Zitat von Elbstrand:Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.
Wunderschönes Zitat von einem tollen Autor...danke dir dafür!
Und genau das ist es, was ich wiederfinden will und so langsam wiederfinde: meine inner Quelle der Freude. Ich will wieder leuchten und kraftvoll sein...wie früher...einfach von selbst. Und ich wünsche mir, dass ich das Leuchten, wenn ich es dann irgendwann wieder verspüre (es ist noch ein längerer Weg, aber ich bin sicher, dass es passieren wird), in meiner nächsten Beziehung behalten kann und nicht alles ihm schenke, weil er von selbst nicht leuchten kann.
Mein Kind ist seit gestern beim Vater und gestern Abend auf dem Heimweg von einer Veranstaltung fühlte ich mich auf einmal schrecklich einsam und fand es auch mal wieder ungerecht, dass er wieder von mindestens einer Leuchte Licht bekommt (um mal bei der Metapher zu bleiben). Ich habe auf dem Nachhauseweg mit dem Fahrrad viel geweint und es zuhause richtig rausgelassen und danach gings.
Mir gehts ganz gut, Trennungsschmerz vielleicht bei 1 von 10, ich bin im Alltag angekommen. Ich möchte nicht mehr viel über meinen Ex und die Trennung sprechen. Meine Freunde sorgen sich nicht mehr um mich, was eigentlich ein gutes Zeichen ist, aber eben auch heißt, dass ich weniger besorgte Nachrichten bekomme....Alltag eben...da muss ich mich jetzt dran gewöhnen. Das trägt natürlich auch zum Einsamkeitsgefühl bei, aber wenn es zu krass wird, kann ich ihnen ja auch einfach schreiben.
Es ist einfach so, dass es niemanden gibt, den mein Alltag interessiert, dem ich hätte berichten können, wo ich gestern Abend war und dass ich auf dem Heimweg bin etc. und ich glaube, genau da liegt auch irgendwo der Schlüssel: Wenn irgendwann wieder die Freude darüber überwiegt, dass ich tolle und interessante Sachen mache und nicht mehr die Traurigkeit darüber, dass es niemanden gibt, der ganz ungeduldig auf Nachrichten von mir wartet, wie mir die Sachen gefallen haben, dann brauche ich niemanden mehr, der mich beleuchtet und ich leuchte von selbst. Ich kann ja dann ja immer noch beim Zusammentreffen mit Freunden oder Kollegen später davon erzählen. Das war doch auch früher nicht anders. Manchmal ist das bei mir jetzt schon so, aber manchmal eben nicht und dann fühle ich mich einsam...
Vielleicht sollte ich das Handy einfach öfter mal vergessen...zum üben...
Auf das Leuchten und den unbesiegbaren Sommer!
