Zitat von MissGeschick: Ich könnte das nicht vergessen. Verzeihen irgendwann schon, ich bin kein nachtragender Mensch.
In den ersten Stunden dachte ich das Umgekehrte: Vergessen ja, Verzeihen nie. Bis ich im Netz und beim Paartherapeuten das Gegenteil erfuhr. Ich konnte mir das zunächst auch nicht vorstellen. Heute bin ich froh, es geschafft zu haben.
Ich werde ständig an Affären erinnert (Filme, Lieder und haufenweise reale Berichte).
Wenn ich es nicht hätte verzeihen können, würde ich ständig getriggert werden und würde zu niemandem Vertrauen mehr fassen können.
Ich bin zwar nicht mehr so blauäugig, doch das Leben macht Freude.
Ich habe zu viele Berichte mitbekommen, in denen -trotz konsequenter Trennung- die Betrogenen verbittert und nicht mehr richtig bindungsfähig sind.
Das Verzeihen half im Endeffekt mir selbst, weil es mir beim Loslassen half.
Es gibt auch Leute, die verzeihen trotz Trennung oder einem Toten oder dem Mörder ihres Kindes. Der Verursacher wird dadurch jedoch nicht entschuldigt.
Ich bin ebenfalls nicht nachtragend, doch ohne Verzeihen hätte ich es vermutlich nicht geschafft.
Ohne diese Erfahrung hätte ich die Idee auch absurd gefunden und nicht richtig nachvollziehen können.
Doch welch großes Potential das Thema hat, sieht man an den beiden Threads dazu, die in den letzten Tagen soviel Posts bekommen haben.