Sabine-49
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Dein Empfinden und deine Eindrücke können dagegen sprechen, aber er hat trotzdem für sich eine Entscheidung getroffen.
Ich denke, du solltest aufhören, irgendwelche Bekannten nach ihren Eindrücken auszufragen, in deiner Situation und mit deinem Kummer, deutest du vermutlich und verständlicherweise alles in die Richtung, die du am liebsten hättest, dass das nämlich nie wieder was werden kann. Mag sein, die Eheleute hatten Probleme, aber vielleicht gab es da, ohne dass du etwas mitgekriegt hast, eine Annäherung der beiden?
Und: Du kannst, um dein Handeln vor dir zu rechtfertigen, immer wieder betonen, die Ehe hätte schon nicht mehr gestimmt, bevor du eine Affäre mit ihm eingegangen bist. Nur weil seine Entscheidung nicht für dich ausgefallen ist, muss sie falsch sein, weil er sich jetzt verrennt?
Das hat ihm seine Frau bestimmt auch gesagt, er hätte sich verrannt und die Entscheidung für dich und damit gegen die Ehefrau und auch gegen den Alltag, die Verantwortung und die Erfahrung das eigene Kind aufwachsen zu sehen, kann für ihn - auch mit seiner neuen Rolle und Aufgabe als Vater - nicht richtig sein.
Siehst du eigentlich jetzt die Parallelen zur Situation seiner Frau vor zwei Jahren? Kannst du jetzt vielleicht ein bisschen verstehen, warum diese Frau so verzweifelt und verletzt war? Wie furchtbar es sein muss, wenn der Partner drei Monate nach der Geburt eines gemeinsamen Kindes plötzlich auszieht und seine Frau mit allem alleine gelassen hat?
Mir hat sich auch noch nicht wirklich erschlossen, inwieweit seine Frau Druck gemacht hat? Dein Ex hat doch sein Kind regelmäßig betreut, wenn ich das richtig verstanden habe? Hat er das bei euch und gemeinsam mit dir gemacht? Oder waren das eher Besuche bei seiner Frau und dem Kind? Vielleicht sind sich die beiden da auch über die Elternebene wieder näher gekommen und es hat sich ein anderes Verständnis füreinander eingestellt?