Zitat von Acht:So auf zwischenmenschliche Beziehungen zu schauen, halte ich für extrem ungesund.
Ich kann dir versichern, ein Mensch, der dich lieb hat, würde sich lieber selbst einen Arm ausreissen als deine Schwächen gegen dich zu nutzten und dich dann erst recht nicht noch unnötigerweise arrogant zappeln lassen und torpetieren.
Übrigens sortiere ich diese Menschen eher dauerhaft aus.
Dann bist du schon bald sehr sehr allein;-)
Nein, im Ernst: sowas passiert, ist absolut normal, wo Menschen nahe miteinander interagieren. Und je heftiger es passiert, desto mehr ist es ein Zeichen, dass meine Grenzen nicht respektiert werden. Und wie kriege ich meine Grenzen respektiert? Indem ich ehrliche authentische Reaktionen auf mein Verletztwerden zeige: weinen, leiden, jammern. Mir tut was weh. Aua! Aufhören! Das ist meine Grenze! Stopp!
Und Lilly hier fragt noch immer: WOZU soll ich zusammenbrechen? Ja, genau DAZU! Dass man erkennt, du HAST eine Grenze und die wurde empfindlich überschritten! Und das ist die Wahrheit! Du BIST verletzt, du BIST total traurig, du BIST enttäuscht. Und ignorierst das! Lebst es nicht aus. Die Wahrheit ist genau das: dass dir zum Zusammenbrechen zumute ist.
Doch nicht einmal sich selbst gegenüber will Lilly dies wahrhaben. Sie respektiert ihre EIGENE Grenze nicht! Sie handelt dagegen auch noch an! Macht sich hart, aus Angst. Wie soll es ein anderer dann tun, was sie selbst nicht tut?
Sie muss doch zuallererst die Signale ihres Körpers respektieren und sich gestatten, sie rauszuweinen, ihre Verletzung. Stattdessen fragt sie, wozu?
Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln: ja, weil alles andere extrem ungesund ist!