Zitat von Trust_him: Er soll schon wissen, dass mich das noch beschäftigt. Zumindest, wenn es mich so beschäftigt, dass ich alleine keinen Haken dranmachen kann.
Was konkret müsste sich ändern, damit Du einen Haken dran machen kannst?
Ist "Abhaken" (im Sinne von Vergessen) überhaupt eine realistische Option?
Es soll sich ja nicht wiederholen. Daher ist doch klar, dass Vergessen nicht in Frage kommt. Das höchste der Gefühle dürfte also sein, daß Ihr zwei Euch mit der tieferen Bedeutung auseinandersetzt, die die Affäre für jeden von Euch hatte, hat und künftig - in Eurer Erinnerung - haben wird, um dann miteinander zu klären, wie Ihr nach dieser Explosion eine neue Beziehung miteinander aufbauen wollt, was Euch dabei wichtig ist und welche Ziele Ihr damit jetzt verfolgt.
"Abhaken" kann IMO allenfalls bedeuten, daß Ihr nicht nur die Affäre, sondern auch Eure alte Hauptbeziehung bewusst sterben laßt, um stattdessen eine neue Partnerschaft miteinander einzugehen, die sich im Lauf der Zeit immer weiter von den Grabmalen fortentwickelt, unter denen Ihr Affaire und Altbeziehung gemeinsam beerdigt habt.
Mit jedem Schritt, den Ihr als neugegründetes Tandem jetzt weiterfahrt, vergrößert sich diese Distanz. In ein paar Jahren blickt Ihr zwar - mittlerweile aus weiter Ferne und entsprechend verschwommen - zwar immer noch manchmal auf die verwitterten Grabsteine zurück, aber mit zunehmendem Gleichmut. Denn bis dahin sind andere Dinge wichtiger geworden bzw. neue Erinnerungen entstanden, die das überlagern, was da auf dem Friedhof verrottet.
Oder wie stellst Du Dir das "Abhaken" vor?