Brightness2
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Zitat von michel8897:Wie soll ich etwas mit meinen Kindern unternehmen, wenn ich jeden Tag kurz vor dem Abgrund stehe und überlege ob ich einen Schritt weiter gehe, weil ich diese Depressionen und Schmerzen eigentlich nicht mehr aushalten kann und nur wegen den Kindern noch da bin. Ich habe mit meiner Ex gekämpft damit die Tochter ...
Hm, die Frage lautete, wann du das letzte Mal was Schönes mit deinen Kindern gemacht hast. Sie beinhaltete keine Aufforderung, dies jetzt in der aktuellen Situation zu tun. Deine Antwort darauf sollte auch etwas bei dir zum Klingen bringen.
Die Erklärung, die Jugendlichen können, sollen oder wollen nicht zur Mama, wegen des Notenschnittes der Großen ist doch -Hand aufs Herz- an den Haaren herbei gezogen. Die 16-Jährige hat doch aktuell ganz andere Baustellen zu bewältigen. Diese Baustellen haben alle mit dir zu tun. Zunächst, dass sie es war, die dich mit aufgeschnittenen Pulsadern finden musste. Deine 16-jährige Tochter! Die Tatsache, dich permanent in diesem traurigen Zustand mittragen zu müssen. Die Angst, ob und wann du es wieder tust. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Kind in dieser Atmosphäre der Angst und der Schwermut zu Hause, genug Energie und Konzentration aufbringt, um ihren Notenschnitt zu halten. Wenn sie jetzt bis zum ende des Schuljahres bei ihrer Mama in einer schuldfreien und familiären Umgebung umsorgt wird, statt sich selbst sorgen zu müssen, wird das ihre schulischen Leistungen möglicherweise eher nachhaltig stärken als schwächen. Eure 14-Jährige ist mitten in der Pubertät, erlebt Tag für Tag dieses Trauerspiel, was ist mit ihr?
Such Lösungen für dich und deine Kinder. Deine Ex wird dir keine Unterstützung geben (können). Möglicherweise projizierst du all deine Probleme in diese Trennung, obwohl noch ganz andere Themen in dir schlummern. Mir tut es wahnsinnig Leid, dass du so traurig und verzweifelt bist. Um so wichtiger ist es, dir helfen zu lassen. Das wird wohl nicht ohne stationäre Therapie gehen. Je schneller du das angehst, desto schneller kannst du auch wieder ein sicherer Hafen für deine Kinder sein. So wie es jetzt gerade läuft, muss es auch für deine Kinder furchtbar belastend sein. Gib euch allen eine Chance, wieder befreit und erleichtert zu leben.