Deine Geschichte ähnelt meiner etwas.
Mein Mann hatte nach 16 Jahren verheiratet (und 21 Jahre zusammen) mir Anfangs 2019 gebeichtet, dass er sich im 2018 in eine andere verliebt hätte, mit ihr hätte er viel reden können, er habe sie in einer schwierigen Zeit unterstützt (sie hatte Brustkrebs), habe sich nun aber für die Familie entschieden. Ich war geschockt, dachte es ginge ihm schlecht weil seine Mutter mit Alzheimer in eine geschlossene Abteilung eingewiesen werden musste da sein Vater ein Burnout hatte, dabei hatte er wohl Liebeskummer….
Auch er ist ein wirklich Guter, tut alles für die Familie (2 Teenager, damals 14 und 15 J.), ich habe ihm zu 200% vertraut. Da er sich für unsere Familie entschieden hatte, hatte ich Hoffung, wir haben viel geredet, er ist schlussendlich ausgezogen weil er seinen Raum brauchte, machte sogar eine Psychotherapie, 2x waren wir bei einem Paartherapeuten, ich habe ihn immer unterstützt in allem, mit den Kids gesprochen, ihm bei der Wohnungseinrichtung geholfen etc. Ich war vollkommen überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen können. Wir waren zusammen, nur wohnten wir nicht zusammen.
Ein Jahr später merkte ich, dass er sich wieder zurückzog, auch körperlich. In den gemeinsamen Familienferien wurde ihm wieder alles zu viel, zu eng. Als ich ihn drängte mir endlich zu sagen was Sache ist und ob er jemanden kennengelernt habe (mein Bauchgefühl), gab er es endlich zu. Machte dies aber übers Telefon, in die Augen schauen konnte er mir dabei nicht. Da war bei mir der Ofen aus. Vorallem, da ich erfahren hatte, dass er sich 2018 wohl nur für uns entschieden hatte, da diese Frau damals kein Interesse an ihm hatte.
Diese Neue (Anfangs 2021) hat zwei jüngere Kinder (7+10), war auch getrennt aber auch nicht geschieden, total anders als ich, spannend, 10 Jahre jünger, sportlich, wollte ziemlich bald dass er bei ihr einzieht etc. Ich war mir sicher, dass das keine Zukunft hat, weil er froh war dass unsere Kids schon grösser waren und dass ihm seine eigene Wohnung wichtig war. Trotzdem hatte es 1 Jahr gehalten. In der Zeit hatte er aber immer viel Kontakt mit mir (spielen unteranderem in zwei Bands zusammen, haben Wohneigentum) und den Kids (schulische Unterstützung, Sportevents etc.). Das war für mich oft SEHR schwierig und ich musste mich sehr oft zusammenreissen oder habe mich räumlich distanziert wenn er hier war.
Aber als er nach ¾ Jahr mit ihr, ihren Kids und unserem Sohn in die Ferien flog (unsere Tochter weigerte sich mitzugehen), setzte ich auch eine Trennungsvereinbarung auf, wo ich auflistete was er uns zu dem Zeitpunkt immer monatlich überwiesen hatte und bat ihn das zu unterschreiben. Ich sagte ich vertraue zwar ihm aber ihr nicht und hatte Angst, dass sie ihn während den Ferien so beeinflusst, dass er danach nicht mehr zahlen wolle. Er hatte kein Problem das zu unterschreiben.
Mittlerweil sind die beiden nicht mehr zusammen, wir immer noch verheiratet (im letzten August 20 Jahre) aber getrennt und er zahlt immer noch unverändert jeden Monat. Wir haben immer noch viel Kontakt, aber ein zurück auf die Paarebene gibt’s bei mir nicht mehr. Er hat viel von meinem Vertrauen eingebüsst und ich bin sicher es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Nächste auftaucht. Ich musste schmerzlich feststellen, dass ich ihn auf ein Podest hob, dass er sich nur «für die Familie entschied» weil da keine andere Frau zur Verfügung stand, dass er schon vor 24 Jahren von seiner Ex-Freundin zu mir auch warm wechselte.
Ich weiss, dass er mich liebt, aber eben nur noch wie eine Schwester. Das tut zwar höllisch weh, aber ist die Realität, die ich akzeptieren musste.
sorry für den langen Post.
Ich denke Dein Mann möchte einfach beides haben, ist im Hormonrausch und solange er das ist, wird er nicht ernsthaft an Eurer Ehe/Beziehung arbeiten (wollen).