Zitat von Birkai:dabei irgendwie die romantischen Gefühle für mich verloren. .da ich jetzt psychisch stabil bin. Ansonsten weiß ich nicht, wie es mir gerade gehen würde.
In unseren Gesprächen konnte ich feststellen, dass er überhaupt nicht begriffen hat, was diese Zeit für mich eine Belastung war.
Was machst du denn in einer akuten "Trauerphase", wenn du ganz unten bist? Hast du dort bereits Strategien? Vielleicht kannst du, dass sonst mit deinem Therapeuten beim nächsten Termin besprechen.
meine Ex beklage auch den Verlust der romantischen Gefühle, obwohl es mir in der Beziehung psychisch nicht so schlecht ging, dass sie auf Zuwendung verzichten musste oder sich nicht genügend beachtet gefühlt haben müsste. im Gegenteil, sie ziehte sich eher zurück. das ist eben das Problem. wenn man gerade eine melancholische Phase hat, bräuchte man einen Partner, der einfach nur verständnisvoll da ist.
sie hat dann immer gemeint, sie müsste therapieren, was ihr zu viel wäre. ich habe ihr gesagt, dass ich nichts von ihr verlange, einfach nur da sein!
abgesehen davon, hatte sie auch ihre Probleme, z.B. Migräne und Schilddrüse, sowie eine leichte Belastungsstörung durch Job, Kinder, Scheidung.
in diesen Fällen war ich für sie da, das hat sie dann gerne angenommen.
weißt du, es war diese Einseitigkeit, nur ein Nehmen von ihr, mit der Ausrede, für mehr reicht es energetisch bei ihr nicht.
in den Gesprächen mit ihr war ihr schon klar, dass es mir zeitweise immer mal nicht so gut ging, aber die einzige Reaktion drauf war, dass sie das runter ziehen würde.
auf Deutsch: sie wollte nur die Sonnenseite von mir und meine Zuwendung, war aber nicht bereit mir ausreichend beizustehen.
wohl bemerkt liegt bei mir keine schwere Erkrankung vor, sondern Melancholie mit ängstlicher Grundhaltung, die zum einen nicht behandlungsbedürftig, hingegen ärztlich auch schwer behandlungsfähig wären. eine zufriedene Pantnerschaft jedenfalls wäre hier sehr hilfreich, dazu Vermeidung von Stress (Entspannung) und gute soziale Kontakte.
bisher halfen mir kreative Tätigkeiten, Bewegung in der Natur und eben ein liebevoller Mensch - der nun leider nicht mehr da ist, aber auch noch nie so richtig Verständis hatte.
aktuell kommt eben alles doppelt dick. bei den Panikzuständen muss ich leider medikamentös eingreifen (Danke Ex!). ansonsten wie oben, wobei es mit sozialen Kontakten leider mau aussieht. mit den beiden älteren Söhnen von ihr hatte ich ein gutes Verhältnis, doch da suche ich derzeit auch keinen Kontakt, bzw. muss den abbrechen.
klar bespreche ich das schon mit meinem Therpeuten, doch die Möglichkeiten sind derzeit schon weitgehend ausgeschöpft und neue Kontakte knüpfen dauert einfach.