Zitat von Joeyjo: Was hat diese Trennung bloß in mir angerichtet.
Moin Joeyjo,
Wird Dir nicht gefallen, was ich zu sagen habe. Aber lies meine Signatur

Die Trennung legt Deine Baustellen offen. Sie hat nichts angerichtet, sie hat offengelegt.
Das Leben haut gerne dahin, wo es notwendig ist. Immer wieder. Bis man gelernt hat damit umzugehen. Mit sich gut umzugehen. Es gibt nur zwei Konstanten im Leben. Veränderung und Verlust. "Deal with it", das ist die Überschrift der Lernlektion. Die weiteren Inhalte des Lernprogramms füllst Du nach Deinen Bedürfnissen.
Statt Dich auf Deinen Schmerz zu konzentrieren, lass ihn Dich einfach nur begleiten. Nimm ihn wahr, akzeptiere dass er in Dir ist. So wie viele andere Dinge in Dir sind. Doch er wird durch Deine Aufmerksamkeit so mächtig. Umarme ihn wie einen alten Freund. "Hey, da bist Du ja wieder, hab Dich nicht vermisst, aber ok, gehen wir ein paar Schritte".
Du kommst aus dem Loch, wenn es soweit ist. Du soweit bist. Du das wirklich willst. Das Leben besteht aus Entscheidungen und Taten. Plänen und Zielen. Versuchen. Du alleine bestimmst was Du tust, wie es Dir geht, was Dich berührt, kümmert, sorgt, erfreut. Du alleine bist für Dich verantwortlich. Und für eigene Kids, falls es sie gibt.
Last but not least. Du jammerst dem Vergänglichsten hinterher. Ihrer Attraktivität. Für mich auch ein Zeichen, dass Du Dich über sie aufgewertet gefühlt hast. Doch das ist nicht ihr Job. Du bist auch ohne sie "wert", Du bist ohne sie alles, was Du vor ihr warst und mit ihr warst. Und Du kannst aus Dir "mehr" machen. Wenn es soweit ist. Wenn Du soweit bist.
Bis dahin? Aushalten. Durchhalten. Jeden Tag neu versuchen den Blick von ihr und dem Boden in den Himmel zu richten. Dich (aufzu)richten. Wenn man in der Hölle ist, ist stehenbleiben die schlechteste aller Optionen.
Also, move on.