Guten Morgen, Euch allen!
Vielen Dank für Eure Gedanken, Geschichten, Bedenken, Anstöße! Alles nehme ich in mich auf und bewege es in meinem Herzen.
Und ja, den Gedanken mit dem Lebensschmerz habe ich auch in mir... an dieser Stelle "darf" er zutage treten und das tut er dann auch. Ist ja auch eine gute Gelegenheit, nicht wahr?
Und auch der Satz, dass eine einseitige Liebe kein Weltuntergang ist, setzt die Sache ins richtige Licht, finde ich. Es ist, was es ist: Eine einseitige Liebe
Ich bin gut zufrieden und dankbar und werde mich - Tag für Tag - an die Aufgaben des Lebens machen.
Und manchmal kann das auch ein wenig quälend sein, Chrissie, ja. Für mich jedenfalls. Sicher versuche ich, den Schaden zu begrenzen, aber ich bin auch weg von dem Gedanken, dass alles im Leben leicht und glücklich sein muss, um gut und reich zu sein. Es ist wohl so, dass wir Glück nur genießen können, weil wir Leid kennen. Ich kenne sehr großes Glück, über weite Strecken meines Lebens. Nun ist wohl grad was weniger angenehmes dran.
Ich bin mir sehr bewusst darüber, dass wenn ich wirklich innerlich entscheiden würde, ihn loszulassen, dass es dann vorwärts ginge. Gleichzeitig spüre ich, dass ich mich schlecht dazu zwingen kann, diese Entscheidung zu treffen und somit wohl noch einige Zeit in diesem Gefühl/dieser Situation verharren muss.
Und so werde ich es halten. Ich werde mich in Geduld üben und vielleicht manchmal ungeduldig fluchen, ich werde vielleicht noch mal Kontakt aufnehmen, vielleicht werde ich mich hinterher ärgern, ich werde meine Handlungen möglichst immer auf Wertschätzung hin überprüfen - und ich werde es schaffen. Ich werde die Situation bewältigen, ich werde die Lernaufgabe erkennen und lösen.
So wie ich lernen und erkennen musste, dass ich mich von meinem Lebenspartner trennen "musste", obwohl scheinbar keine wirklich zwingenden Gründe dafür sprachen, so werde ich erkennen müssen, dass ich nicht mit meiner Liebe zusammensein kann, obwohl es auf den ersten Blick nicht verständlich erscheint.
Bereits seit mehr als 2 Jahren führe ich Tagebuch. Und hüpfe gefühlsmäßig immer hin und her. Was als roter Faden durch den ganzen Text geht ist immer wieder die Erkenntnis: ich liebe ihn.
Lange Abhandlungen stehen drin darüber, warum es nicht geht/nicht passt. Was für Pläne ich habe, was ich falsch und was ich richtig mache. Was er mir angetan hat, warum ich ihn schrecklich finde, dass es ENDLICH vorbei ist. Und dann, bei Licht betrachtet, die Erkenntnis: ich liebe ihn noch immer. Alle Pläne gescheitert: Zuerst der Plan, zu kämpfen, dann der Plan, loszulassen. Seit längerem ist der Plan, nichts zu tun. Einfach zu leben. Jeden Tag. Die Liebe gehört halt dazu.
Jetzt starte ich in meinen Tag und ich wünsche Euch, dass Ihr Grund habt zum Lachen und Ihr froh seid - im besten Fall mit einer glücklichen Liebe

solea