Yoffi
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Zitat von tauris:Wenn ein 14-jähriger Mensch nachts die physische Präsenz des Vaters braucht, um sich sicher zu fühlen, dann wurde hier ein wichtiger Schritt zur Selbstregulation versäumt.
Das "braucht" ist deine Wertung. Woher nimmst du die?
Die Erzählung der TE, nämlich dass sich die Tochter direkt zurücknehmen konnte, als kommuniziert wurde, wiederspricht doch völlig dieser Darstellung.
Können, wollen, lieber haben.
Nicht: brauchen, einfordern.
Für jemanden vom Fach projizierst du mir da zu viel. Denn:
Zitat von tauris:wenn ich Nachts einen (Nähe)Notfall hatte, habe ich geklingelt.
Das zeigt ja, dass dir niemand zugemutet hat, dich ausschließlich selbst zu regulieren. Außer vielleicht du selbst, falls du die Klingel nie genutzt haben solltest.
Zitat von tauris:Ohne ein stabiles Paar gibt es keine stabile Familie.
Zitat von tauris:Hierarchie- Die Behauptung, die Familie stünde vor der Paarebene, verkennt, dass das Paar der Architekt der Familie ist.
Hier besteht aber eine Patchworksituation. Und eine noch sehr frische Beziehung .
Übrigens beziehen sich deine Kommentare auf meinen Kommentar, der sich auf deinen Kommentar bezog, in dem du selbst von Patchwork geschrieben hast. Hier drehst du es jetzt aber um, weil es so offensichtlich besser zu deiner Theorie passt..
Zitat von tauris:auch dann bleibt das Schlafzimmer privater Raum des Vaters.
Sagt wer? Wieso maßt du dir an, das für einen erwachsenen, autonomen Menschen zu entscheiden?
Zitat von tauris:Wenn – die Frau an der Seite des Vaters – sich fluchtartig aus dem System zurückzieht, dann ist das kein Zeichen mangelnder Regulation ihrerseits, sondern eine gesunde Reaktion auf eine massive Grenzverletzung.
Zitat von FloraVita:Wie war das nochmal mit Selbstregulation? Bisschen einseitig das von einem Kind zu erwarten, einem Erwachsenen aber zugestehen, dass er flüchtet wenn es unangenehm wird, statt zu kommunizieren.
Zitat von tauris:Wahre Selbstregulation bei Erwachsenen bedeutet, die eigenen Grenzen zu kennen und sie konsequent zu kommunizieren.
Zitat von FloraVita:Eben! Wegzulaufen und das beinahe wortlos, mitten in der Nacht, ist jedoch keine Kommunikation die eines Erwachsenen würdig ist. Erst recht nicht eines Erwachsenen, der der Selbstregulation mächtig ist.
@FloraVita hat eigentlich alles dazu gesagt. Statt gesund zu kommunizieren, ist die TE geflüchtet. Deine Antwort darauf ist: das Kind soll lernen (eigentlich schon können) sich selbst zu regulieren. Das ist wirklich absurd.
Dabei hat das Kind in der Situation etwas sehr wichtiges gemacht: sie hat ein Bedürfnis erkannt, sie hat eine Lösung erkannt, sie hat diese Lösung kommuniziert und sich selbst den Raum und die Handlungsfähigkeit gegeben, ihr Bedürfnis zu befriedigen und sich darüber zu regulieren.
Selbstregulation ist eine Möglichkeit zur Regulation. Ein anderer Baustein wäre, um Hilfe zu bitten. Das würde einE guteR TherapeutIn auch so mit dir erarbeiten.
Zitat von E-Claire:Was ich deutlich in Deinen Beiträgen vermisse, ist das Anerkennen, dass nachdem die TE ihre berechtigten Gefühle im März kommuniziert hat, diese ja angenommen wurden und auf die damals angesprochenen Situation eingegangen wurde.
Absolut! Wie ich schon schrieb, zeigt das ja auch deutlich, dass sich das Mädchen regulieren KANN. Und Grenzen und Paarräume respektiert.
Ihr wurde zudem in diesem Rahmen ausdrücklich kommuniziert, dass sie weiter zum Vater kommen kann, wenn die TE nicht da ist. Auch seitens der TE.
Zitat von tauris:Bei Alleinerziehenden besteht oft die Gefahr der Parentifizierung.
Das stimmt. Aber Parentifizierung findet hier erneut nur in deinem Kopf statt. An keiner Stelle war herauszulesen, dass das Mädchen dem Vater zuliebe zu ihm kommt. Ausschließen können wir es nicht. Aber ohne Hinweise ist es als Teil einer Argumentation einfach undifferenziert.