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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

Fenjal
Zitat von Manchmal_Hexe:
Die eigentliche Grenzüberschreitung sehe ich darin, fremde Familienmodelle bewerten zu wollen, nur weil sie nicht dem eigenen Ideal entsprechen.

Wie soll denn hier die Paarbeziehung dMn aussehen.
Der Teenie äussert Wünsche, Papa nickt ab und die Te hat zu schweigen und ihnen nachzukommen?

Wenn das so läuft, dann sollte dieser Mann Single bleiben und erst dann, sich einer Frau zuwenden, wenn die Tochter aus dem Haus ist.
Welche Frau wird sich von einer 14 Jährigen ihre Grenzen in der Paarbeziehung ansagen lassen?
Ich glaube hier wächst etwas ins Kraut und das bringt allgemein kaum Ertrag, wenn es ans Einfahren geht.

Dieser Teenie ist auch in das Schlafzimmet gekommen, als die Te neben ihrem Partner lag ..(Te verliess daraufhin das Haus) ..und musste erst erklärt bekommen, dass soetwas nur dann geht wenn die Te nicht zu Gast ist.
Das ist schon mehr als grenzwertig mAn. wenn man eine Selbstverständlichkeit auch noch betonen muss.

x 3 #511


M
@tauris

Bitte korrigiere mich gern, falls ich da falsch liege, aber soweit ich mich aus dem Studium erinnere, arbeiten psychologische Studien vor allem mit Statistiken, Wahrscheinlichkeiten und Zusammenhängen. Nicht mit absoluten Aussagen wie gesund/ungesund und richtig/falsch in einem Einzelfall.

Gerade deshalb finde ich es schwierig, aus allgemeiner Evidenz direkt eine so klare Bewertung eines konkreten Familienfalls abzuleiten, ohne die Hintergründe zu kennen.

Das war auch mein Punkt: Dass solche Situationen oft vorschnell interpretiert werden, obwohl die tatsächliche Dynamik entscheidend ist.

x 5 #512


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

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Hola15
Zitat von Manchmal_Hexe:
@tauris Bitte korrigiere mich gern, falls ich da falsch liege, aber soweit ich mich aus dem Studium erinnere, arbeiten psychologische Studien vor ...

Es ist tatsächlich trugschlüssig hier von wissenschaftlicher Evidenz zu sprechen und es als sichere/allgemeingültige Tatsache auszugeben.

Die Thesen des Systemischen Ansatzes sind ein Konstrukt, ein Denkmodell … und es hat in der Praxis auch seine Berechtigung diese miteinzubeziehen bzw. mit diesem Ansatz zu arbeiten, insbesondere der (Frage-) Methoden.

Aber sie sind nicht die Wahrheit, selten wissenschaftlich belegt und es gibt da einige Mythen.

Vor allem bleibt die Frage der Kausalität vs der Korrelation.

Natürlich beobachten wir häufiger Familien in denen Probleme auftreten und diese „Generationengrenzen“ sehr verschwimmen. Aber die Probleme verursacht sicherlich nicht allein ein schlafen im gemeinsamen Bett.

In der Praxis erlebt man aber auch weniger die funktionalen Familien im Familienbett. Weil die einfach nicht zum Klientel gehören und man die nicht zu Gesicht bekommt.

Natürlich gibt es parentifizierte Kinder, die offen oder subtil zum Partnerersatz gemacht werden und das nicht förderlich ist.
Aber alleine die Tatsache, dass dieses Kind zu ihm kommt gibt das nicht her.

Wenn Ursache-Wirkung, ohne Kontext und andere Einflussfaktoren so einfach wäre wär das ein leichter Job.

x 6 #513


GreenTara
Zitat von Fenjal:
Wie soll denn hier die Paarbeziehung dMn aussehen.
Der Teenie äussert Wünsche, Papa nickt ab und die Te hat zu schweigen und ihnen nachzukommen

Hier war es aber so, dass die TE beanstandet hat, Papa nickt ab, und Teenie akzeptiert.
Und schwupp, ist es auf einmal die Bettwäsche.
Und der Nachschlag steht auch schon bereit: Ich finde es ja nicht normal in dem Alter ..... .
Wo im ersten Thread ja noch soviel angebliches Verständnis vorhanden war.
Selbst wenn man für sich das Thema nicht gut findet, diesem Stückchenweise bestimmen wollen, würde ich sofort einen Riegel vorschieben als Vater. Und als Partner!

x 7 #514


Winza
Zitat von Inexplicitus:
Sie ist nicht die Mutter, und somit muss sie sich erstmal den Respekt und ihren Platz in diesem Gefüge in das sie vordringt verdienen

Und wie soll dieses "verdienen" aussehen?
Alles verstehen, aushalten, mitmachen?
Steigt sie damit dann Stufen auf?

Zitat von tauris:
Eine Partnerschaft auf Augenhöhe beginnt mit dem gegenseitigen Zugeständnis: ‚Ich will dich an meiner Seite, und ich schaffe dir den Raum, den du brauchs

Genau.
Der Vater hat sich in sie verliebt.
Er will sie in seinem Leben haben.
Aber einen Platz darf sie nicht beanspruchen?

Zitat von tauris:
Wenn ein Partner sich seinen Platz und Respekt erst ‚verdienen‘ muss wie ein Bittsteller an der Burgmauer, dann ist das keine Einladung in ein gemeinsames Leben, sondern eine Prüfung auf unbestimmte Zeit

Und das kann sich dann so entwickeln, dass es so bleibt wie es jetzt ist.

Zitat von Plentysweet:
Wäre ihm seine Partnerschaft wichtig, würde er das, aus meiner Sicht heraus, auch tun und Grenzen setzen.

Eben.

x 2 #515


Hola15
Ich glaube dass das hier auch so auseinanderläuft, weil hier unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Grundannahmen lesen.

Die einen gehen mit der Vorstellung ran, dass eine Familienzusammenführung stattfinden soll, für die anderen ist nie was anderes als ein Living-apart-together vorgesehen.

Welche Vorstellungen TE dazu hat wissen wir leider nicht. Oder ich hab’s übersehen.

x 1 #516


Ragna
Bin gespannt was der erste Freund dazu sagt wenn sie mit 15-16 immer noch in Vaters Bett übernachtet....

x 2 #517


Plentysweet
Zitat von Ragna:
Bin gespannt was der erste Freund dazu sagt wenn sie mit 15-16 immer noch in Vaters Bett übernachtet....

Naja, sowas kann sich dann natürlich auch ganz schnell ändern.
Aber das bringt auch nichts, darüber jetzt zu spekulieren.

Das Problem ist ja der Jetzt- Zustand.
Ich las gerade nochmal den Eingangspost. Da schrieb Liebeleben, der Vater würde die " Nähe genießen". Also, das halte ich schon für bedenklich. Auch gerade in dem Alter der Tochter. Seine Partnerin sollte ihm körperliche Nähe spenden, aber doch nicht sein Kind.
Ich verstehe die TE total gut!

x 2 #518


A
Zitat von Ragna:
Bin gespannt was der erste Freund dazu sagt wenn sie mit 15-16 immer noch in Vaters Bett übernachtet....

Deine Vorstellung entbehrt jeglicher Grundlage .

x 2 #519


Ragna
Zitat von Abendrot:
Deine Vorstellung entbehrt jeglicher Grundlage .

Das sie einen Freund hat oder das sie mit 15 noch beim Vater im Bett nächtigt?

x 1 #520


GreenTara
Zitat von Plentysweet:
Da schrieb Liebeleben, der Vater würde die " Nähe genießen".

Darf ein Mann die emotionale Nähe zu seinem Kind nicht genießen? Er ist es doch gerade, der seinem Kind Schutz und Halt geben kann, weil von der Mutter da ja nichts kommt. Sonst würde es vielleicht mit in deren Bett liegen. Und sich dort wegen der zerrissenen Familie Trost geben lassen.
Ich dachte, das wäre schön für einen Mann, seinem Kind die benötigte Geborgenheit geben zu können.

x 4 #521


Plentysweet
Zitat von GreenTara:
Darf ein Mann die emotionale Nähe zu seinem Kind nicht genießen

Er genießt aber die Nähe, wenn die Tochter bei ihm im Bett ist und das finde ich bedenklich.

x 3 #522


Plentysweet
Zitat von Liebeleben:
Also sie kommt dann abends irgendwann hoch und bleibt die ganze Nacht bei ihm. Tagelang.

Er findet, das super, genießt die Nähe und freut sich, dass seine Tochter noch zu ihm ins Bett gekrochen kommt. Ich finde das mit fast 14 allerdings etwas strange.

@GreenTara

#523


FloraVita
Zitat von Fenjal:
Ich habe keine Kinder, wenn ein möglicher Partner Vater wäre und er signalisiert mir, dass er und ich als Paar nicht gemeinsam dieselben Wegweiser für ein Kind setzen, würde ich mich verabschieden.


Und ich dem Vater das Sorgerecht entziehen, wenn er das zulassen würde...wenn ich könnte Augenrollendes Gesicht

x 1 #524


A
Zitat von Plentysweet:
Er genießt aber die Nähe, wenn die Tochter bei ihm im Bett ist und das finde ich bedenklich.

Was genau ist daran bedenklich ?
Welche Gedanken hast du dazu ?

x 3 #525


A


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