Passion1
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Danke, dass ich mich zu euch gesellen darf.
Wo fange ich an?
Ich bin 30 und eine alleinerziehende Mutter eines 8 Jährigen Kindes.
Die Beziehung zum Kindsvater ging in die Brüche, als er mich betrog, aber es lief von beiden Seiten schon lange nicht mehr gut. Ich nahm es ihm nicht übel und liess ihn los.
Er ist zu seiner Geliebten gezogen und sie leben noch heute zusammen.
Ich war erleichtert, dass er mir die Entscheidung abgenommen hatte.
Ich bin nun seit 4 Jahren Single.
Gehe Männern ehrlichgesagt aus dem Weg, so gut es geht.
Einerseits habe ich zu hohe Ansprüche und ich finde an jedem etwas auszusetzen.
Das war vorher nicht so, ich war früher kompromissbereiter.
Da ich schon Mal mit meinem Ex einen groben Fehlgriff gemacht habe, schaue ich zu genau hin und lasse mich leicht von Kleinigkeiten abstossen.
Nun verreiste ich letztes Jahr mit einer guten Freundin und lernte einen Mann unterwegs kennen.
Wir verstanden uns super.
Dann verabschiedeten wir uns und er ging mir schon da nicht aus dem Kopf.
Zu Hause angekommen bekam ich eine Nachricht auf Facebook.
Er hatte mich auf Facebook gesucht und mir mitgeteilt, dass ich ihm nicht aus dem Kopf gegangen wäre.
Wir schrieben hin und her und ich fand heraus, dass er auch ein Kind hatte.
Wir wollten uns treffen, da er geschäftlich oft in meiner Nähe war.
Mindestens 1 Mal die Woche.
Er wohnt nämlich ca 500km entfernt.
Das klang schon fast zu perfekt um war zu sein.
Natürlich musste es aber einen Hacken geben.
Als ich ihn fragte, wie lange er getrennt sei, gab er zu, dass er noch in einer Beziehung mit der Kindsmutter wäre.
Das hat mich schon getroffen, weil wir bereits 2 Wochen hin und her geschrieben hatten und er nichts davon erwähnt hatte.
Ich konnte nicht wütend auf ihn sein, weil ich ja erst so spät nachgefragt hatte. Ich nahm einfach an, er müsste doch Single sein, wenn er mich extra sucht.
Vielleicht weil ich selber grundsätzlich treu bin, denke ich, dass man als vergebener Mensch sowas nicht macht.
Ich teilte ihm sofort mit, dass wir Freunde sein können, aber es besser wäre, wenn wir uns nicht treffen solange er in einer Beziehung wäre.
Auch wenn es mir verdammt schwer fiel, da ich wirklich dachte, es könnte was werden.
Ja es klingt kitschig, aber ich dachte diese Begegnung war vom Schicksal bestimmt. Denn er hat das was ich suche.
Er versuchte mich Monatelang zu überzeugen, dass er nicht glücklich wäre mit ihr und wir uns freundschaftlich treffen könnten, um uns besser kennenzulernen.
Ich wollte das aber nicht.
Ich hatte angst mich zu verlieben und dass er sich dann nicht von seiner Freundin trennen würde.
Ich habe mich immer noch nicht mit anderen Männern getroffen, obwohl ich die Gelegenheit dazu gehabt hätte.
Den Kontakt haben wir gehalten aber rein freundschaftlich.
Immer wenn es über das Freundschaftliche hinaus ging, blockte ich ab und meldete mich dann längere Zeit nicht mehr bei ihm.
Er schrieb z.B., dass ich die Schönste für ihn sei und er immer an mich denken muss. und noch mehr.
Es lief immer darauf hinaus, dass er mich sehen möchte. Da musste ich immer das Gespräch beenden.
So, und nun hat er sich in letzter Zeit noch mehr gemeldet.
Ich dachte dann, ok, was soll dabei sein, wir können ja nur etwas trinken gehen.
Ich weiss selber nicht, wieso ich plötzlich nachgegeben habe.
Immerhin war ich 1 Jahr stark.
Wir trafen uns und er hielt meine Hand,
diese liess ich gleich los.
Er machte es mir nicht einfach, denn immerhin liess ich 4 Jahre keinen Mann mehr an mich heran (auch keine ONS).
Dadurch war ich hin und her gerissen.
Einerseits fühlte ich mich wohl in seiner Nähe und andererseits wusste ich, der Mann hat eine Freundin.
Wir verbrachten einen schönen Tag miteinander. Irgendwann schauten wir uns in die Augen und ich liess es zu, dass er mich küsste.
Ich ging dann mit auf sein Zimmer, um mein Handy zu laden und wir wollten auch gleich wieder aus dem Zimmer raus, um etwas trinken zu gehen.
Dort ging es dann aber weiter mit leidenschaftlichen küssen.
Er war nicht drängend und wir haben uns lange und zärtlich geküsst.
Plötzlich kam meine Vernunft wieder zum Vorschein und ich stiess ihn von mir.
Ich fragte mich welcher Teufel mich geritten hatte und wollte nur noch weg.
Das war nicht ich.
Ich teilte ihm mit, dass mir das zu schnell ging und ich nicht ausblenden könnte, dass er eine Freundin hat.
Er reagierte verständnisvoll und brachte mich zum Bahnhof.
Dort umarmte ich ihn zum Abschied.
Er atmete tief ein und aus bevor ich ging und er sah gar nicht gut aus.
Er schrieb mir dann eine Nachricht, ob ich gut nach Hause gekommen wäre.
Diese beantwortete ich höflich.
Ich teilte ihm sofort mit, dass ich die Zeit mit ihm genossen habe, wir uns aber nicht mehr treffen könnten.
Da ich keine Männer teile und eine seriöse Beziehung irgendwann möchte.
Und das ich ab jetzt mein Leben habe und er seins.
Das fiel mir wirklich schwer aber ich musste es tun.
Es folgten dann jeden Tag Nachrichten von ihm, dass er mich sehr mag und umarmen möchte und traurig wäre, dass er mich nicht mehr sehen könnte.
Er lässt sich jeden Tag andere Dinge einfallen, die er mir schreibt.
Ich beantworte inzwischen seine Nachrichten nicht mehr.
Denn ich habe schon genug Schaden angerichtet.
Es fällt mir schwer.
Ich muss Tag und Nacht an ihn denken.
Denn ich weiss, wie es ist in einer Beziehung zu sein, wegen dem Kind.
Hätte mein Ex mich nicht betrogen, dann hätte ich mich wohl nie getraut mich zu trennen.
Ich hätte mir nie anhören wollen, "Mama wegen dir ist Papa weg."
Aber ich fühlte nichts mehr.
Und deswegen glaube ich diesem Mann, wenn er sagt, dass er nur wegen dem Kind bei seiner Freundin bleibt.
Mir ging es genau gleich.
Ich fragte mich täglich beim Aufwachen, was dieser Mensch in meinem Bett macht. Als wäre er ein Fremder.
Es ist immer einfach zu anderen zu sagen: " Warum trennst du dich nicht, wenn du unglücklich bist."
Die Schuldgefühle für sein Kind lassen es nicht zu und man gibt nach.
Ich bin froh, habe ich alles rechtzeitig abgebrochen, aber er geht mir nicht aus dem Kopf. Und ich ihm auch nicht, sonst würde er nicht ständig schreiben.
Hat jemand schon etwas ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie er/sie damit umgegangen ist?
