tauris
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Es ist natürlich der einfachste Weg: Wenn die Fakten unbequem werden, schiebt man es auf die ‚persönliche Betroffenheit‘ des Gegenübers. Das ist ein klassisches Ablenkungsmanöver.
Tacheles dazu:
Erfahrung ist kein Makel: Ja, ich kenne Patchwork aus der Praxis. Privat wie beruflich. Und genau deshalb weiß ich, wovon ich rede. Wer behauptet, man könne nur dann klar sehen, wenn man keine Ahnung vom Thema hat, irrt sich gewaltig. Meine ‚Projektion‘, wie du es nennst, ist schlichtweg Erfahrungswissen. Ich sehe die Risse im Fundament, weil ich weiß, wie ein stabiles Haus aussieht.
Der Kern bleibt: Du kannst versuchen, meine Beiträge durch meine Biografie zu entwerten, aber das ändert nichts an der Realität bei @Liebeleben. Es ändert nichts daran, dass eine 14-Jährige im Bett des Vaters eine Grenzüberschreitung ist und hier Ursachenforschung betrieben werden sollte.
Vielleicht ist der Vorwurf der Projektion auch einfach ein bequemer Schutzschild, um sich nicht der Frage stellen zu müssen, ob das eigene Modell eher der Angst vor Konflikten entspringt als echter pädagogischer Überzeugung – denn es ist natürlich viel leichter, eine kritische Stimme als ‚betroffen‘ abzustempeln.