Zitat von Mia81:ich habe so angst, das es nicht vorbeigeht.... Ich funktioniere, aber es ist kein tag mehr schön
Hey Mia81,
es wird vorbei gehen! Bei mir ist es jetzt fast 7 Monate her. Letzte Woche, nachdem ich ein Foto von ihr mit dem Neuen gesehen habe ging es mir zwei Tage lang bescheiden. Das sollte man aber nicht überbewerten, da es immer beschissen ist, die/den Ex mit der/dem Neuen zu sehen.
ich hatte so Angst, dass ich wieder zurückgeworfen werde und ein paar Tage lang, vor Allem am Wochenende, fühlte sich das auch so an.
Ich glaube aber, es ist wie Nicoletta sagt: die letzte Abnabelung. Man sieht, dass die andere Person weiter geht. Die letzte, unterbewusste Hoffnung (ob man die haben sollte sei mal dahingestellt), wird zerstört.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass es mir eher geholfen hat das Foto zu sehen. Ich hatte keine Empfindung in Richtung Eifersucht. Fand sie nicht mal mehr besonders anziehend, als ich das Foto gesehen habe. Das einzige was mich wirklich nochmal verletzt hat ist die Tatsache, dass das Foto schon etwas älter ist und sie wahnsinnig schnell wieder zur Verfügung stand, nachdem wir uns getrennt hatten (wenn nicht sogar schon während dessen). Das führt unsere Beziehung ad absurdum. So als hätte es mich nicht gegeben, als hätte ihr die gemeinsame Zeit nichts bedeutet, als hätte ich einfach nicht den Stellenwert gehabt, den sie mir vorgegaukelt hat. 5 Monate nach einer Beziehung, mit jemandem, den man angeblich mal heiraten wollte und mit dem man 5 Monate vorher noch nach Wohnungen geguckt hat, in einer neuen Beziehung zu stecken, zeigt mir meine Bedeutungslosigkeit und die fehlende Wertschätzung nochmal auf.
Ich leide schon lange nicht mehr an der Trennung, weil ich noch Gefühle für sie habe. Bei mir ist es eher das Problem, dass ich mich unfassbar ungerecht behandelt fühle. Das man mir die Trennungsgründe vorenthalten hat. Das man mich belogen hat. Das es nicht gereicht hat, der beste Partner gewesen zu sein, der ich hätte sein können und im Gegenzug nicht mal das bekommen hatte, was ich erwartet habe. Etwas das nicht zu viel verlangt war, nämlich Aufrichtigkeit. Das sie nie darüber gesprochen hat, das ihr was fehlt, sie was stört.... im Gegenteil: immer wieder sagte sie, sie sei glücklich, alles sei super. Das sie mich im Dunkeln hat tappen lassen und ich dementsprechend natürlich auch ein klares Bild von einer gemeinsamen Zukunft hatte, ist gemein.
Ich bin aber ein aufrichtiger, offener Mensch, der die Konflikte nicht scheut, der auch unangenehme Gespräche ehrlich führt. Dementsprechend ist ihr Verhalten nicht mit meinen Werten zu vereinbaren. Genau das ist es woran ich ewig knabbere.
Vielleicht musst du auch mal schauen, was dich da getriggert hat! Es wird auf jeden Fall besser werden, glaub es mir.
Ich mache nach wie vor begleitend eine Therapie, damit ich nicht mit einem Dachschaden aus der Nummer gehe

sicher ist sicher. Ohne zu zögern kann ich sagen, dass das die schwerste und zerstörendste Zeit meines Lebens war. Die Trauer nach dem Tod meines Vater damals (ich war Papa Kind und er ein großartiger Vater) war ein Kinderspiel dagegen.
Meine Therapeutin sagte, und das war immer auch meine Vermutung: "ihr Vater hatte einen Herzinfarkt. Daran sterben Menschen. Das ist für sie greifbar und das ist eine Antwort. Bei der Trennung sagt ihnen jemand alles ist perfekt und schubst sie dann unerwartet vor den Zug ohne Gründe zu nennen. Sie haben keine Antworten. Es ist für sie nicht greifbar. Sie finden, auch Rückblicken, keinen Auslöser für das, was passiert ist. Das liegt daran, dass es keinen gab. Sie hat ihnen den Auslöser verheimlicht"