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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

M
Warum gehen hier einige automatisch davon aus, dass nur ihre eigene Vorstellung die richtige sein kann?

Menschen sind unterschiedlich, Bedürfnisse sind unterschiedlich und jede Familiengeschichte ist unterschiedlich. Gerade solche Themen sind selten schwarz-weiß.

Dass Jugendliche irgendwann selbstständiger werden sollen, ist klar. Aber wer legt fest, dass ein 14-jähriges Mädchen, das nachts manchmal den Vater aufsucht, automatisch unnormal ist? Und der Vater noch dazu, weil er es zulässt, statt eine wissenschaftliche Arbeit daraus zu machen?

Lehrbuchtheorien stoßen doch oft in Realität an ihre Grenzen und Studien verändern sich mit der Zeit. Es gibt in diesem Fall nicht die absolute Wahrheit. Das Konzept vom strikt getrennten Elternschlafzimmer ist außerdem vor allem eine westlich geprägte Norm. In anderen Kulturen würden viele vermutlich so ein „Problem“ belächeln.

Die einen brauchen viel Rückzug, andere leben familiäre Nähe eben anders. Daraus pauschal etwas Problematisches abzuleiten, finde ich übergriffig. Ich persönlich würde es auch nicht zulassen wollen, dass solche Vermutungen über meinen Partner geäußert werden und eingreifen.

Bei dem Beispiel merkt man auch die unterschiedlichen Generationen und Erziehungsweisen ganz deutlich. Es ist, als würde man mit Oma am Tisch über die richtige Ernährung diskutieren wollen.

x 7 #451


Fenjal
@Stella31 aha, wenn Jugendliche glauben Dienstbeginn sei Auslegungssache, kaum Zusammenhänge erkennen, Arbeitsplätze wie Müllhalden hinterlassen und Kritik als persönlichen Angriff werten,... haben sie eine empathische Erziehung genossen?

Zitat von Manchmal_Hexe:
Bei dem Beispiel merkt man auch die unterschiedlichen Generationen und Erziehungsweisen ganz deutlich. Es ist, als würde man mit Oma am Tisch über die richtige Ernährung diskutieren wollen.

Dazu eines, ich bin bei den Großeltern gewesen, kann demnach vergleichen, als Kind haben sie mir Grenzrn aufgezeigt, richtig und ich habe Konsequenz erfahren, wenn ich "ungezogen " war.

Als Teenager hat Oma mir vertraut, wir halfen einander, ich hatte Freiheiten, sie wusste, dass ich wusste, was geht und was nicht.
Und Essen ....wir sind nicht übergewichtig und Diabetes hatte sie nicht.
Sie wurde 94 Jahre alt, ungesundes Essen hatte sie nicht auf dem Tisch, natürlich gab es soetwas wie Quinoa oder Melone, Ananas nicht, das ist richtig, dafür aber äusserst wertvolles Fleisch, Frucht und Gemüse.
Mit Oma konnte man sehr gut über Essen reden, sie wusste um die Produkte.

#452


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

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S
@Fenjal
Ich will jetzt nicht auch noch aus Sicht des Partners der TE antworten, hier spekulieren eh schon zu viele, oft auch über Dinge die hier schon klar gestellt worden sind. Daher antworte ich aus meiner Sicht.
Zitat von Fenjal:
Mir ist nicht verständlich, warum man wenig bis gar keine Grenzen setzt.

Mein Sohn kennt ganz klar Grenzen, hat damit absolut nichts zu tun. Nur nicht überall setze ich Grenzen.

Zitat von Fenjal:
Kommt das aus einem Schuldgefühl heraus, weil die Beziehung gescheitert ist und man glaubt dem Kind/ Teenager ständig nachgeben zu müssen, weil man nicht schlecht wirken möchte auch in Konkurrenz mit dem anderen Elternteil?

Ganz klar: Nein!

Zitat von Fenjal:
Wir schreiben hier nicht über ein Kleinkind, der Mann ist offenbar an einer neuen Partnerschaft interessiert.

Aber er (sie) ist eben auch kein Erwachsener. Auch ich interessiere mich an einer Partnerschaft - hat aber damit nichts zu tun.


Zitat von Fenjal:
Dann sollte er die Te ernst nehmen und wertfrei nachdenken, ob es tatsächlich richtig ist, wenn er mit seiner 14 jährigen Tochter nächtigt.

Sorry, sie ist doch gar nicht da, wenn sie Papa schläft, ist dann wohl mehr ihr Kopfkino.
Mein Sohn hat auch nicht bei mir im Bett geschlafen, wenn mein "letztes Exemplar" da war, hätte ich auch nicht gewollt.

Zitat von Fenjal:
Kuscheln? Oder was auch immer? Geschichten erzählen ,... sorry Leute, also ein Teenager braucht nachts Papis Märchenstunde nicht mehr.

Keinen Ahnung was du vorstellst was so in Bett alles passiert...
...mein Sohn kuschelt sich nicht immer, aber manchmal fordert er es auch ein. Märchenstunde? Wohl weniger, vor 2 Jahren haben wir noch 3 Fragezeichen gehört.
Heute unterhalten wir uns manchmal noch kurz vor dem schlafen.

Zitat von Fenjal:
Wenn man ihm als Kind Sicherheit und Stabilität vermittelt hat, kommt ein Teenager mit sich klar.

Mein Sohn kommt auch mit sich klar - es liegt trotzdem in der Natur des Menschen, dass er Nähe sucht - hat damit nichts zu tun.

Zitat von Fenjal:
Das ist auch nicht der richtige Weg, es zeigt mir keinen Respekt vor der Intimsphäre, die man als Teenager kennen sollte.

Das ist Quatsch, natürlich akzeptiere ich seine und er meine Intimsphäre.

Zitat von Fenjal:
Wenn es unlösbare Probleme für sie geben sollte, kann sie das am Abend ansprechen, weil sie gewiss sein kann, dass Vater gemeinsam mit ihr, Lösungen finden wird.

Haha... ...ich wäre froh, wenn mein Sohn über Probleme sprechen würde, er macht das aber nicht, er will alles mit sich selbst ausmachen.
So war ich leider auch als Kind... ...und oft im Prinzip immer noch so.
Zitat von Fenjal:
Alle haben Anspruch auf Rückzug und Intimsphäre und das gilt es zu respektieren.

Ja, mein Sohn kann sich zurück ziehen und ich bin für mich selbst verantwortlich, ich kann mich auch zurückziehen wenn ich will...
...aber mein Sohn steht an erster Stelle - das muss auch eine Partnerin von mir akzeptieren. Das verstehen, glaube ich, auch nur Eltern.


Und noch was:
Kinder und Jugendliche sind keine Erwachsene.

x 8 #453


Stella31
Zitat von Schnuddel74:
Und noch was:
Kinder und Jugendliche sind keine Erwachsene.

Du hast völlig Recht!
Allerdings könnte man manchen hier auch noch weitere 1000 gute Argumente servieren. Alles nützt nichts, wenn weder Empathie noch Herz vorhanden sind und nur stakkatoartig immer wieder dieselben unsäglichen Kommentare kommen.
Da kannst du eher einem Elefanten das Fliegen beibringen.

x 4 #454


M
@Fenjal
Zitat von Fenjal:
als Kind haben sie mir Grenzrn aufgezeigt

Ich nehme an, so wie viele andere Kinder auch. Zumindest hat die Tochter in dem Beispiel verstanden, dass sie nicht mehr ins Zimmer kommen soll, wenn die TE über Nacht bleibt. Also respektiert sie ihre Grenzen.

Zitat von Fenjal:
ungesundes Essen hatte sie nicht auf dem Tisch

Also bei uns war Ernährung immer wieder ein Thema. Der Hunger der Kriegsgeneration hat sie ein lebenlang nicht mehr losgelassen. Ihre größte Sorge war immer, die Kinder nicht satt zu bekommen.

Ich hätte mich nicht getraut, ihr zu widersprechen, wenn sie mit Mühe irgendein günstiges Fleisch zubereitet hat: Aber Oma, du weißt doch, der Klimawandel und die Gesundheit und so …

x 1 #455


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
Weil alle Generationen vor uns so viel von schwarzer Pädagogik profitiert haben? Es hat dir ja auch nicht geschadet? Im Gegenteil dir und auch deinen Kindern ist das alles so gut bekommen?

Ach komm, nicht immer die gleichen Mythen. Auch in deiner Elterngeneration waren die Kinder- und Jugendjahre individuell geprägt und Kinder zugewandt und freundlich behandelt. Ich persönlich beklage mich da in keinster Weise - meine Adoptivmutter war eine sehr nette Frau (meine Ehefrau verstand sich besser mit ihr als ihrer eigenen Mutter) und mein Adoptivvater ein ganz anständiger ehrlicher und charmanter Mensch. Viel von ihm gelernt und viel mit ihm zusammen gemacht..

O.k. - bis ich 13 war habe ich je nach Tageslaune bei einem von ihnen in einem gemeinsamen Raum geschlafen, aber das nur gezwungenermaßen, weil wir noch keine Wohnung nach dem Krieg in Hamburg bekommen konnten. Aber nicht in einem gemeinsamen Bett und es war schon schön , dann endlich ein eigenes Zimmer zu haben und mehr Freiraum.

x 2 #456


Inexplicitus
Zitat von Fenjal:
Jugendliche glauben Dienstbeginn sei Auslegungssache

🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Das ist eine ziemlich schräge Aussage, also bitte!

Dienstalltag Zugführer Fenjal:
0600 Bravo Zeit.
Tür auftreten, Übungshandgranate fliegt in die Stube. "Aufstehen! Fertig machen zum Dienstbeginn!"

Herr Gott im Himmel! Was bin ich froh nicht aus deinem Laibe zu stammen, ich wäre wohl schon längst fahnenflüchtig!
Kindern und Jugendlichen sollte man die Leichtigkeit zugestehen, frei und wild sein zu dürfen, in dem Rahmen den man gesteckt hat. Dann ist die Chance viel geringer, das sie als Erwachsene Kunde beim Psychiater werden, und dann auf der Couch ihre Kindheit aufarbeiten, die man ihnen nicht zugestanden hat. Meine erste Partnerin war 16 und ich 17. Sie und ihr Bruder waren Halbwaise, und hatten nur noch den Vater. Und dieser tollte auch noch mit ihr herum, als sie 18 war, weil sie für ihn immernoch das kleine Mädchen war, das er behütete und beschützte.

Damals in der Kaserne stand an der Wand etwas geschrieben, das ich niemals vergesse werde.
"Seid ihnen ein Vater, nicht ihr Henker"

x 8 #457


GreenTara
Zitat von Fenjal:
Ich frage mal die Frauen hier, habt ihr mit 13/14 bei euren Papis im Bett geschlafen?
Das ist eine ernst gemeinte Frage

Ich weiß, dass eine sehr sehr ernst gemeinte Frage ist, weil du versuchst, Emotionalität zu verstehen. Das ist aber eine Frage, die vom Herzen beantwortet wird, nicht vom Kopf.
Egal, wie aufgeräumt, rationalisiert und strukturiert es in dem Kopf zugeht.
Jetzt meine ernst gemeinte Frage:
@Fenjal, ist die Suche nach der Antwort deines Herzens der Grund deines Hierseins? Ich glaube nämlich nicht, dass du lediglich ein Appell an die Undisziplinierten richten möchtest.

x 5 #458


Inexplicitus
Zitat von GreenTara:
ist die Suche nach der Antwort deines Herzens der Grund deines Hierseins? Ich glaube nämlich nicht, dass du lediglich ein Appell an die Undisziplinierten richten möchtest.

Danke Dir, und eine innige Umarmung für Dich. Diese Frage schwirrte mir schon vor 9 jahren im Kopf herum, als ich sie noch als Minusdioptrie las. Sie hat bis heute nicht begriffen, das es Menschen gibt die ihren Schrei hören können, ihren Schutzpanzer längst durchschaut haben.

x 2 #459


Fenjal
Zitat von GreenTara:
die Suche nach der Antwort deines Herzens

Versteh den Satz nicht?
Ich lerne hier im Forum, ja, kann einiges, um ehrlich zu sein recht vieles nicht nachvollziehen.
Lese die Fragestellung der Themenersteller und wundere mich, was manche antworten, oft sind diese Antworten weit weg oder konträr zu meinen Ansichten.
Dann versuche ich nachzuvollziehen wie jemand auf derartig, für mich unplausibele Stellungnahmen kommt
Gewisse Haltungen sind mir fremd und ich glaube, dass man vielfach so nicht gut durch das Leben kommt.

In unguten Ehen hocken bleiben, auf ein eigenes Auskommen verzichten, Altersrücklagen nicht beachten, sich von Männern abhängig machen, unbedingt schwanger werden, auch ohne das notwendige Fundament
Kinder konfliktscheu zu erziehen... und dann die Sahnehaube,... Empathie.
Allgegenwärtig zu lesen, nur das Handeln sieht völlig anders aus.
Es ist für mich nicht empathisch eine 14 Jährige durch ein ja darin zu bestärken, wenn sie mal eben möchte, das Bett ihres Vaters aufzusuchen, sie lernt das was sie schon als Kleinkind gelernt hat.
Wenn ich mimimi habe, sind andere da um mir den Kopf zu streicheln.
Das ist für mich keine Empathie sondern ein Abnicken von fehlender Selbstregulation die man durchaus einer 14 Jährigen zutrauen kann.
Nicht jedes kleine Unwohlsein, muss Papi stützen.
Verantwortung wird nach aussen verlagert, so erlebe ich etliche Jugendliche.
Sie können sich selbst nicht tragen und andere sind es Schuld.
Schönen Feiertag @all, .... Struktur,.. der ich jetzt nachgehe 😉

#460


FloraVita
Wie schön, dass Vater und Tochter hier nicht lesen und nicht wissen, dass sie wegen der natürlichen Eltern-Kind Sache zum Psychologen geschickt werden, sie diese mit einem Wecker erleben dürfen, als wäre es nicht schon von selbst zeitlich begrenzt und spätestens in 2 Jahren, vielleicht aber auch schon nächste Woche sich von alleine erledigt. Sogar widerliche Sachen werden hier vermutet.
Ich wünsche ihnen dass sie ihre gemeinsame Zeit genießen ohne sich von Dritten einreden zu lassen was diese Dritte für normal halten.

x 3 #461


tauris
@VictoriaSiempre


Hier wird ein gefährlicher Denkfehler gemacht: Nur weil zwei Beteiligte (Vater und Tochter) aktuell kein ‚Problem‘ artikulieren, bedeutet das nicht, dass die Situation gesund ist. Solange alle im Boot lächeln, ist das Boot stabil – egal, ob es gerade auf einen Wasserfall zusteuert

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Pippa

ElGatoRojo
Zitat von FloraVita:
Wie schön, dass Vater und Tochter hier nicht lesen und nicht wissen, dass sie wegen der natürlichen Eltern-Kind Sache zum Psychologen geschickt werden,

Tja - ist wohl das gleiche Phänomen, wie bei vom Mann / von der Frau verlassenen Menschen, deren Ex-Partner hier auch nicht lesen, was für schlimme Typen sie wären ohne sich verteidigen zu können. Wäre ja sicher nett, wenn auch da ein Teil der Zurückhaltung zu lesen wäre, die hier so heftig eingefordert wird.

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GreenTara
Zitat von Fenjal:
Nicht jedes kleine Unwohlsein, muss Papi stützen

Wenn die Familie zerbrochen ist, die Mutter sich nicht gut verhält, dann ist das kein kleines Unwohlsein.
Ich gebe dir nicht Unrecht, der Mensch soll aus eigener Kraft schöpfen lernen, und Selbstverantwortung übernehmen. Nur muss das Fundament erst einmal aufgebaut werden. Und dabei ist der emotionaler Halt der Zement.

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A


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