79536

Trennungsschmerz Skala 0-10

M
Zitat von Plentysweet:
Vielleicht?
Kannst Du sonst im Leben Gefühle zulassen? Bist Du ein sehr kontrollierter Mensch?


Nein, eigentlich kann ich meine Gefühle sehr gut zulassen und habe einen guten Zugang zu ihnen. Ich habe eigentlich auch eine sehr gute Intuition. Ich arbeite im Sozialbereich und Menschen beschreiben mich allgemein als sehr emphatisch und gefühlsbetont.
Deshalb bin ich ja auch so verwirrt gerade. Was ist los mit mir?

x 2 #3331


Plentysweet
Zitat von Memi:
Was ist los mit mir?

Dann hast Du vielleicht eine emotionale Blockade ?!
Hilf mir nochmal grad: Hat ER sich getrennt?

#3332


A


Trennungsschmerz Skala 0-10

x 3


E
Ich habe in der Trauerphase täglich mehrfach geweint, es war leider eher belastend als erleichternd. Ich kann es nicht erklären, aber erst wo ich mal einen tränenlosen Tag hatte, habe ich mich besser gefühlt. Jetzt habe ich das Gefühl dass mich das Heulen kleiner gemacht hat, als ich war.
Und das empfinde ich jetzt im Nachhinein als Hemmnis zur Heilung.
Ich habe mich so schwach und kaputt gefühlt dass ich mich selber nicht mehr mochte.
Das ist soo individuell, es gibt wohl beim Weinen kein Patentrezept.
Also, jeder wie er/sie kann und der Übergang ist so schleichend als dass ich es richtig definieren könnte.

x 6 #3333


M
Zitat von Plentysweet:
[
Dann hast Du vielleicht eine emotionale Blockade ?!
Hilf mir nochmal grad: Hat ER sich getrennt?


Eben, das befürchte ich. Das mit der emotionalen Blockade.
Hm, hat er sich getrennt? Mit Worten, ja. Gegangen bin ich. Er war in Panik, als ich auszog. Übergangsweise erstmal zu meiner Schwester. Das hat ihn komplett umgehauen, er hat mit bitterbösen sms reagiert und sich dann entschuldigt mit den Worten, dass es ihm halt so wahnsinnig weh tut und er dann eben so reagiert.
Als ich dann richtig ausgezogen bin, hatten wir nur noch Briefkontakt um die Orga-Dinge zu klären. Da war er ruhiger. Aber konnte es nicht lassen, seine Emotionen immer mal wieder durchklingen zu lassen. Ich hab ihn abblitzen lassen, indem ich ihm geschrieben habe, dass ich mich nur auf den Umzug und das Organisatorische konzentrieren will.
Und jetzt eben sein Brief zum Abschied, den ich noch nicht gelesen habe. Dass ich den Kontakt total eingestellt habe, tut ihm weh, das weiß ich.
Vielleicht will ich ihn damit bestrafen? Und ich kann die Situation besser ertragen, wenn ich mich daran festhalte, dass es ihm weh tut? Total blöd, ich weiß. Ich mag ihn ja als Mensch sehr gern. Er hat nichts schlimmes getan. Er war halt überfordert mit der ganzen Situation.

x 1 #3334


Mark_1
Die Skala geht ja nur bis 10
Gefühlt bin ich bei 100

#3335


M
Zitat von Meridian:
Ich habe in der Trauerphase täglich mehrfach geweint, es war leider eher belastend als erleichternd. Ich kann es nicht erklären, aber erst wo ich mal einen tränenlosen Tag hatte, habe ich mich besser gefühlt. Jetzt habe ich das Gefühl dass mich das Heulen kleiner gemacht hat, als ich war.
Und das empfinde ich jetzt im Nachhinein als Hemmnis zur Heilung.
Ich habe mich so schwach und kaputt gefühlt dass ich mich selber nicht mehr mochte.
Das ist soo individuell, es gibt wohl beim Weinen kein Patentrezept.
Also, jeder wie er/sie kann und der Übergang ist so schleichend als dass ich es richtig definieren könnte.


Ok, ich muss jetzt mal dazu sagen, dass ich schon auch geweint habe. Die Trennung ist ja jetzt mehr als zwei Monate her. Im Grunde fast schon länger, da er Anfang Sommer schon mal die Trennung wollte, sie dann aber überhaupt nicht durchgezogen hat (Panik, als ich nach Wohnungen schaute, immer noch Zukunftspläne gemacht, niemandem von der Trennung erzählt, er wollte, dass wir zusammen wohnen bleiben etc.) In diesem Zeitraum, also von Anfang Juli bis ca. Ende November hab ich schon geweint. Am Anfang öfter, dann immer weniger. Und jetzt gar nicht mehr.
Ich dachte halt, wenn ich in meiner neuen Wohnung bin, kann ich endlich richtig trauern, weil es dann endgültig ist. Und jetzt kann ich es nicht. Ich hatte einfach die Hoffnung, dass durch das Durchleben eines Trauerprozesses auch die Angst endlich verschwindet, ihn wieder zu sehen und, dass mich die Erinnerungen nicht mehr so antriggern.
Jetzt habe ich Angst, dass ich das ewig mit mir rumschleppen muss.

x 2 #3336


E
Das wirst Du nicht. Du bist schon weiter als Du Dir selbst eingestehen magst.
Bring den Deal am WE hinter Dich und ich möchte fast versprechen, dass es nach ein paar Tagen steil nach oben geht. Das wird... sicher

x 1 #3337


M
Zitat von Meridian:
Das wirst Du nicht. Du bist schon weiter als Du Dir selbst eingestehen magst.
Bring den Deal am WE hinter Dich und ich möchte fast versprechen, dass es nach ein paar Tagen steil nach oben geht. Das wird... sicher


Danke
Ich hoffe,du behältst recht.

#3338


S
Zitat von Mark_1:
Die Skala geht ja nur bis 10
Gefühlt bin ich bei 100

Bestimmt neu hier, genau das habe ich hier als erstes geschrieben deswegen kommt mir es so bekannt vor und das sind jetzt 4 Wochen her und fühle mich hier aufgehoben sehr nette User, wir helfen dir auch

x 3 #3339


M
Zitat von Mark_1:
Die Skala geht ja nur bis 10
Gefühlt bin ich bei 100


Sei willkommen hier
Was treibt die Skala auf 100 hoch? Magst du erzählen?

x 3 #3340


Plentysweet
@Memi
Es klingt so wie wenn Du schon souveräner den Abstand hättest als er. Er hat in der Trennungsphase geklammert und hatte Panik. Andererseits wollte er die Trennung. vielleicht hat Dich sein ambivalentes Verhalten auch belastet und Du sahst das Weggehen von ihm, Orga machen und so als Befreiung an?!

x 2 #3341


Mark_1
Zitat von Memi:

Sei willkommen hier
Was treibt die Skala auf 100 hoch? Magst du erzählen?


Sry das ist mein erstes Forum daher hab ich nicht viel bzw keine Erfahrung wo ich schreiben kann/sollte
Ich kopiere das hier mal rein und hoffe es ist ok für Euch

Hallo
Zuerst möchte ich mich für meine schlechte Rechtschreibung bei Euch entschuldigen. Deutsch ist nicht meine Muttersprache daher Bitte ich um Nachsicht.
Zu meiner Person ich komme aus Bayern und bin 47 Jahre jung und habe einen lieben 15 Jährigen Sohn den ich regelmäßig sehe aus meiner ersten Ehe. Leider hielt meine Ehe nur 3 Jahre da ich psychisch sehr krank wurde.
Nach langer Leidenszeit konnte ich meine Krankheit besiegen.
Auch lernte ich eine tolle Frau kennen die 7 Jahre Jünger ist als ich. Wir hatten wundervolle 12 Jahre, diese Beziehung bedeutete mir alles da ich leider keine Freunde mehr habe. Es war sehr ausgewogen ohne Klammern, wir wohnten auch bewusst nicht zusammen aber das wollten wir in paar Jahren ändern. Auch die Entfernung von 20km war nicht weit. Wir sahen uns regelmäßig bzw jeden 2. oder 3. Tag und am Wochenende sowieso.
Vor ein paar Monaten ging es dann los, irgend etwas hatte sich verändert. Ich merkte dass es Ihr nicht mehr so wichtig war ob ich komme oder andere Dinge mache. Auch war das S. nur noch auf Sparflamme. Und es wurde immer schlimmer bis Sie vor 6 Tagen die Beziehung beendete. Ihre Gefühle sind weg, aber auch Sie weint viel und denkt dass es die Hormone bei Ihr wären, da Sie ihre Regel paarmal im Monat hat mit Hitzewallungen usw.
Liebes Forum ich bin kein starker Mensch und ich liebe diese Frau über alles. Ich kann nicht mehr essen schlafen geschweige ausser Haus gehen. Meine besiegte Krankheit meldet sich mit Panikattacken zurück. Ich kann einfach nicht mehr. Nochmals die Krankheit zu besiegen und ein neues Leben aufzubauen schaffe ich einfach nicht mehr.
Nur noch mein Sohn gibt mir Kraft nicht ganz unterzugehen. Das Allerschlimmste ist Momentan meine Einsamkeit ohne Freunde, ohne mit jemanden Reden zu können, ohne Ablenkung.
Gruss Mark

#3342


M
Zitat von Plentysweet:
@Memi
Es klingt so wie wenn Du schon souveräner den Abstand hättest als er. Er hat in der Trennungsphase geklammert und hatte Panik. Andererseits wollte er die Trennung. vielleicht hat Dich sein ambivalentes Verhalten auch belastet und Du sahst das Weggehen von ihm, Orga machen und so als Befreiung an?!


Hm. Ja, irgendwie war es befreiend. Als ich Anfang November in die Wohnung gegangen bin, um meinen Kram einzupacken, fiel mir das leichter als gedacht. Ich konnte danach richtig aufatmen. Die Wohnungssituation hat mich schon immer sehr belastet. Er ist sehr sehr unordentlich, hat im Haushalt NIX gemacht. Das hat oft zu Streit geführt. Als ich gesehen habe, wie die Wohnung aussah, nachdem ich zwei Wochen bei meiner Schwester war, traf mich fast der Schlag. Also, ja, darüber war ich tatsächlich erleichtert. Er hat auch einen Sammel-Tick, bunkert nutzloses Zeug, Verpackungen türmen sich, Müll wird nicht geleert. Es war ein trauriger Anblick. Er tat mir leid.

Und ja, auch, dass ich es durchgezogen habe, gab mir auf eine Art Frieden. Weil ich ihm nicht hinterher gelaufen bin. Ich habe nie versucht, ihn umzustimmen. Hab mich nicht mehr gemeldet, bis eben auf die Briefe zum Organisatorischen.

Ich hab ihm versprochen, dass ich ihm auch noch einen Brief schreibe, am Tag meines Auszugs. Habs nicht gemacht bzw. ihm den Brief nicht gegeben. Aber das hatte auch seinen Grund.

x 1 #3343


S
Zitat von Mark_1:
Das Allerschlimmste ist Momentan meine Einsamkeit ohne Freunde, ohne mit jemanden Reden zu können, ohne Ablenkung.


Ja das ist schlimm und deswegen hast du schon den ersten richtigen Schritt gemacht und dich hier gemeldet,
Hier bist du nicht allein, kannst über alles reden wenn du magst, wenn nicht dann lass es, nur so viel wie du willst und wir sitzen alle im selben Boot

x 2 #3344


S
Guten Abend,
vor fünf Wochen habe ich es geschafft, einen Schlussstrich zu ziehen. Mein Ex-Partner hat mich 7 Jahre lang immer betrogen, ersetzt, klein gehalten, auf sehr destruktive Art und Weise auf verschiedenen Ebenen kritisiert und im letzten Jahr sehr wenig in die Beziehung investiert. Zu Beginn war der Schmerz auf jeden Fall bei 10. Ich fühlte mich wie nach einer Organentnahme. Geweint habe ich trotzdem bis heute relativ wenig, da ich in der Beziehung Badewannen mit Tränen hätte füllen können. Alle Versuche, ihn irgendwie dazu zu bewegen, auch für uns zu kämpfen, waren umsonst.

Habe nun die Pille abgesetzt und vier Kilo abgenommen, ich unternehme relativ viel mit Freunden und bin dank Studium/Arbeit beschäftigt. In den letzten Wochen ist der Schmerz anders geworden. Ich schlafe sehr, sehr schlecht. Viele Erinnerungen kommen vorm Einschlafen hoch und ich fange an zu grübeln, mich nach ihm zu sehnen und zu weinen. Seit einer Woche träume ich fast jede Nacht von ihm. Aktuell würde ich den Schmerz bei 7 einstufen. Es ist so schrecklich, weil ich ihn immer noch liebe. Trotz all der Wut. Ich vermisse unsere Harmonie, die wir in unseren schönen Momenten hatten. Unsere Insider-Witze, seine Stimme, das Telefonieren am Abend, seinen Geruch, sein Räuspern, seine Haut...Ich kann nicht glauben, dass das alles nach so langer Zeit vorbei ist. Aber es ging einfach nicht mehr. Ich hoffe so sehr, dass diese Hin- und Hergerissenheit irgendwann aufhört.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.

x 1 #3345


A


x 4