Zitat von Mohnblume_: Mein Mann findet sich toll und es hat ihn gestört, dass ich ihn nicht angebetet habe und er wollte auch, dass ich mich toll finde, was halt auch nicht geht, wenn ich nicht so fühle.
Tja - das sagt eigentlich schon ziemlich viel über die Dynamik, die sich da anscheinend 30 Jahre lang abgespielt hat. Der Mann scheint stärker narzisstisch drauf zu sein und der Umstand, dass du ihm nicht die Menge an Wertschätzung zukommen lässt, die er glaubt Kraft seiner Wassersuppe verdient zu haben, scheint über die Jahre hinweg eine Art Dauerkränkung gewesen zu sein.
Dass er sich dann irgendwann eine Andere sucht, die ihn vorbehaltlos auf jeden erdenklichen Sockel stellt, ist geradezu zwangsläufig.
Bitte nicht falsch verstehen: Das Problem liegt in erster Linie in seiner Persönlichkeitsstruktur und den Ansprüchen, die er an dich gestellt hat.
Zitat von Mohnblume_: In Summe würde ich sagen, dass ich schon immer ein guter Nährboden für Unsicherheiten war.
Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur suchen sich gerne ein unsicher-abhängiges Gegenstück, da hier weniger Widerstand zu erwarten ist, wenn es darum geht, die eigenen Ansprüche geltend zu machen.
Zitat von Mohnblume_:
Ich habe viel abgenommen. Fühle mich wohler in meinem Körper. Für mehr Selbstwert hat es trotzdem nicht gereicht.
Dafür bräuchte es in der Tat ein bisschen mehr als nur Sport.
Zitat von Mohnblume_: Er hat mir vor einem halben Jahr seine Liste gegeben, an Sachen, die ich ändern soll.
Auch das ist wieder relativ typisch: Du sollst gefälligst so werden, wie er es haben will.
Weigerst du dich, kommt Kritik, Abwertung und Manipulation und am Ende wirst du durch ein scheinbar passenderes Gegenstück ersetzt.
Zitat von Mohnblume_: Wir sind zu Eheberatung, hatten im Februar noch einen tollen Urlaub zusammen, auch noch einen schönen März und dann einen osterurlaub geplant
Nennt sich selektive Empathie: Er geht zum Schein auf alles ein, was notwendig ist, um dich erstmal im Sicherheit zu wiegen. Geh mal davon aus, dass da im Hintergrund bereits von langer Hand der Abgang vorbereitet wurde. Und dabei ist eines immer am wichtigsten: Macht und Kontrolle behalten - bis zuletzt und darüber hinaus.