Hallo ihr Lieben,
ich habe schon lange überlegt mal wieder zu schreiben. Da meine Kleine Maus nun aber seit 5 Wochen auf der Welt ist, war die Zeit etwas knapp.
Ja wie geht es mir?
Ich bin sehr glücklich, dass meine Tochter gesund auf die Welt gekommen ist und wir die Geburt gut gemeistert haben. Im Kreißsaal war ich alleine und habe auch selbst die Nabelschnur durchgeschnitten.
Die Kleine ist relativ entspannt, aber trotzdem gibt es natürlich Schreiphasen und am Anfang hat es mit dem Stillen nicht so geklappt.
In diesen Momenten fühle ich mich oft sehr alleine und weine eigentlich wieder täglich. Gleichzeitig bin ich so wütend, dass ich das alles alleine machen muss, während mein Mann es sich gut gehen lässt.
In der Schwangerschaft haben wir eigentlich nur noch über E-Mail kommuniziert. Er zahlt inzwischen Unterhalt, aber nur das was sein Anwalt berechnet hat. Da es deutlich weniger ist als mein Anwalt berechnet hat, lasse ich das weiter prüfen, aber dafür fehlen noch immer Unterlagen von ihm. Hatte die letzten Wochen aber auch nicht den Nerv mich darum zu kümmern. Immerhin hat er sich um die Krankenversicherung für die Kleine gekümmert, gibt mir alle Unterschriften die ich brauche und kommt einmal die Woche für ne halbe Stunde vorbei. Wie lange das Interesse an seiner Tochter anhält kann ich nicht sagen, denn heute hat er seinen Besuch schon das erste mal abgesagt. Gibt ja wichtigere Dinge
Ich habe Unterstützung von Familie und Freunden, aber das ist natürlich trotzdem was anderes. Vor allem abends und nachts, wenn bei anderen die Männer heim kommen und auch mal was abnehmen, fühle ich mich arg verlassen. Es kommen auch immer wieder Erinnerungen an mein Zuhause und meine Tiere. Ich vermisse das alles sehr und ich bin so traurig, dass meine Maus nicht damit aufwachsen kann. Ich hoffe dass meine Gefühle noch etwas Hormongesteuert sind und schnell besser werden.
Zu allem Überfluss hatte ich letzte Woche auch noch eine Gallenkolik und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Jetzt soll ich mir zeitnah die Gallenblase entfernen lassen. Nicht ganz einfach mit voll gestilltem Säugling
Ja das sind alles Situationen, die mich immer wieder daran erinnern, dass ich allein bin. Schön sind auch immer die Gesichter der Ärzte, Schwestern und Hebammen wenn man erzählen muss, dass man nach künstlicher Befruchtung nun alleinerziehend ist.
Naja ich muss damit leben. Aber einfach ist es nicht ...