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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

ElGatoRojo
Zitat von Inexplicitus:
Hier muss man mit Fingerspitzengefühl herangehen, und Verständniss aufbringen, und nicht mit dem Holzhammer und Absolutismen die Sache aufrollen. Am Ende, wird sie das nämlich die Beziehung kosten.

Letztlich waren die Kommentare der TE hier durchaus ambivalent - Konsequenz bedeutet allerdings auch Entscheidung.

x 1 #496


Inexplicitus
Zitat von tauris:
Problem-

Es ist ein Problem für Dich, das Du fremdimplizierst, nicht das Problem der Tochter und des Vaters. Sonst würden sie es nicht so handhaben, wie hier dargestellt wurde.

x 2 #497


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

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tauris
@Inexplicitus

Ich blende den Aspekt der Biologie nicht aus, ich bewerte ihn nur anders für das Gelingen einer Liebe.

Wenn ein Partner sich seinen Platz und Respekt erst ‚verdienen‘ muss wie ein Bittsteller an der Burgmauer, dann ist das keine Einladung in ein gemeinsames Leben, sondern eine Prüfung auf unbestimmte Zeit. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe beginnt mit dem gegenseitigen Zugeständnis: ‚Ich will dich an meiner Seite, und ich schaffe dir den Raum, den du brauchst.‘ Wer den Partner als ‚Fremden‘ oder ‚Eindringling‘ sieht, der ‚vordringt‘, hat innerlich noch gar keine Tür für eine neue Liebe geöffnet.

Es geht @Liebeleben nicht darum, das Kind ‚umzuerziehen‘ oder der Mutter den Rang abzulaufen. Es geht um ihr eigenes Recht auf Intimität. Wenn sie im Haus ist, ist sie kein Gast zweiter Klasse, sondern die Frau an der Seite des Vaters. Das Schlafzimmer ist kein demokratischer Abstimmungsraum, in dem das Kind 14 Jahre ‚Stimmrecht-Vorsprung‘ hat. Es ist der intimste Bereich des Paares. Wenn der Vater diesen Bereich nicht schützt, sagt er implizit: ‚Du bist hier nur Besuch, solange es dem Kind und mir passt.‘

Du hast recht: Wenn sie zu weit geht, zeigt man ihr die Tür. Aber das gilt für beide Seiten. Wenn der Vater zu weit geht und seine Partnerin dauerhaft hinter die (auch nächtlichen) Bedürfnisse einer 14-Jährigen zurückstellt, wird sie irgendwann von selbst durch dieses Loch in der Wand gehen – weil sie merkt, dass in diesem Haus kein Platz für eine Partnerin vorgesehen ist, sondern nur für eine Statistin.

Mein Fazit:
Man kann ein Kind lieben, ohne die Partnerin zur ‚Außenstehenden‘ zu degradieren. Wahre Stärke eines Vaters zeigt sich darin, dem Kind zu sagen: ‚Ich hab dich lieb, aber das hier ist mein Raum mit meiner Partnerin.‘ Das nimmt dem Kind nichts weg – es gibt ihm die Sicherheit, dass die Erwachsenen wissen, wer sie füreinander sind

x 5 #498


Inexplicitus
Zitat von ElGatoRojo:
Letztlich waren die Kommentare der TE hier durchaus ambivalent - Konsequenz bedeutet allerdings auch Entscheidung.

Du hast eine sehr gute Wahrnehmung in diesem Fall. Genaus das gleiche waberte unterschwellig bei mir ebenfalls mit. Und dann kamen mir gewisse Zweifel, was auch durch die bedingte Teilnahme der TE auch noch verstärkt wurde, und wird.

x 2 #499


tauris
Wir können hier noch ewig über Biologie gegen Struktur streiten, aber am Ende geht es um ein schlichtes Gefühl: Willkommen sein oder nur Gastrecht haben. Eine Beziehung braucht keine Gene, um wertvoll zu sein, aber sie braucht einen geschützten Raum, um zu atmen.
Da meine @LiebesLeben sich vorerst ausgeklinkt hat, mache ich hier auch den Sack zu. Ich ziehe mich aus der Diskussion zurück, bis es von ihrer Seite neue Impulse oder Argumente gibt.
Macht’s gut bis dahin!

x 3 #500


Waris07
Okay ich starte mal einen Versuch und hoffe mein Beitrag geht in der regen rauf und runter Diskussion nicht komplett unter. 🙈


Liebe @Liebeleben

Ich würde gern mal ein Stück weg von der Vater-Tochter-Dynamik gehen und eure Paarbeziehung stärker in den Blick nehmen, weil ich das Gefühl habe, dass da vielleicht mehr dranhängt als nur dieses eine Thema. Im Moment dreht sich gefühlt vieles sehr "nur"um diese eine Dynamik. Ich frage mich aber, ob das wirklich der Hauptpunkt ist, der bei dir dieses Unwohlsein auslöst oder ob es grundsätzlich auch in eurer Beziehung als Paar Dinge gibt, die nicht so richtig "rund" laufen.

Wie erlebst du euch denn aktuell im Alltag als Paar?
Wie und wie viel Zeit verbringt ihr in der Woche bewusst zu zweit?
Und fühlt sich das für dich schön, gut und stimmig an oder fehlt dir da vielleicht doch ein bisschen mehr Nähe, Raum, Verbindlichkeit oder einfach mehr echtes Paarsein?
Wie nimmst du deinen Freund in dem Ganzen wahr? Zieht er damit?
Und wenn du mal ein Stück weiter nach vorne schaust: Habt ihr da wirklich ähnliche Vorstellungen von gemeinsamer Zukunft oder merkst du da eigentlich schon Unterschiede?

x 4 #501


Inexplicitus
Zitat von tauris:
hat innerlich noch gar keine Tür für eine neue Liebe geöffnet.

Jetzt kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner. Du hast Dir grad selbst einen Hinweis gegeben 🙂 Bleib mal an dieser Spur dran. Wie wahrscheinlich würdest Du es finden, das unsere TE die Tochter als Konkurrentin sieht? Liegt hier vilelleicht nicht ein etwas anderer Grund vor, als die Geschichte wiederzuspiegeln vermag?

x 3 #502


Inexplicitus
Zitat von Waris07:
Okay ich starte mal einen Versuch und hoffe mein Beitrag geht in der regen rauf und runter Diskussion nicht komplett unter.

Gute, sachliche Kommentare, entgehen mir nie. Sehr schön formuliert und mMn ein guter und richtiger Ansatz. Das Kind ist gerade eher als Ablenkung instrumentalisiert, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Stichwort: Exklusivität.

x 1 #503


Plentysweet
Zitat von Inexplicitus:
Wie wahrscheinlich würdest Du es finden, das unsere TE die Tochter als Konkurrentin sieht?

Ich bin zwar nicht tauris, aber ich möchte hier antworten.
Selbst wenn die Tochter vielleicht Verlustängste hat und Besitzansprüche an den Vater geltend macht (sie ist ein Trennungskind und hat da vielleicht verständlicherweise Ängste und Sorgen), muss sie das denn ausgerechnet nachts im Bett beim Papa ausleben? Es gibt soviel Möglichkeiten, einem Kind tagsüber oder abends Sicherheit zu geben durch gemeinsame Zeit, Rituale, Verlässlichkeit, Präsenz, Vater-Tochter-Zeit, whatever. Und da ist es wirklich die Vater-, Partner- und Erziehungsaufgabe, für die eigenen die Bedürfnisse des Kindes und die der Partnerin einzustehen und es zu leisten, dass alle zufrieden sind. Wäre ihm seine Partnerschaft wichtig, würde er das, aus meiner Sicht heraus, auch tun und Grenzen setzen. Da wo sie MEINER MEINUNG nach hingehören.

Als Partnerin würde ich mich in dieser Situation auch nicht mehr wohlfühlen.

x 5 #504


A
Zitat von Plentysweet:
Wäre ihm seine Partnerschaft wichtig, würde er das, aus meiner Sicht heraus, auch tun und Grenzen setzen.

Ein wichtiger Punkt für mich ist , die TE hätte gar nicht bemerkt , daß seine Tochter ab und zu bei ihm schäft .
Er hat es der TE erzählt , woraufhin sie anfing sich unwohl zu fühlen und Bedenken bekam

x 1 #505


ElGatoRojo
Zitat von Abendrot:
Ein wichtiger Punkt für mich ist , die TE hätte gar nicht bemerkt , daß seine Tochter ab und zu bei ihm schäft .

Nun - jetzt ist es so in dieser moderaterer Form.

Dass zumindest der Vater insofern ehrlich zu seiner "Kennenlernfrau" ist, ist ja schon mal etwas. Aber egal, ob er ihr das nun gesagt hätte oder nicht bleibt ja der Fakt, dass dieser Mann (vermutlich auch so um 50?) eigentlich mit der Unabhängigkeit der Tochter weiter hätte sein müssen.

x 2 #506


Fenjal
Ich habe keine Kinder, wenn ein möglicher Partner Vater wäre und er signalisiert mir, dass er und ich als Paar nicht gemeinsam dieselben Wegweiser für ein Kind setzen, würde ich mich verabschieden.
Ein Teenie kann nicht unsere Paarbeziehung dominieren, hallo, allen Ernstes sollte mir ein Teenie quer kommen können und dürfen? unser gemeinsames Schlafzimer mit seinem eigenen verwechseln?
Wenn dieser Jugendliche bis dato nicht ein gewisses Maß an Anstand gelernt hat und sein Vater diese Respektlosigkeiten, nichts anderes ist das, unterstützt, wüsste ich, das diese Familie nichts reißen kann.

Ich weiß schon lange, dass Papis für eine Beziehung vor allem mit einer echten Singlefrau, d.h. die kinderlos ist, nicht in Frage kommen und wenn ich das hier lese, bestätigt es mich.
Es muss einen Unterschied in der Führung im gemeinsamen Miteinander geben, auf gar keinen Fall dürfen Teenies dominieren.
Elternschlafzimmer ist tabu und Ende, das wird jetzt akzeptiert.
Was daran nicht verständlich und nachvollziehbar ist, ist mir wiederum nicht verständlich.
Das Zimmer des Teenies wäre für mich ebenfalls nicht zu betreten, dort habe ich nichts verloren, es ist der Rückzugsortund das akzeptiere ich.
Das ist folgerichtig für mich und stimmig.

#507


M
@Fenjal
Zitat von Fenjal:
unser gemeinsames Schlafzimer mit seinem eigenen verwechseln?

Wie kommst du darauf, dass es ein gemeinsames Schlafzimmer ist und du im Haus deines Partners Regeln im Umgang mit seinen Kindern bestimmen darfst? Wie war das nochmal mit Grenzen respektieren?

Solange die TE weder dort wohnt noch Mutter des Kindes ist, kann sie das Schlafzimmer ihres Partners nicht automatisch zu ihrem exklusiven Raum erklären. Es ist sein Zuhause und sein privater Bereich. Die Grenzen setzt am Ende er selbst.

Dass seine Tochter gelegentlich dort schläft, macht sie noch lange nicht zur „Ersatzpartnerin“ und bedeutet auch keine „vertauschten Rollen“. Diese psychologischen Vorurteile wirken auf mich nicht lebensnah, so lange wir nichts genaueres wissen.

Die eigentliche Grenzüberschreitung sehe ich darin, fremde Familienmodelle bewerten zu wollen, nur weil sie nicht dem eigenen Ideal entsprechen.

Beziehungen brauchen vor allem Vertrauen und Natürlichkeit, keine Durchsetzungen und Analysen bis zum Erbrechen.

x 8 #508


tauris
@Manchmal_Hexe
Zitat von Manchmal_Hexe:
Die eigentliche Grenzüberschreitung sehe ich darin, fremde Familienmodelle bewerten zu wollen, nur weil sie nicht dem eigenen Ideal entsprechen.

Das hat nichts mit dem eigenen Ideal zu tun- sondern mit Fakten, gesundem Menschenverstand und psychologischer Evidenz!
Wenn das alles nur immer Idealvorstellung sind, brauchen wir kein Psychologiestudium mehr dann brauchen wir keine Erzieher. Das kann jeder einfach so aus der la Menge machen, wie ihn gerade danach ist. wir brauchen auch keine Forschung und keine Studien, die Dinge erklären, die wir heute wissen, auf denen wir heute unsere Erziehung aufbauen

x 3 #509


FrauDrachin
Zitat von Liebeleben:
Ich hatte ja mit meinem Freund danach gesprochen und wir sind übereingekommen, dass sie nicht bei uns schlafen darf, wenn ich da bin. das wird auch umgesetzt.


Zitat von Liebeleben:
Jetzt ist es in den letzten Wochen vermehrt vorgekommen, dass sie wieder bei ihm schläft. Also sie kommt dann abends irgendwann hoch und bleibt die ganze Nacht bei ihm. Tagelang.

Ich habe jetzt nicht den ganzen Faden gelesen, und beziehe mich nur auf dein Eingangsposting.

Also, an der Frage, ist es ok, normal, grenzwertig, ungesund was weiß ich, dass Tochter beim Papa im Bett schläft, hat sich ja seit dem letzten Faden nichts geändert. Kann man offenbar so oder so sehen, wenn es für die beiden keinen Leidensdruck macht, bzw. die beiden das so für sich wollen, dann ist das erst mal zu aktzeptieren.
Du hast da letztlich nicht dreinzuquatschen, deine Entscheidung kann lediglich sein: Will ich in so einer Konstellation Partnerin sein, oder nicht.
Wenn nicht, passt du nicht in diese Familie, das ist ok.

Was du natürlich tun könntest, ist, respektvoll anzusprechen was das warum mit dir macht, und ob sich nicht Lösungen finden lassen.
Das Problem daran ist: Das hast du schon getan und es wurde auf dich eingegangen und Rücksicht genommen.
Wenn du das gleiche Problem trotzdem nochmal ansprichst, und deine Grenze jetzt enger ziehst, dann ehrst du nicht deine Seite des Deals, die war: ich bin mit dem im Vaterbett schlafen grundsätzlich fein, nur wenn ich da bin, will ich das nicht. Damit wirst du ein großes Stück Vertrauenswürdigkeit einbüßen.
Deshalb finde ich diese Lösung diesmal auch schwierig.

Vielleicht gäbe es noch ein paar niederschwelligere Ansätze, z.B. dass ihr beide euch das Gästezimmer als Liebesnest herrichtet, und damit dem Konflikt ausweicht. Oder du beziehst eben kurz das Bett, wenn du kommst und/oder gehst und schaust, dass verfängliche Dinge weggeräumt sind. Finde ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht sooooo viel verlangt.

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A


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