Zitat von pluto27:als ich meinen Freund kennengelernt habe, war er gerade mitten in der Trennung. Die 2 haben zusammen gewohnt, war aber schon gekündigt und er musste nur noch 10 Tage warten, bis er in die neue Wohnung konnte.
In den 10 Tagen habe ich bemerkt, dass er immer wenn sie zuhause ist sein Handy ausgeschalten hat.
Dir ist klar, wie groß die Gefahr ist, daß Du nur eine Übergangspartnerin bist? Der Mann hatte doch noch gar keine Gelegenheit, seine Trennung richtig zu verarbeiten.
Zitat von Pluto27:Was genau meinst du mit loslassen?
Schluss machen?
Ich meine damit, daß Du aufhören sollst, Deinen Wert darüber zu definieren, ob es überhaupt eine Beziehung in Deinem Leben gibt und wieviel Aufmerksamkeit Du von ihm erhältst.
Ich meine damit, daß Du beginnen sollst, ein eigenes Leben zu führen: Kümmer Dich um Dein Studium, treff Dich mit guten FreundInnen, treib Sport (vielleicht in einem Verein, da trifft man regelmässig dieselben Menschen; so können gute Kontakte entstehen, wenn man Glück hat) und such Dir ein Hobby oder engagiere Dich für etwas, was Dich auspowert (Umweltschutz, Politik, Soziales, Kirche, etc.).
Sobald Dein Interesse sich auch mal auf andere Dinge richtet als auf Deinen Freund, wirst Du Dein Glück auch aus diesen ziehen und eben nicht mehr so darauf angewiesen sein, daß er Dir Aufmerksamkeit schenkt.
Zitat:Er hat sich dann beschwert, dass ich kein verständnis für ihn hätte und das das grosse problem bei uns ist und bla bla...
Er mag Dich vielleicht nicht in der von Dir gewünschten Häufigkeit treffen oder am Handy mit Dir plappern. Aber
wenn er schon mal 'ne
Ansage macht, wäre es umso angebrachter, die
nicht mit einem "blabla" vom Tisch zu wischen.
Dir ist klar,
was da mitschwingt?
Dein Druck hat längst angefangen, ihm auf den Geist zu gehen und zwar so dauerhaft, daß er schon
ein großes Problem darin sieht und das auch offen benennt. Ab hier ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ihm dämmern wird, daß er als Single
besser dran wäre: Denn dann
könnte er sich auf die Dinge konzentrieren, die ihm derzeit wirklich
wichtig sind, statt mitten im Büro mit Anrufen einer Frau traktiert zu werden, die ihren Welpen grad' nicht finden kann.
Sorry, aber als ich das vorhin las, dachte ich echt, da schreibt 'ne 4jährige....
An seiner Stelle hätte ich Dich spätestens da hochkantig aus meinem Leben geschmissen.
An seiner Stelle wärst Du mir viel zu bedürftig, klammernd, mißtrauisch, um mir das Leben noch länger zu
vermiesen. Ein Leben, das derzeit von einer noch frischen Trennung (mit Kind) und einem heftigen beruflichen Konkurrenzkampf schon genug überschattet ist, um sich nun auch noch von 'nem selbstunsicheren und gelangweilten Twen in eine 24/7-Rufbereitschaft drängen und mir die letzten Momente
nehmen zu lassen, in denen ich bei mir selbst sein und dort ein wenig
Ruhe tanken kann, um den kommenden Tag zu überstehen.
Im übrigen geht aus Deinen Beiträgen wenig Empathie hervor. Alles dreht sich nur um
Dich und
Deine Befindlichkeiten; die Dinge mal aus
seiner Brille zu sehen, fällt
Dir nicht ein.
Nichts anderes hat er Dir gesagt (1. rote Markierung) und auch angedeutet, daß er das auf Dauer nicht mitmachen wird (2. rote Markierung). Nimm das mit dem "großen Problem" mal lieber nicht so auf die leichte Schulter ("blabla"), sondern frag Dich endlich,
was Du tun kannst, damit
auch er sich in der Beziehung
wohlfühlt, statt ihm die alleinige Zuständigkeit dafür zuschustern zu wollen, daß
Dir dies gelingt.
So wie Du Dich am ausgeschalteten Handy störst, so stört ihn nämlich offensichtlich Dein ständiges Genörgel.
Lange wird das nicht mehr gutgehen.
Loszulassen käme daher jenem Schritt gleich, mit dem man rückwärts besser weiterkam, als ihn vorwärts zu tun.