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Trennungsschmerz Skala 0-10

M
Zitat von 53m6:
Boah Leute... Und jetzt plagt mich mein schlechtes Gewissen. Hätte ich sie dich nicht rausschmeissen sollen. Sie hatte vorhin im Auto eine richtige Panikatacke und aks ich ihre wohnung verließ, sagte sie das sie erstmal richtig heulen wird. Oh man... Ich fühle mich gerade wirklich schlecht. Ich will doch wirklich nur alles gute für sie und jetzt habe ich nicht nur als Ehemann versagt, nein, sogar als Freund. Ich verstehe mich nicht... gestern früh hat sie zu mir gesagt, dass sie im Moment nicht mal meine Freundin sein kann. Und ich sitze jetzt hier mit ...


Nein, nein, nein.
KEIN schlechtes Gewissen jetzt!
Es war IHRE Entscheidung. Sie wollte es so!
Jetzt muss sie auch die Konsequenzen tragen. Du hast in gar nichts versagt!
Es tut mir grad weh, wie du dir selbst Vorwürfe machst. knuddeln

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L
Zitat von Memi:
Keine Ahnung, woher das jetzt kommt, aber ich glaube, ich bin (fast) bereit, mit ihm abzuschließen. Keine Briefe mehr. Kein Treffen. Keine Hoffnung auf irgendwas. Nur Memi (die auch ohne ihn fantastisch ist ).


Das klingt ziemlich gut. Für die Klarheit und das Selbstbewusstsein bewundere ich dich echt. Wie kommt man da hin?

Ach so, du schreibst ja selbst: Keine Ahnung, woher das kommt. Hm. Schade. Smile

#5462


A


Trennungsschmerz Skala 0-10

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Plentysweet
Zitat von Luko:
Immerhin kann man sich daran festhalten, dass es wahrscheinlich auch wieder Phasen gibt, in denen es okay ist.

Luko, in diesem frischen Trennungsstadium gilt:
"Glück ist, wenn die Katasstrophe eine Pause macht."
trost spenden

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P
Zitat von Luko:

Das klingt ziemlich gut. Für die Klarheit und das Selbstbewusstsein bewundere ich dich echt. Wie kommt man da hin?

Ach so, du schreibst ja selbst: Keine Ahnung, woher das kommt. Hm. Schade. Smile


Ich würde sagen, durch Akzeptanz!

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M
Zitat von Luko:

Das klingt ziemlich gut. Für die Klarheit und das Selbstbewusstsein bewundere ich dich echt. Wie kommt man da hin?


Hm. Gar nicht so leicht zu beantworten, deine Frage.
Ich glaube, ich habe einfach aus meiner letzten Trennung sehr viel gelernt. Vor allem, dass ich mich nicht mehr klein machen muss, nur weil ein Mensch entschieden hat, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein will. Es ist SEINE Zerrissenheit, nicht meine. Es ist SEIN Verlust. Aber, klar, bis diese Erkenntnis im Gefühl ankommt, dauert es trotzdem etwas. Und heute ist halt ein Tag, an dem ich es klar vor Augen sehe. Kann morgen auch wieder anders sein. Aber meine Grundhaltung war immer schon so und die bleibt auch. Musste ich mir aber auch mühsam erarbeiten.

#5465


W
@Luko
@53m6
Lasst uns zusammen leiden, danach gehts besser

Und nein, ich will mich auch nicht mit glücklichen Menschen über den dreck unterhalten , verstehen können sie es nicht, aber ihr könnt dafür Bin ich sehr dankbar

x 1 #5466


M
Zitat von Prinzessin28:

Ich würde sagen, durch Akzeptanz!


Jep, auch das.
Der größte Schmerz rührt oft daher, dass man Widerstand leistet. Und zwar da, wo Widerstand ohnehin zwecklos ist.

Wenn man beginnt, zu akzeptieren, dass es ist wie es ist, tut es weniger weh. Aber natürlich ist das leichter gesagt als getan. Es ist ein Prozess. Und ich habe das Gefühl, dass der jetzt bei mir wirklich beginnt. Na dann mal los Mr. Green

x 1 #5467


Sagan
@Memi
Zitat von Memi:
Nur Memi (die auch ohne ihn fantastisch ist ).


Das ist die einzig wahre Einstellung. Da arbeite ich noch dran.

@53m6

Sie hat doch die Affäre. Außerdem hat sie so gelernt, das Entscheidungen Konsequenzen haben.
Wenn ihre neue Beziehung es nicht aushält, wenn sie plötzlich vor der Tür steht, dann könnt ihr euch ja nochmal aufeinander zu bewegen.
Hauptsache ist doch, dass sie weiß warum du getan hast was du getan hast.
Herzlichen Glückwunsch. Hätte ich auch so machen sollen. Stattdessen bin ich so blöd und gehe mit 5 Kisten und lebe 3 Wochen mit einer Matratze und Kaltverpflegung.

Das hat meine Sicht auf die Beziehung stark verändert.

Kopf hoch, nun kannst du mit der Aufarbeitung anfangen.

x 2 #5468


L
Zitat von Plentysweet:
Luko, in diesem frischen Trennungsstadium gilt:
"Glück ist, wenn die Katasstrophe eine Pause macht."
trost spenden


Guter Wahlspruch. Smile

Ich überlege zur Zeit ziemlich viel, warum mich das so hart trifft gerade.
Das ist sicherlich die psychische Disposition, da gibt es einfach eine erhöhte Grundvulnerabilität, das ist sicher einfach erstmal so. Da setze ich relativ viel Hoffnung in die hoffentlich bald beginnende Therapie.
Da ist aber auch das folgende, dass ich seit dem Studium eigentlich ziemlich entfremdet lebe. Im Studium wars eine große WG mit vielen Leuten, Kommilton*innen eh.
Im Referendariat war dann einfach so extrem viel Stress, dass keine Zeit war, überhaupt ein Leben außerhalb der Schule zu führen. Das ging dann im ersten Berufsjahr noch so weiter.
Jetzt bin ich seit 5 Jahren in diesem Beruf, alles hat sich eingeschliffen, war auch erstmal okay, in einer sehr ländlich-verschlafenen Region in die Rolle reinzukommen. Aber irgendwie hab ich nicht gemerkt, dass mein Leben dabei immer langweiliger geworden ist. Und dass ich in dieser Stadt, in der ich lebe, einfach nicht Fuß fasse und auch nicht Fuß fassen will. Da leben nämlich wirklich nur Langweiler*innen mit sehr begrenztem Horizont.
Ich beneide ehrlich gesagt alle ein bisschen, die nicht fünfmal in ihrem Leben komplett die Region gewechselt haben und einfach in ein soziales Umfeld reingewachsen sind und in einem guten Ort leben, der ihnen vertraut ist, das kann ein ziemlich großer Schatz sein, der gerade in einer solchen Situation wie die, in der ich jetzt stecke, Halt gibt.
Es ist halt wahnsinnig schwer, so empfinde ich das jedenfalls, sich mit Mitte 30 ein neues soziales Umfeld aufzubauen.
Mein gegenwärtiger Plan sieht erstmal vor, vielleicht umzuziehen. Stuttgart wäre gut. Wenns halt nicht so unfassbar teuer wäre.
Ein bisschen stelle ich zur Zeit auch fest, dass ich in den letzten Jahren sehr ängstlich geworden bin. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Ich werde beim Gedanken an einen Umzug total nervös.

Hm. Gedanken, Impulse, Ratschläge?

x 1 #5469


M
Zitat von Sagan:
@Memi


Das ist die einzig wahre Einstellung. Da arbeite ich noch dran.



Kuss geben Jep. So ist es. Und die Arbeit lohnt sich zu 100%! Du schaffst das auch, da bin ich sicher.

x 1 #5470


M
Zitat von Luko:

Guter Wahlspruch. Smile

Ich überlege zur Zeit ziemlich viel, warum mich das so hart trifft gerade.
Das ist sicherlich die psychische Disposition, da gibt es einfach eine erhöhte Grundvulnerabilität, das ist sicher einfach erstmal so. Da setze ich relativ viel Hoffnung in die hoffentlich bald beginnende Therapie.
Da ist aber auch das folgende, dass ich seit dem Studium eigentlich ziemlich entfremdet lebe. Im Studium wars eine große WG mit vielen Leuten, Kommilton*innen eh.
Im Referendariat war dann einfach so extrem viel Stress, dass keine Zeit war, überhaupt ein Leben außerhalb der Schule zu führen. Das ging dann im ersten Berufsjahr noch so weiter.
Jetzt bin ich seit 5 Jahren in diesem Beruf, alles hat sich eingeschliffen, war auch erstmal okay, in einer sehr ländlich-verschlafenen Region in die Rolle reinzukommen. Aber irgendwie hab ich nicht gemerkt, dass mein Leben dabei immer langweiliger geworden ist. Und dass ich in dieser Stadt, in der ich lebe, einfach nicht Fuß fasse und auch nicht Fuß fassen will. Da leben nämlich wirklich nur Langweiler*innen mit sehr begrenztem Horizont.
Ich beneide ehrlich gesagt alle ein bisschen, die nicht fünfmal in ihrem Leben komplett die Region gewechselt haben und einfach in ein soziales Umfeld reingewachsen sind und in einem guten Ort leben, der ihnen vertraut ist, das kann ein ziemlich großer Schatz sein, der gerade in einer solchen Situation wie die, in der ich jetzt stecke, Halt gibt.
Es ist halt wahnsinnig schwer, so empfinde ich das jedenfalls, sich mit Mitte 30 ein neues soziales Umfeld aufzubauen.
Mein gegenwärtiger Plan sieht erstmal vor, vielleicht umzuziehen. Stuttgart wäre gut. Wenns halt nicht so unfassbar teuer wäre.
Ein bisschen stelle ich zur Zeit auch fest, dass ich in den letzten Jahren sehr ängstlich geworden bin. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Ich werde beim Gedanken an einen Umzug total nervös.

Hm. Gedanken, Impulse, Ratschläge?


Das geht jetzt alles in die richtige Richtung, Luko. Echt, ich bin erleichtert, dass du deine Gedanken auf dich selbst lenkst und nicht nur auf sie.
Das ist sehr wichtig. Ich finde es auch gut, dass du dir überlegst, dein Umfeld zu wechseln. Und ich glaube, dass dir die Therapie so richtig gut tun wird. Ich wünsche es dir! Kuss geben

x 3 #5471


E
Zitat von Luko:
Mein gegenwärtiger Plan sieht erstmal vor, vielleicht umzuziehen. Stuttgart wäre gut. Wenns halt nicht so unfassbar teuer wäre.
Ein bisschen stelle ich zur Zeit auch fest, dass ich in den letzten Jahren sehr ängstlich geworden bin. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Ich werde beim Gedanken an einen Umzug total nervös.

Hm. Gedanken, Impulse, Ratschläge?


Wenn Du am jetzigen Ort unglücklich bist, empfehle ich Dir erst einen anderen Job und dann die Bleibe zu suchen.
In der Reihenfolge wird es leichter, Du wirst von Kollegen, Firma und so eher Tips zum Wohnen bekommen als umgekehrt.
Bißchen pendeln ist gar nicht schlimm.

x 1 #5472


L
Zitat von Meridian:

Wenn Du am jetzigen Ort unglücklich bist, empfehle ich Dir erst einen anderen Job und dann die Bleibe zu suchen.
In der Reihenfolge wird es leichter, Du wirst von Kollegen, Firma und so eher Tips zum Wohnen bekommen als umgekehrt.
Bißchen pendeln ist gar nicht schlimm.


Vielen Dank für den Vorschlag. Das Problem dabei ist, dass ich als Lehrer nicht einfach die Schule wechseln kann, sondern immer nur im Jahresrhythmus um Versetzung anfragen kann. Die Frist ist jetzt abgelaufen, das heißt, berufstechnisch jedenfalls bleibe ich noch mindestens 1,5 Jahre am selben Ort. Und auch dann ist es eher eine Frage des Glücks, ob ich versetzt werde.

Das heißt, ich muss auf alle Fälle erst den Ort, dann die Stelle wechseln. Weil 1,5 Jahre lang halte ich das da nicht mehr aus.

Vielleicht ist das aber auch insgesamt ein Thema, das man in der Therapie angehen und von dort mitunterstützen lassen kann.

#5473


M
Zitat von Luko:

Vielen Dank für den Vorschlag. Das Problem dabei ist, dass ich als Lehrer nicht einfach die Schule wechseln kann, sondern immer nur im Jahresrhythmus um Versetzung anfragen kann. Die Frist ist jetzt abgelaufen, das heißt, berufstechnisch jedenfalls bleibe ich noch mindestens 1,5 Jahre am selben Ort. Und auch dann ist es eher eine Frage des Glücks, ob ich versetzt werde.

Das heißt, ich muss auf alle Fälle erst den Ort, dann die Stelle wechseln. Weil 1,5 Jahre lang halte ich das da nicht mehr aus.

Vielleicht ist das aber auch insgesamt ein Thema, das man in der Therapie angehen und von dort mitunterstützen lassen kann.


Das ist doch gut, dann weißt du zumindest schon mal das. Und dann wird sich auch alles darauf ausrichten. Auch das geht in kleinen Schritten - erstmal mit dem Gedanken spielen, dann eine Entscheidung treffen, dann in die Tat umsetzen. Ich bin überzeugt davon, dass das viel helfen kann. Eine Entscheidung für dich zu treffen, gibt dir wieder das Gefühl, handlungsfähig zu sein. Und das ist gerade in so einer Situation des Kontrollverlustes ganz enorm wichtig.
Du musst ja nicht morgen oder übermorgen umziehen. Aber lass den Gedanken ruhig in dir weiter wachsen, bis du es dann einfach machst.

#5474


E
Ok, das macht es schwerer.
Dann vielleicht eine Wohnung in Richtung nächster Stadt mit Pendelmöglichkeit zum Arbeitsplatz?
Bin selbst jeden Tag 2,5 Std unterwegs, darf aber 1-2 Tage/Woche Homeoffice machen, entfällt bei Dir höchstwahrscheinlich.

#5475


A


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