Caecilia
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Zitat von Balu85:Ich hab da immer wieder irgendwie das Gefühl sie (meine Maus) da irgendwie im Stich zu lassen. Bzw. das sie das so empfindet.
Das verstehe ich bzw. ginge mir auch so. Arme Maus. Eine richtige Lösung habe ich aber auch nicht. Hat sie eine Vertraute, z.B. Freundin der Mutter, Patentante, Oma etc., mit der sie mal reden kann bzw. die mal als Vermittlerin wirken kann?
Zitat von Balu85:Das Lesen ist ein Problem, als Info kam das wir weiter üben sollen zuhause und das die Kinder jeden Tag 10min laut aus einem Buch vorlesen sollen. Die Idee finde ich ja nicht schlecht. Nur haben die noch nicht einmal das ganze ABC gelernt....da weiß ich jetzt nicht so recht welche Texte mit ca. 50% der Buchstaben auskommen.
Eines meiner Kinder hat in der Schule nicht richtig lesen gelernt. Die Lehrerin hat da zwar auch gesagt, das würde schon etc. - aber ich habe gemerkt, dass er mit dem Methodenmix der von seiner Klasse verwendeten Fibel überfordert ist. Er war zudem in einer großen, herausfordernden Klasse und die Lehrerin hatte ihn (ruhiges, "braves" Kind, Träumer) nicht im Blick.
Ich habe dann mit Kärtchen gearbeitet, ähnlich dem IntraAct Plus-Konzept - zunächst einzelne Buchstaben, dann Silben, dann Wörter, dann Sätze. Immer jeden Tag ein paar Minuten, wenn ich gemerkt habe, er ist gerade offen dafür. Das kannst du theoretisch auch mit nur wenigen Buchstaben machen, wobei ich meinem dann nach und nach alle beigebracht habe (bevor die Klasse sie hatte), damit er dann zu Büchern übergehen kann. Bei ihm war das Problem, dass er sprichwörtlich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen hat und wohl dachte, Lesen sei etwas Hochkomplexes.😎 Mit der oben beschriebenen Methode ohne Firlefanz hat er es in kürzester Zeit gelernt und ab da lief es auch ohne Üben. Ich würde dir dazu bei deiner Maus auch raten - wenn man nicht (gut) lesen kann, ist das doof und wirkt sich irgendwann auch auf andere Fächer als Deutsch aus. Und es ist frustig, wenn andere Kinder es besser können und man selbst merkt, man kommt da nicht mit. Wirkt sich auch auf die Lernfreude und -motivation aus irgendwann.