Hallo Megeas,
ich weiß nicht, ob du Sport machst oder etwas anderes, bei dem du dir ein Ziel gesetzt und es auch erreicht hast. Überlege doch mal da, wie du das erreicht hast und wende es auf dein Leben an.
Du hast ganz am Anfang deines Stranges geschrieben, dass du dir wünschst, im Leben anzukommen. Jeder versteht darunter etwas anderes, ich verstehe darunter versöhnt zu sein und im Inneren Frieden zu fühlen, unabhängig davon, was im Außen passiert. Aber das Megeas, das ist Olympia.

Ankommen, Frieden fühlen - viele Menschen kommen da gar nie hin, wenn, dann erst in ihren späten Jahren.
Du siehst es schon einmal als Wert an, Frieden zu fühlen, das ist schon einmal gut und du stellst fest, dass du noch ganz weit davon entfernt bist. Auch eine gute Erkenntnis. Auf die Frage, wie man da hinkommt, gibt es zig Antworten. Manche wachsen Stück für Stück an Herausforderungen, andere brauchen ein einziges Erlebnis, um ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, wieder andere stolpern unbewusst und unbeholften durchs Leben und machen dabei auch ihre Erfahrungen, manche kommen nie dort an, sterben verbittert und unversöhnt. Man sollte das nicht werten, denn wir alle geben unser Bestes. Kein einziger von uns würde doch mit voller Absicht das eigene Leben sabotieren. Wir machen es, so gut wir können.
Das ist, was du hier eigentlich fragst: "Wie kann ich es besser machen? Ich habe eine Vision, wie komme ich dahin?"
Kommen wir zurück zum Sportler, der sich ein großes Ziel setzt. Was wird passieren, wenn ihm heute einfällt, dass er bei Olympia mitmachen will und morgen als Erstes mit Stabhochsprung anfängt? Er wird sich den Hals brechen

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Zuerst musst du eine Basis schaffen. Und die ist, wie du selbst schon gemerkt hast, deine körperliche Verfassung. Wenn du dich müde und körperlich erschöpft durch den Tag kämpfst, ist das keine gute Basis, um auf der Leiter weiter nach oben zu klettern. Setze dir doch erst einmal dieses Ziel: Ich möchte körperlich fit und ausgeschlafen sein. Ernähre dich gesund, mit viel Obst und Gemüse, bewege dich und schlafe wieder in relgemäßigem Rhythmus. Lege alle anderen Themen auf Eis, lass Gedanken kommen und gehen, sage dir selbst: ich sehe alle diese Themen, aber jetzt nehme ich mir erst einmal Zeit für meinen Körper, für meine Basisstation, um das andere kümmere ich mich später.

Du wirst sehen, wenn man auf einen gesunden Lebensstil achtet, wenn man sensibel dafür wird, was einem gut tut, dann beruhigt sich auch der Geist. Das heißt nicht, dass die Themen, die dich jetzt noch so beschäftigen, nicht mehr da sind, aber man ist focussierter, gesammelter, sieht die Dinge klarer, man wird auch sanftmütiger. Man hat dann viel stärkere Ressourcen, um sich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Das ist meine Erfahrung.
Das ist der erste wesentliche Baustein: der Körper. Dann der zweite Baustein: dein Geist. Es macht einen Unterschied, ob man 6 Stunden am Tag Egoshooter zockt (nur ein Beispiel, ich meine nicht dich persönlich!), oder ob man z.B. in dieser Zeit ein gutes Buch liest bzw. ein Hörbuch hört oder in der Natur ist. Nähre auch deinen Geist bzw. deinen Verstand mit guter Nahrung.
Und dann gibt es da noch das Seelenleben und die Gefühlswelt. Das Seelenleben wird viel ausgeglichener sein, wenn du auf Körper und Geist achtest. Aber, wenn du wissen möchtest, wie du deine Seele und dein Herz nähren kannst, wie du bekommst, wonach du dich sehnst, dann kann ich dir einen Trick verraten

: Gib dem anderen das, was du dir selbst wünschst. Probiere es aus, im Kleinen. Geh mal mit freundlichem Blick in eine Bäckerei und beobachte, was passiert. Was du bekommen willst, das musst du erst selbst geben. Ja, ich weiß, gerade in der Liebe geht das nicht immer auf. Ich gebe Liebe und Vertrauen und bekomme Verrat und Betrug zurück. Das passiert, das tut sehr weh und trotzdem es ist der einzige Weg. Man kann nicht mit verschlossenem Herzen ein erfüllltes Leben führen. Menschen, die ihr Herz verschließen, verbittern und sind einsam.
Sorge gut für dich, beginne mit dem Körper. Wenn du gut für dich sorgst, dann kommst du heraus aus der Bedürftigkeit, dann wirst du dich fast schon automatisch liebevoll abgrenzen können, gegenüber Menschen, die dir nicht gut tun. Dadurch bleibt dir viel Leid erspart. Gut für sich selbst zu sorgen, das ist das Wichtigste. Fang einfach damit an, Schritt für Schritt...nicht alles auf einmal. Sorge für eine gute Basis.