Nalf
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Zitat von Balu85:Ich sage was mir nicht passt/fehlt/zu viel ist und der andere hat das dann bitte zu ändern ansonsten schätzt er mich ja nicht
Ich würde das eher so formulieren:
Ich sage, was meine Bedürfnisse in einer Beziehung sind, und wenn der andere diese dauerhaft nicht decken kann, ist die Beziehung mehr Last als Gewinn und es ist Zeit, zu gehen.
Zitat von Balu85:Aber den oder die andere glücklich machen....das ist ein Anspruch an einen Beziehungspartner oder Partnerin, da kann man langfristig nicht gewinnen.
Den anderen glücklich machen, ist ein Anspruch, den ich an mich stelle. Dazu passt aber auch nur ein Partner, der den gleichen Anspruch an sich stellt.
Eine Beziehung, in der sich jeder selbst glücklich macht und man die Kosten/Arbeiten teilt, nenne ich WG.
Selbst bei einer Freundschaft schaue ich, dass ihre Bedürfnisse gedeckt werden, wie ich meine Freunde unterstützen und ihnen eine Freude machen kann. Ich nenne das Wohlgesonnenheit.
Wer als Freund alle paar Monate mal Kontakt sucht und nur tut, worum ich ausdrücklich bitte, hat bei mir den Status "Nachbar" oder "Bekannter", aber sicher nicht "Freund".
Ich kenne eine Menge Männer, die für eine ansehnliche Frau gerne ihr Gehalt, etwas ihrer Zeit und immer ihren Körper anbieten, und jeder dann selbst dafür zuständig ist, mit den gemeinsamen Ressourcen glücklich zu werden. Und die dabei peinlich genau darauf bedacht sind, keine ihrer vorgefertigten "Grenzen" (z.B. Sonntag abends ihrer gewohnten Aktivität nachzugehen) zu verschieben, weil sie sonst fürchten, zu viel von sich selbst aufgeben zu müssen.
Das wäre für mich die personifizierte Pausentaste in meinem Leben und ich müsste schon sehr (emotional, finanziell, mental, gesellschaftlich) arm dran sein, um eine solche Verbindung in Erwägung zu ziehen. Da ist dann auch klar, dass ich aus sehr oberflächlichen Gründen als (potentielle) Partnerin ausgewählt wurde und Wachstum/Veränderung in der Beziehung sehr eingeschränkt wird. Und es ist auch abzusehen, dass solche Männer die Beziehungsarbeit, die ihre Partnerin leistet, erst sehen, wenn sie weg ist. Das sind Beziehungen, die ich keiner Frau wünsche.