Zitat von WoKa: bei deiner Situation (Tod deines Vaters) hätte ich mir von meinem Partner Verständnis, Geduld und Rücksicht gewünscht
Auf der einen Seite ja und auf der anderen nein.
Verständnis für falsches Handeln kann ich nicht erwarten. Es würde mich gedanklich in eine falsche Richtung lenken.
Rücksicht war sonst im Alltag ja da. Sie war ja so auch sehr bemüht für mich da zu sein.
Zitat von WoKa: Ich finde du machst dir selbst so viele Vorwürfe, dass dich der Vorfall aus der Bahn geworfen hat und du der Beziehung nicht mehr gerecht werden konntest.
Da spielt natürlich mit rein, wie es uns beiden ging. Meine Ex war auch während der gesamten Zeit in einer Selbstfindungsphase. Und auch aufgrund anderer Sachen stresstechnisch manchmal wirklich am Ende. Deswegen war der gesamte Mai ja On/Off. Und auch davor war alles dabei von weit weg fahren oder auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. Danach ging es zwar beziehungstechnisch bergauf, aber ihr mental und körperlich auch zum Ende des Jahres hin immer schlechter.
Ich war in der Zeit für sie da, aber ich mache mir durchaus den Vorwurf, dass ich ihr selbst noch ein Päckchen oben drauf gepackt habe.
Zitat von WoKa: Das muss man als Paar doch durchstehen zusammen, also ich erwarte so etwas von meinem Partner. Du hast das ja nicht mit Absicht gemacht.
Ich überspitze es mal. Wenn der Mörder eine schwere Kindheit hat, hat er es vielleicht auch nicht aus Absicht gemacht. Aber man sollte die Tat bewerten. Und an der Stelle kann man sagen, ja wir stehen das zusammen durch oder man will es eben nicht.
Es ging hier auch nicht, ums können. Sie meinte danach ja auch explizit, sie will einfach nicht / keine Zeit verschwenden.
Das tat natürlich ein wenig weh, weil es ja grundsätzlich zwischen uns nichts Störendes gab. Und ich sie in der gesamten Zeit auch aufgebaut habe. Und damit meine ich nicht, dass ich Taten aufwiegen möchte, sondern wie mein wahrer Charakter ist, unabhängig von meinem Fehler in der Zeit.
Zitat von WoKa: Das mit den Fotos...ok... Wäre für mich jetzt aber auch nicht unbedingt ein Grund zur Trennung gewesen. Du hast sie ja nicht verbreitet oder veröffentlicht. Ihr wart schließlich ein Paar...
Das ist halt subjektiv und das verstehe ich. Und ich weiß, dass sie immer Probleme mit ihrem Körper hat (also mental), obwohl halt Top-Figur. Und ja, das wusste ich. Zeigt aber auch, wie wenig ich in derzeit rational unterwegs war (halt gar nicht). Denn es gab mehrere Eckpunkte, durch die das ein Problem war, auch von ihrem Ex her. Also Warnungen waren ja da. Aber ich hab nichts wahrgenommen.
Zitat von WoKa: Vielleicht nehme ich es auch falsch wahr, aber in meinem Augen wirkt es so, dass du sehr viel Schuld bei dir suchst und ich sehe es eher so wie geschrieben.
Ich kann nur für mein Handeln die Schuld übernehmen und Konsequenzen tragen. Ich bin verantwortlich für das, was ich tue. Und das ist unabhängig von der Entscheidung meiner Partnerin.
Ich hätte mir sehr gewünscht, das zusammen durchzustehen. Und gerade weil die Zeit davor eigentlich nur Aufwärtstrend war und ich auch eigentlich IMMER für sie da war, war ich am nächsten Tag (sie hatte sich einen Tag nicht gemeldet) sehr niedergeschmettert, dass sie unsere Beziehung beendet. Klar, hatte ich ihre subjektive Wahrnehmung zu den Fotos nicht, aber ich hatte meine zu dem, wie ich immer für sie da war.
Und ich denke deswegen bleibt am Ende nur das EIGENE Handeln zu hinterfragen und daraus zu wachsen. Auch wenn es im Moment mit viel Leid verbunden ist. Und wahrscheinlich immer ein wenig Scham, wenn ich diesem Menschen gegenübertrete.