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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

tauris
@Yoffi

Es geht hier nicht um meine berufliche Tätigkeit oder die Frage, wie gut ich jemanden persönlich kenne. Mal davon abgesehen das ein persönlicher Angriff unsachlich ist. Es geht um allgemeine systemische Prinzipien, die in jeder (Patchwork) Familien - Konstellation eine Rolle spielen – völlig unabhängig von den beteiligten Personen.

Warum brauche ich dafür die ganze Theorie?
Natürlich ist jeder Mensch individuell. Aber psychologische Grundbedürfnisse (wie die nach Autonomie und klarer Rollenverteilung) sind universell. Wenn eine Struktur – wie das dauerhafte Teilen des Elternbetts mit 14 – gegen diese Grundbedürfnisse arbeitet, dann erzeugt das Reibung. Das ist keine Spekulation, sondern eine Beobachtung der Dynamik.

Wahrnehmung von @Liebeleben: Sie ist diejenige, die den Fall täglich erlebt. Wenn sie ein massives Störgefühl beschreibt, dann ist das die wichtigste ‚fallbezogene‘ Information, die wir haben. Die Theorie liefert lediglich den Erklärungsansatz, warum dieses Gefühl berechtigt ist und keine ‚unsichere Kontrolle‘, wie du es nennst.

Mein Ziel ist nicht hier, jemanden zu ‚diagnostizieren‘. Mein Ziel ist es aufzuzeigen, dass eine klare Grenze (Paarraum vs. Kinderraum) am Ende allen Beteiligten nützt – dem Vater, der Tochter und der Partnerin.
Wir können uns gern weiter über die Sache streiten, aber persönliche Unterstellungen helfen @Liebeleben bei ihrem Problem nicht weiter. Am Ende bleibt die Frage: Fördert die aktuelle Schlafsituation die Selbstständigkeit der Tochter und die Stabilität des Paares? Meine Antwort darauf bleibt ein klares Nein.

x 2 #361


ElGatoRojo
Zitat von Fenjal:
Sie sollte vielleicht nachdenken, ihre Freundinnen fragen ob die auch bei Papi schlafen.

Nein - das sollte sie lieber vermeiden. Dann bringt sie nämlich das Szenario in Gang, das im worst case den örtlichen Kinderschutzbund aktiviert. Dann kann sie noch so viel erzählen von "Alles ganz harmlos" -- es wird genug Leute geben, die sich wie die Geier auf Aas dann auf den Fall stürzen. Wäre nicht das erste Mal, dass jemand seine Unschuld beweisen müßte, um davon zu kommen ....

x 5 #362


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

x 3


HeavyDreamy
Zitat von tauris:
Sie ist diejenige, die den Fall täglich erlebt.

Die TE ist doch nur am WE dort und die Tochter meidet in der Zeit den Besuch im Schlafzimmer.

Sie erlebt also nicht (mehr), da das ja so geregelt wurde und auch bisher eingehalten wird.

x 1 #363


Fenjal
@ElGatoRojo das könnte natürlich auch sein.
Jedenfalls, wir alle waren mal 14, wer erinnert denn, dass er bei Papi genächtigt hat?
Ich jedenfalls nicht.

Zitat von HeavyDreamy:
Die TE ist doch nur am WE dort und die Tochter meidet in der Zeit den Besuch im Schlafzimmer

Darum geht es nicht, der Vater signalisiert falsch absolut ist sein Bett tabu, unabhängig von der Anwesenheit der Te, somit setzt er Grenzen, nicht temporär, sondern dauerhaft, das wäre richtig, jedenfalls sehe ich das so.

x 4 #364


tauris
@HeavyDreamy

…..Sorry falsch formuliert.
Das Grundproblem bleibt bestehen- die Tochter schläft häufig im Bett des Vaters! Das ist einfach aus meiner Sicht ( wie hinlänglich beschrieben) ein Problem.

x 1 #365


HeavyDreamy
Zitat von tauris:
Das Grundproblem bleibt bestehen- die Tochter schläft häufig im Bett des Vaters! Das ist einfach aus meiner Sicht ( wie hinlänglich beschrieben) ein Problem.

Für die TE, aber nicht für den Vater oder für die Tochter Lachendes Gesicht

Es liegt an der TE selber, wie schon auch erwähnt, zu akzeptieren oder Verständnis zu haben, solange das noch so andauert oder eben zu gehen.

x 1 #366


ElGatoRojo
Zitat von alleswirdbesser:
Hätten wir das früher gehabt, wer weiß wo wir jetzt wären, mein Exmann und ich. Stattdessen war ich total stolz darauf unsere gemeinsamen Kinder so gut wie ohne Unterstützung der Großeltern rund um die Uhr selbst betreuen zu können.

Zitat von alleswirdbesser:
den ersten Urlaub mit meinem zweiten Mann habe ich ohne Kind verbracht, da war mir reine Paarzeit noch wichtig. Als wir dann gemeinsame Kinder bekamen, ging das ziemlich unter, denn ich wollte es diesmal anders machen,


--- und eben der Aspekt, den @alleswirdbesser im Detail geschildert hat = Zu oft ist doch gerade in diesem Forum die Rede davon, dass die Beziehung zerbrochen ist, weil Paarzeit gegen Kinderzeit ins Hintertreffen geriet. Weil Paarzeit nicht die Wertigkeit bekam, die auch bei Beziehungen mit Kindern notwendig ist. Und dazu gehört auch die Freiheit des Schlafzimmers.

x 5 #367


Fenjal
@HeavyDreamy eine Erwachsene soll sich von einem Teenager eine Ansage machen lassen und der Vater äußert Zustimmung?
Also, ich weiss, dass für mich Papis nur Zeitvertreib sein können, niemals Beziehung.

x 2 #368


ElGatoRojo
Zitat von HeavyDreamy:
Für die TE, aber nicht für den Vater oder für die Tochter

Das sehen wir ja in ein paar Jahren -- wie dann die Tochter agieren und reagieren wird -- und ob Pappi sie nur verwöhnt hat oder ausreichend auf das Leben vorbereitet.

x 2 #369


HeavyDreamy
Zitat von Fenjal:
eine Erwachsene soll sich von einem Teenager eine Ansage machen lassen und der Vater äußert Zustimmung?
Also, ich weiss, dass für mich Papis nur Zeitvertreib sein können, niemals Beziehung.

hä? Die Tochter hat doch den Wunsch der TE respektiert und hält sich dran. Passt doch also?

Von was für einer Ansage schreibst du denn bitte?

#370


Y
Zitat von tauris:

Es geht hier nicht um meine berufliche Tätigkeit oder die Frage, wie gut ich jemanden persönlich kenne.

Doch. Darum geht es auch. Denn du argumentierst eindeutig aus einer professionellen Perspektive heraus. Und lässt dir dann an den Stellen, wo man dieser Perspektive Schwachstellen nachweist, nichts sagen. Statt auf die Argumente gezielt einzugehen, kommt nur wieder ein Verstecken hinter irgendeiner Theorie.

Ich würde ja googeln, wenn ich Zeit hätte, um zu prüfen, wie alt diese Theorien überhaupt sind. Denn gerade im Bereich der Entwicklungspsychologie hat sich in den letzten Jahrzehnten doch das Fachwissen extrem verändert. Als Beispiel greife ich nochmal darauf zurück, dass es lange Zeit auch seitens der Psychologie als richtig galt, ein Baby schreien zu lassen.

Zitat von tauris:
Sie ist diejenige, die den Fall täglich erlebt.

Hier wieder ein Beispiel für dein indifferenziertes Hinsehen.

Nein. Sie erlebt es nicht "täglich". Sie hat sogar geschrieben, dass sie erst nach einiger Zeit erfahren hat, dass die Tochter wieder öfter beim Vater schläft. Und auch hier warst du indifferenziert, wenn du daraus ein "dauerhaftes Teilen des Elternbettes" machst. Weder war jemals von "dauerhaft" die Rede, noch handelt es sich um ein "Elternbett". Im Grunde haben wir hier nicht einmal eine Patchworksituation, sondern lediglich zwei Menschen, die sich kennenlernen.

Zitat von tauris:
dann ist das die wichtigste ‚fallbezogene‘ Information, die wir haben

Auch hier wieder. Statt den Blick auf mögliche (und ziemlich offensichtliche, wenn du mich fragst) Baustellen der TE zu wenden, gehst du gleich ins System. Ein System, dass überhaupt noch nicht wirklich existiert (Kennenlernphase).

Während wir hier mit der TE schreiben, erkennen wie sie formuliert, wie sie reagiert, und daraus durchaus Schlüsse ziehen können, bleibst du wie festgenagelt bei der Tochter und interpretierst Gefühle in diese hinein, ohne überhaupt etwas über sie zu wissen. Das ist unprofessionell. Punkt.

x 3 #371


B
Zitat von tauris:
Es geht um allgemeine systemische Prinzipien, die in jeder (Patchwork) Familien - Konstellation eine Rolle spielen – völlig unabhängig von den beteiligten Personen.

Allein dieser Satz ist ein einziger Widerspruch und führt den systematischen Ansatz ad absurdum. Passt aber in die als allgemein gültig deklarierten Aussagen darüber, was "gesund" ist, was notwendig. Das sind Glaubenssätze fernab des systematischen Ansatzes. Das wird jetzt wirklich wild.

x 1 #372


tauris
@HeavyDreamy


Ironie an: Na, dann ist ja alles bestens! Wenn wir das Problem auf die bloße Anwesenheit der Partnerin am Wochenende reduzieren, ist die Welt natürlich wieder im Lot.
Stimmt eigentlich: Warum sollte man sich um die psychologische Entwicklung eines Teenagers sorgen, der unter der Woche in eine Partnerrolle rutscht, solange er am Samstagabend pünktlich das Feld räumt? Dass diese emotionale Achterbahnfahrt – unter der Woche ‚Ersatz-Partnerin‘, am Wochenende ‚ausquartiertes Kind‘ – eine massive Belastung für die Tochter darstellt, ignorieren wir einfach mal geflissentlich.
Und für @Liebeleben ist das Modell ‚Gästin auf Zeit‘ doch auch super: Sie darf die Wochenenden in einem Bett verbringen, das unter der Woche als Symbol für eine ungesunde Vater-Tochter-Symbiose dient. Wer braucht schon ein stabiles Fundament, wenn man eine Klappmatratze für die Realität hat?
Trennungsgedanken? Völlig unnötig! Wir raten ihr einfach, weiterhin gute Miene zum fragwürdigen Spiel zu machen, während sie zusieht, wie die Rollen im Haus munter gewürfelt werden. Ironie aus.

x 4 #373


HeavyDreamy
Zitat von tauris:
Ironie an: Na, dann ist ja alles bestens! Wenn wir das Problem auf die bloße Anwesenheit der Partnerin am Wochenende reduzieren, ist die Welt natürlich wieder im Lot.

Na die TE hat eben dieses Problem, sonst keiner Lachendes Gesicht Du hast aber eine lange Ironie-Ausdauer Grinsendes grünes Gesicht

#374


ElGatoRojo
Zitat von Yoffi:
(Kennenlernphase).

... dauert bereits ungefähr ein halbes Jahr?

Wie lange ist denn deiner Meinung nach eine "Kennenlernphase"? Und was kommt danach? "Zusammenfügphase"?

Manche Menschen lernt man erst nach Jahren und Jahrzehnten in bestiimmten Situationen "kennen".

x 3 #375


A


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