartungshaltung des Gegenüber anpassen. Sie wollen geliebt werden, sie wollen gemocht werden.

x 3 #20611


N
Zitat von MSWue:
und wenn es doch Anzeichen gegeben hätte, hättest du vielleicht gedacht, dass etwas nicht stimmt, aber nicht, dass es auf das Ende der Beziehung hinausläuft. Vielleicht hättest du das sogar verdrängt, weil du nicht ansatzweise an der Beziehung gezweifelt hast.


Das ist es nämlich ganz genau. Die schönen Momente haben immer sowas von deutlich überwogen. Und es hat sich auch eigentlich nichts geändert in den 8 Jahren, was darauf hätte hindeuten können.

Ich habe so viel nachgedacht und so viel analysiert - natürlich sieht man dann auch Fehler bei sich selber. Ich glaube, das Gefühl kennt hier jeder, der verlassen wurde.

Aber ich komme immer zu dem Schluss, dass nichts davon eine Beziehung beenden würde. Heißt, ich komme immer zu dem Schluss, dass sie sich verändert hat und mir das nicht in dem Maße zu verstehen gegeben hat, zu welchem Ergebnis das führen könnte.

Und dann zu merken, dass man am Ende quasi "hingehalten" wird, als man misstrauisch wird, dass alles geleugnet wird und im Gegenteil sogar bis zuletzt besänftigt wird und einem gut zugesprochen wird, macht es im Nachhinein sehr schwer. Das Vertrauen ist enorm angekratzt. In dem Moment war man glücklich, dass man sich die Gedanken umsonst gemacht hat, um dann einen Tag später zu merken, dass man sich die Gedanken aber sehr wohl zurecht gemacht hat.

Danke für deine Worte, die einen immer wieder ein wenig mehr erden!

x 3 #20612


A


Trennungsschmerz Skala 0-10

x 3


MSWue
Zitat von NeuesMitglied:
Das ist es nämlich ganz genau. Die schönen Momente haben immer sowas von deutlich überwogen. Und es hat sich auch eigentlich nichts geändert in ...


Bei mir war es genau so.... ich habe alles tot gedacht. War ich zu sensible? War ich zu liebevoll? War ich quasi nicht A. genug? War ich dieses nicht, war ich jenes nicht?

Am Ende des Tages war ich aber genau das, was ich sein konnte, was ich sein wollte und was ich bin. Vielleicht war ich zu Beginn genau das, was sie gesucht hat. Vielleicht hat sie im Laufe der Beziehung gemerkt, dass sie eine andere Art von Mann braucht.

Vielleicht weiß sie aber auch nicht, dass Liebe nicht Verliebtsein ist und man sich bei Liebe jeden Tag neu für den Partner entscheiden muss. Das beide für Liebe auch investieren müssen um sie zu erhalten. Vielleicht hat ihr auch der Reiz gefehlt, vielleicht wollte sie sich auch nicht festlegen.

Egal was es am Ende war: Sie wusste von meiner Bereitschaft immer für uns und die Beziehung zu arbeiten. Das sie das, was ihr gefehlt hat nicht angesprochen hat, zeugt davon, wie wenig sie meine Person wertgeschätzt hat.

Ich war das Gegenteil ihres Ex-Partners. Vielleicht war ich für eine gewisse Zeit genau das, was sie gebraucht hat. Vielleicht musste ich derjenige sein, der ihr zeigt, was es bedeutet so geliebt zu werden. Sie sagte ja selber "ich bin noch nie so geliebt worden". Vielleicht kam sie auch damit nicht klar.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht.... alles tausendmal durchdacht. Auf nichts davon gibt es eine endgültige Antwort. Mittlerweile kann ich damit leben. Verstehe aber durchaus, dass es wahnsinnig schmerzhaft ist, weil man selber ja wollte, dass es funktioniert und man dafür alles getan hätte.
Wenn die Partnerin das aber nicht möchte, dann kann man da wenig machen.

Man kann allerdings feststellen, dass man nicht mit einem Menschen zusammen sein will, dem Kommunikation und Arbeit an einer Beziehung nicht wichtig ist. Wenn das ihre Vorstellung von Liebe ist, dann wird sie niemals Liebe finden, sondern immer weiterziehen, wenn das verliebt sein abebbt und sie irgendwann, aufgrund von äußeren Einflüssen, feststellt: ich liebe ja gar nicht.

Meine Vorstellung von Liebe ist eine andere. Ich möchte eine Partnerin, die ihre Gefühle einschätzen kann, ohne sich dafür zu einem anderen hingezogen fühlen zu müssen. Eine Frau, der ich genug wert bin, um mit mir gemeinsam an einer Beziehung zu arbeiten.

Du solltest das genau so sehen... sie wollte nicht arbeiten und nicht für dich und die Liebe kämpfen... weniger Wertschätzung kann man in einer Beziehung eigentlich nicht erfahren. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist.... aber ich möchte wertgeschätzt werden.

x 4 #20613


Nicoletta_2
Hallöchen meine lieben Foris,
Ich weiß zwar nicht was mich da grade packt aber ich habe mein Trennungstagebuch in die Hand genommen und habe einfach Lust euch ein bisschen zusammengefasst daran Anteil haben lassen. Vielleicht liest sich das ja der ein oder andere durch, auch wenn es ein extrem langer Text wird Glücklich
Ich will euch damit nur aufzeigen, dass es besser werden wird.

Vor der Trennung: Ich war so glücklich jemanden wie ihn gefunden zu haben. Ich dachte ich wäre angekommen und selbst er meinte immer wieder, dass wir etwas ganz besonderes hätten und er so noch nie gefühlt und so eine schöne Beziehung gehabt hätte. Es war als hätten sich zwei Seelen gefunden, welche dafür bestimmt waren zusammen zu gehören. Obwohl ich ihn schon so lange von der Arbeit kannte, hatte ich nie wirklich Interesse an ihm. Bis ich aus einem dummen Zufall heraus eine Mail an ihn verschickte. Als ich ihm beim ersten "Date" in die Augen geblickt hatte, wusste ich, dass da etwas ganz Großes entstehen würde. Und die Zeit war wundervoll und mit so viel Liebe und schönen Momenten geprägt. Ich dachte, dass es für immer heben würde, grade weil er das gleiche selbst immer sagte, bis zum Schluss.

Der besagte Tag der Trennung / Woche 1: Es hat mich komplett auseinander gerissen, ich konnte es kaum glauben. Man konnte ihm aber deutlich ansehen, dass es ihn grade auch auseinander reißt. Die vielen Nervenzusammenbrüche die er hatte werde ich niemals vergessen, er wirkte so verloren. Ich war die Einzige, die von seinen ganzen Problemen wusste. Ich war sein Anker, den er einfach "weg schmiss".
Grade, dass er noch bis eine Woche vor der Trennung mit strahlenden Augen über eine gemeinsame Zukunft, Heiraten, Kindernamen und Umbaumaßnahmen gesprochen hatte und sogar am Tag der Trennung noch Pläne mit mir für einen Urlaub im Oktober geschmiedet hat, welchen er mit mir unternehmen wollte, war und ist am Ende für mich unbegreiflich gewesen. Ich war so geschockt, dass ich dachte, dass das alles nur ein schlechter Scherz ist. Jeder in meinem Umfeld war/ist noch der Überzeugung, dass er einfach mit sich selbst nicht mehr klar kommt und ich absolut nichts dafür konnte, es ein Schnellschuss von ihm war. Natürlich suchte ich die Schuld an mir. Ich hatte mich gehasst. Ich habe tagelang nichts gegessen und wusste nicht wo hin mit mir. Wir hatten uns für 4 Tage später verabredet und ich hatte einfach nur die Hoffnung, dass er einsehen würde, dass wir doch zusammen gehören und alles nur ein Fehler war. Er weinte wieder, wüsste nicht wo ihm der Kopf steht und wie sein Leben verlaufen soll, weil alles was er macht keinen Mehrwert hat. Er hat an nichts mehr Spaß und das schon seit Wochen. Er hat das Gefühl ausbrechen zu müssen. Und bekommt einfach die nicht genutzten Momente mit seinem toten Vater nicht aus dem Kopf. Er trägt so viel Schuldgefühle ihm gegenüber in sich. Er bereut die Trennung nicht, ich wäre nur noch seine beste Freundin und er hätte keine Gefühle mehr. Er konnte mir dabei nicht mal in die Augen sehen, er wirkte während er die Worte sprach eigenartig. Aus Selbstschutz schalteten sich meine ganzen Gefühle ab und ich erwiderte somit verbal das gleiche. Da starrte er Ewigkeiten auf den Boden. Nach einiger Zeit fragte ich, ob alles in Ordnung wäre. Er starrte immer noch zu Boden, wischte seine Augen ab und sah mich mit glasigen Augen an. Er antwortete zeitverzögert mit den Worten "klar" und wechselte sofort das Thema.

Monat 1: Und so lebte ich ein paar Tage mit abgestellten Gefühlen und fühlte nur Freiheit, bis die große Gefühlskeule kam. Ich war am Ende. Hoffnung kam wieder hoch, ich hatte Liebeskummer, konnte nicht essen und spielte tatsächlich mit Gedanken, für die ich mich heute schäme. Bei dem Anblick der Wand musste ich weinen, wenn ich mein Kissen ansah musste ich weinen, ich rannte alle paar Minuten auf der Arbeit aufs WC, um meinen Gefühlen kurz freien Lauf zu lassen. Ich war ein Schatten meiner selbst. Ich konnte das alles nicht begreifen, nicht akzeptieren. Ich dümpelte einfach nur rum, heulte vor meinen Freunden, meiner Familie. Suchte unentwegt den Grund von alldem. Wieso ausgerechnet ich? Habe ich nicht auch etwas Glück verdient? Wo war er abgebogen? Vermisst er mich? Hab ich ihm nie etwas bedeutet? Wurde nur mit mir gespielt? Was ist an mir überhaupt noch liebenswert? Ich quälte mich mit Erinnerungen und plante noch immer die Zukunft mit ihm. Ich las sämtliche Ex-Back Strategien, nur um mich danach mieser zu fühlen weil ich wusste, man kann nichts erzwingen, wenn derjenige eben nicht will. Ich verfluchte ihn, verfluchte mich und verlor jegliches Vertrauen in die gesamte Menschheit. Ich entwickelte mich langsam zu einem gefühlskalten Mistst*ck, wenn ich mich mit anderen Menschen unterhielt. Ich wollte nicht darüber reden und doch plagten mich so viele Gedanken. Ich konnte nicht ausbrechen und mein Herz schrie unentwegt nach ihm.

Monat 2: Ich wurde sauer, so sauer auf ihn und trotzdem vermisste ich alles an ihm. Selbst die Dinge, die mich manchmal zur Weißglut brachten. Ich schrieb so viele Briefe, die ich nie abschickte sondern verbrannte. Die Wochenenden waren das Schlimmste, die ganzen Tage an denen ich bei ihm gewesen wäre. Ich fühlte mich verraten, im Stich gelassen. Ich wollte auf Teufel komm raus endlich weiter gehen und abschließen. Ich machte mir unbewusst so viel Druck. Ich hatte keine Lust mehr auf das Loch in dem ich fest saß. Und so schrieb ich den letzten Brief, welchen ich ewig rumliegen ließ. Ich las ihn irgendwann und schickte ihn einfach per Post ab. Ich dankte ihm für die gemeinsame Zeit, für die schönen Momente und dafür, dass ich mehr über mich selbst lernen durfte. Ich wollte abschließen. Ich fühlte mich erneut frei und spürte zum ersten Mal wieder in manchen Minuten Glück. Ich hatte die ersten Minuten ohne einen Gedanken an ihn und ich war mächtig stolz. Ich merkte, dass es sich langsam bessert. Ich konnte das erste Mal ehrlich lachen. Aus dem Nichts heraus überkam mich Liebeskummer, ich konnte 30 Minuten nicht aufhören zu weinen und zeitgleich erhielt ich eine Antwort auf meinen Brief. Er dankte mir für die schönen Worte, er hätte Rotz und Wasser geweint und müsste darauf klarkommen. Es war wahnsinnig schön und gleichzeitig so unfassbar schmerzhaft für ihn das zu lesen. Meine Gedanken drehten sich wieder im Kreis und ich konnte daraus nicht ausbrechen. Ich wollte ihn nur wieder an meiner Seite haben.

Monat 3: Ich holte meine letzten Sachen bei ihm ab. Er erzählte viel von sich, dass er sich nicht mit alldem momentan auseinander setzen kann und er nur unterwegs ist, dass er nicht über uns nachdenken muss. Er würde sich selbst zerstören, wenn er die Gedanken zuließe. Den Brief hätte er nur einmal gelesen und danach in eine Schublade gelegt, weil er sich nicht gefühlstechnisch strangulieren will. Als er ihn las, dachte er er müsse innerlich sterben. Er würde seinen Gefühlen aus dem Weg gehen und er würde niemals ausschließen, dass wir noch mal zusammen finden könnten, wenn Gras über die Sache gewachsen wäre. Denn ich wär der Deckel zu seinem Topf gewesen, sein Anker und der Mensch, der ihm so viel Gutes geschenkt hat. Er könnte jedoch nicht sagen, dass er mich vermisst. Er denkt oft an mich, wenn Leute zu Besuch da wären wünscht er sich, dass ich da wäre und wenn er alleine ist kreisen seine Gedanken nur um mich und spürt ein Stechen in der Brust. Für mich war das als würde er sich selbst nur etwas vor machen und sich belügen. Vermissen fühlt sich immerhin genau so an. Und so verabschiedete ich mich, mal wieder mit Hoffnung und trotzdem sah ich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont. Rückschläge kamen noch weiterhin, jedoch wurden die Abstände langsam größer. Das Gedankenkarussell war weiterhin mein schlimmster Feind. Ich überanalysierte weiterhin was schief lief und gab mir weiterhin die Schuld. Langsam fing ich jedoch an loszulassen, denn was brachte es mir weiterhin daran festzuhalten? Und so fand ich langsam wieder zu mir, ich fing langsam wieder an mich selbst zu lieben und meine guten Seiten zu sehen. Ich machte Dinge die mir Spaß machten. Ich wurde langsam wieder zu meinem alten Ich. Ich akzeptierte, dass es mit uns jetzt einfach nicht sein soll.

Monat 4: Ich zog in eine neue Wohnung und dachte, dass jetzt endlich alles besser werden würde. Ich träumte noch viel von ihm und bekam aus dem Nichts heraus weiter elendige Rückfälle. Sobald das Gedankenkarussell startete machte ich Sport. Gleichzeitig fing ich an hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, denn ich realisierte: ich hatte keine wirkliche Schuld an dem was passiert war. Alles was ich dachte, was ich falsch gemacht hatte, hatte kein Gewicht in seiner Entscheidung. Ich akzeptierte den Stand der Dinge. Ich war der Auffassung, dass alles einen Grund hat. Ich dachte das erste mal Stunden nicht an ihn.

Monat 5: Die Rückschläge blieben, wir hatten kurz Kontakt. Ich sah ein Bild von ihm und sah, dass er sich gehen lies. Gleichzeitig sagten mir gemeinsame Freunde das gleiche, ohne, dass ich nachfragte. Ich machte mir unterbewusst Sorgen und so tauchte er wieder öfter in meinen Gedanken auf. Gleichzeitig fand ich viele Dinge, die ich künftig nicht mehr haben wollte, sah vermehrt negative Seiten an ihm die ich ausgeblendet hatte. Ich merkte, dass er mich doch tiefer verletzt und enttäuscht hatte, als ich es mir eingestehen wollte. Ich verzieh ihm weil meine Seele Ruhe verdiente. Die Gedanken an ihn wurden langsam wieder weniger. Ich dachte, ich hätte es geschafft. Ich meldete mich auf Dating-Plattformen an und schrieb mit einem netten Kerl. Ich merkte jedoch, dass ich einfach nicht dafür bereit war und dass ich immer noch Gefühle für meinen Ex hatte. Der nächste Rückschlag kam und gleichzeitig ließ mich mein Bauchgefühl nicht los, dass es mit "uns" noch nicht das Ende war.

Monat 6: Die Rückschläge blieben aus. Ich war hoffnungsvoll und dachte mir, dass ich mich einfach überraschen lasse was die Zukunft bringen würde. Ich machte mir keinen Druck mehr mit allem fertig zu werden. Ich fühlte mich gut, trotz gelegentlicher Gedanken an Ex. Ich empfand zum ersten Mal Lebensfreude und lenkte meinen Fokus langsam auf mich.

Monat 7: Ich schaute nur noch auf mich und blendete den Ex fast vollkommen aus. Gedanken an ihn konnte ich nicht mehr greifen. Ich fühlte Frieden in mir. "Soll er doch machen was er will". Zu der Zeit lief ich auf Hochtouren in dem Forum.

Monat 8: Hier befinde ich mich. Wir hatten kurz Kontakt weil ich ihm etwas mitteilen musste. Ich habe ein aktuelles Bild von ihm gesehen und bin erschrocken. Dass man sich so gehen lassen kann. Mein erster Rückschlag seit Ewigkeiten kam das letzte Wochenende, Erinnerungen strömten auf mich ein aber ich lies es zu. Es braucht eben die Zeit die es braucht, um eine Trennung zu verarbeiten. Mir geht es gut. Ich träume schon lange nicht mehr von ihm, die Trennung ist akzeptiert. Ich bin gewachsen und stärker als jemals zuvor. Ich empfinde oft reines Glück, ich sehe meinen eigenen Wert. Ich weiß was ich in Zukunft will und was ich nie wieder haben möchte. Ich bin einfach ich und lasse die Zukunft auf mich zu kommen. Ich empfinde immer noch etwas für ihn aber hey, es ist okay. Meine Liebe war einfach rein und ehrlich. Es zeigt mir nur, dass ich zu viel Liebe fähig bin.

Ich fühle mich langsam bereit wieder Jemanden in mein Leben zu lassen aber ich werde nicht suchen, denn ich komme auch wunderbar allein zurecht. Ich weiß, dass ich niemanden brauche um mich geliebt zu fühlen und vor allem brauche ich meinen Ex nicht. Selbst, wenn ich ihn als noch vermisse. Mein Bauchgefühl ist immer noch da aber ich ignoriere es, denn es bringt mir nichts. Ich werde die Zeit mit ihm niemals bereuen, denn die Beziehung war wunderschön. Ich fühle mich zwar noch immer mit ihm emotional verbunden aber das kann man gut ausblenden. Er hat mich auf meinem Weg begleitet und mir gezeigt, wie schön die Liebe sein kann und dass man das niemals als selbstverständlich ansehen sollte. Niemand weiß was die Zukunft für uns alle bereit hält. Ich bin einfach nur dankbar für die Zeit, die ich mit ihm hatte. Alles wird so kommen wie es kommen soll und ich bin und bleibe gespannt. Für mich war er lange Zeit der Mann mit dem ich gerne alt geworden wäre, ist er heute irgendwie immer noch. Aber mal ehrlich, ich mache mein Glück nicht mehr von jemandem abhängig. Sollte er irgendwann auf den Trichter kommen, dass es falsch war und dass er ein Idiot is, werde ich sehen was ich mache. Davon gehe ich jedoch absolut nicht aus. Ich bin einfach gespannt wer noch alles in mein Leben kommt und ich werde jede schöne Minute meines Lebens genießen. Am Ende weiß niemand wie lange wir hier auf Erden verweilen und ich will mich nie wieder mit den Gedanken an "was wäre wenn" auseinandersetzen.
Während ich zu mir selbst gefunden und mich endlich wieder liebe, glücklich werde und gut mit mir klarkomme, lässt er sich immer weiter gehen. Vielleicht kommt der Bumerang langsam wieder zu ihm zurück. Glücklich

Bleibt stark meine Lieben! Ihr seid es wert. Ihr seid so tolle Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet haben. Wir alle werden das bekommen was wir verdienen. Man muss jedoch anfangen das Glück nicht in anderen Menschen zu suchen sondern in sich selbst zu finden. Ich werde weiterhin da sein, mein Chat steht jedem jederzeit offen. Wir alle werden wieder glücklich und wer weiß, vielleicht kommen sie angeschissen, wenn man sie gar nicht mehr will oder man an sie denkt. Wenn nicht ist das auch vollkommen okay. Wir schaffen das alles.
Gemeinsam! gruppenkusscheln

x 12 #20614


moonrise
Ich bewerte meinen Schmerz in verschiedene Teile.

Anfangs war:
Vermissen 3 jetzt 9
Reue 3 jetzt 7
Verletzheit 8 jetzt 6
Hilfslosigkeit 6 jetzt 8
Weinen 3 jetzt 9
Wut 6 jetzt 8

#20615


MSWue
Zitat von Nicoletta_2:
Hallöchen meine lieben Foris, Ich weiß zwar nicht was mich da grade packt aber ich habe mein Trennungstagebuch in die Hand genommen und habe ...


Deine Fortschritte so lesen zu können ist großartig! Du bist ganz stark gewesen Nicoletta_2! Sehr gut!

Ich befinde mich momentan in einer übergangsphase zwischen deinen Monaten 6 und 7! "Soll sie doch machen was sie will", denke ich fast nur noch. Manchmal triggert mich die Ein oder Andere Nachricht hier im Forum an, aber das ist nichts schlimmes, weil ich dadurch immer mehr und mehr Distanz bekomme. Immer weniger triggert, weil mein Geist weiß: "du kennst das schon, es ist nicht neu, dir kann es egal sein".

Wir rocken das... ich will keine Werbung machen, aber wer mal meine Geschichte hören will der guckt sich das Video "Der Morgen kommt-Ein Breakup Text" von mir auf YouTube an (nein ich bekomme dafür kein Geld, ist nur ein klitzekleines Hobby). Wer verfolgt hat wie weit ich jetzt bin, wird vielleicht auch selber wieder glauben können, dass er/sie heilen wird Smile

x 2 #20616


Nicoletta_2
Zitat von MSWue:
Deine Fortschritte so lesen zu können ist großartig! Du bist ganz stark gewesen Nicoletta_2! Sehr gut! Ich befinde mich momentan in einer ...

Mich hat es vorhin einfach überkommen das alles mal für euch zusammen zu fassen. Ist trotz der Länge nur relativ grob zusammen gefasst. Ich bin zwar noch nicht komplett über den Berg aber zu 98% würde ich sagen.
Ich danke dir herz
Aber wir alle hier sind unfassbar stark gewesen bisher! Egal, ob wir schlechte Phasen hatten, haben oder eben nicht.
"Soll er doch machen was er will" ist bei mir in Dauerschleife durch den Kopf gelaufen. Oder wenn mir ein Gedanke an ihn kam, dann hab ich immer mit mir selbst geredet und gesagt: "was willst du von mir" Glücklich

Manche Nachrichten triggern auch mich heute noch ein kleines bisschen, ich denke aber, dass das vollkommen normal und absolut nichts schlimmes ist Smile
Je mehr Distanz wir bekommen umso leichter wird es für uns. Und auch mit jedem Rückschlag bauen wir ein Stück weit mehr Distanz auf.
Ich schaue mir heut Abend auf YouTube mal dein Video an wenn ich Zeit habe Smile

x 2 #20617


MSWue
Zitat von Nicoletta_2:
Mich hat es vorhin einfach überkommen das alles mal für euch zusammen zu fassen. Ist trotz der Länge nur relativ grob zusammen gefasst. Ich bin ...


Ich sage dann auch immer: verziehe dich aus meinem Kopf, du hast da nichts zu suchen. Ich sehe mich auch so bei 95%... zu Beginn dachte ich, wenn das so weitergeht, dann schaffe ich nicht mal 50...

x 2 #20618


M
Ich schaffe nach 6 Monaten nicht mal 30%:-( vorallem weil es jetzt wieder schlimmer ust mit dem Frühling.. Ich verstehe es nicht

x 1 #20619


Andy19
@Nicoletta .... Chapeau.... ganz toll geschrieben. Du bist wirklich ein liebenswerter Mensch....! Wahrscheinlich wäre jeder andere Mann glücklich so eine Frau wie dich zu besitzen, aber ich weiß was einmal im Kopf fest hängt, muss erst mal raus. Der Kopf muss frei sein. Liebe Grüße Andy....PS: Deine große Liebe wartet da draußen auf dich da bin ich mir relativ sicher.

x 2 #20620


W
Zitat von MSWue:
Der Morgen kommt-Ein Breakup Text" von mir auf YouTube an


Daumen hoch
Mich wundert es, dass du das geschafft hast vorzutragen ohne dass die Stimme versagt hat. Man hört stattdessen die Wut heraus.
Ich habe wenige Tage nach der Trennung auch das Bedürfnis gehabt ein Gedicht zu schreiben. Beim letzten Mal war ich 14 lustig Das Gedicht habe ich unter Tränen geschrieben...
Wäre cool, wenn du deinen Fortschritt ebenfalls in ein Gedicht umformulierst und das mit der Welt teilst.

x 1 #20621


MSWue
Zitat von WhatHappend:
Daumen hoch Mich wundert es, dass du das geschafft hast vorzutragen ohne dass die Stimme versagt hat. Man hört stattdessen die Wut heraus. Ich habe ...


Ich danke dir Smile ich werde es versuchen zwinkern

#20622


alleswirdbesser
Ich habe heute meiner Nachbarin erzählt, dass ich bald ausziehe und auch von der Trennung. Ihr Mitgefühl hat mich wieder zu Tränen gerührt, obwohl ich dachte, ich könnte inzwischen ruhig darüber reden. Kurzer Hänger, aber nicht schlimm. Es geht mir etwas besser im Moment, auch wenn ich sehr viel um die Ohren habe (Vielleicht deshalb), bin ich schon fast erleichtert, dass ich hier bald weg bin. Dabei habe ich sehr lange mit dem Gedanken gespielt das Haus zu behalten. Je chaotischer es hier wird, desto leichter fällt mir glaube ich das Loslassen. Es ist ein schönes Haus, macht mich aber nicht mehr glücklich. Auch der Ex verblasst immer mehr in meinen Erinnerungen. Natürlich denke ich noch an ihn und die Trennung. Aber ich glaube so langsam gebe ich meine Opferrolle auf und werde zuversichtlicher. Das ist möglicherweise die Wende. So hoffe ich es zumindest. Ich habe ihn seit etwa 2,5 Wochen nicht gesehen und das war eine Wohltat. Den Umzug müssen wir noch zusammen hinbekommen, aber das passt schon. Ich bin froh um seine Hilfe und denke es könnte viel schlimmer sein.

x 1 #20623


Nicoletta_2
Zitat von alleswirdbesser:
Ich habe heute meiner Nachbarin erzählt, dass ich bald ausziehe und auch von der Trennung. Ihr Mitgefühl hat mich wieder zu Tränen gerührt, ...

Das hört sich doch aber alles in allem positiv an. Es zeigt nur, dass du deinen Weg weiter gehst und gut verarbeitest. Dass du heute noch mal Tränen zugelassen hast, heißt ja nicht, dass es kein Schritt vorwärts ist. Smile
Ich denke auch, dass du langsam aus der Opferrolle ausbrichst. Grade da du den Umzug in die Hand genommen hast, obwohl du das Haus behalten wolltest. Es zeigt, dass du einen Neuanfang starten willst. Geh weiterhin in deinem Tempo. Du schaffst das und bei Rückfällen wirst du hier aufgefangen herz

x 1 #20624


M
Heute Abend denke ich wieder vermehrt darüber nach, was ich hätte tun können...ich dachte, ich habe das bereits hinter mir. Außerdem frage ich mich, ob ich nicht mehr schön genug war. Nicht mehr liebenswürdig genug. Nicht mehr spontan genug. Nicht mehr lustig genug. Nicht mehr leidenschaftlich genug. Sowas alles...
Dass er sich neu umgeschaut hat, weil er meiner überdrüssig wurde. Und das kratzt so am Ego irgendwie.
Traurig

x 2 #20625


A


x 4