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Verlassen nach fast 30 Jahren

QueenA
@Mohnblume_
Ich habe mir das gedacht und es tut mir sehr leid, dass Du gerade eine schmerzhafte Trennung durchmachst.

Wenn das leider keine Option ist mit dem Umzug und Neustart, was würde Dir helfen es besser zu ertragen, wie er sich verhält?

#256


QueenA
Zitat von Mohnblume_:
@Heloise ja, an meiner Haltung muss ich arbeiten. Aber ich sehe jeden Tag weniger Hoffnung. Ich will mich nicht in eine Klinik einweisen, aber meine ...

@mohrblume_

Es tut mir total leid, wie es dir aktuell geht. Das, was du beschreibst, ist einfach ein riesiger Verlust, nach so vielen Jahren bricht da ja nicht nur eine Beziehung weg, sondern ein ganzes Lebensgefühl. Und gleichzeitig möchte ich dir ganz vorsichtig etwas mitgeben: Du bist nicht „weg“, nur weil diese Beziehung weg ist.

Du warst vor ihm ein eigener Mensch, du warst es in der Beziehung und du bist es auch jetzt noch. Auch wenn es sich gerade überhaupt nicht so anfühlt. Das, was du gerade durchmachst, braucht Zeit. Und ja, das wird nicht linear sein, es wird Wellen geben, gute und ganz schwere Tage. Aber dieser Zustand jetzt ist nicht für immer.

Ich glaube, es wäre gerade wichtig, den Blick mehr weg von ihm und seiner neuen Beziehung zu nehmen, so schwer das ist, und ihn wieder mehr auf dich zu richten. Auf das, was du brauchst, was dir hilft, was dich stabilisiert. Du musst nicht heute wissen, wie dein Leben irgendwann aussieht. Es reicht, wenn du Schritt für Schritt wieder zu dir zurückfindest.

Und auch wenn du es gerade nicht glauben kannst: Es wird wieder leichter werden. Nicht von heute auf morgen, aber Stück für Stück. Du bist mehr als diese eine Beziehung. Auch wenn sich gerade alles danach anfühlt

Es gab hier vor mir schon pragmatische Vorschläge, getrennte Konten usw
gibt es getrennte Zimmer und im besten Fall ist er ausgezogen?

#257


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

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Heffalump
Zitat von Mohnblume_:
@QueenA weil ich hier hier (mit wenigen Ausnahmen) schon immer lebe und hier auch meine Freunde habe und den Ort/die Ortsgrößen so perfekt finde. ...

Ich konnte damals auch nicht wegziehen, also habe alle alten Möbel raus, wollte ich auch tun, wenn er geblieben wäre. Neu gestrichen sah mancher Raum schon deutlich besser aus.

ich hatte von dem großen 2x2 bett, mich verlleinert auf 1,40x2.
Auch das kam erst nach und nach

x 1 #258


VictoriaSiempre
Zitat von Mohnblume_:
Ab Mai würde auf beide Konten das Gehalt gehen und er würde die Differenz zwischen seinem und meinem auf das gemeinsame überweisen und davon würden alle Zahlungen beglichen werden.

Häh? Warum denn so eine Regelung?

Ihr könnt ja meinetwegen ein gemeinsames Konto haben, von dem bis zur Scheidung die (gemeinsamen!) Fixkosten abgehen. Ansonsten würde ich darauf bestehen, dass er die berechnete Differenz/Trennungsunterhalt auf Dein Konto überweist. Dann könnt Ihr beide monatlich einen Betrag X auf das gemeinsame Konto - das dann auch so eingerichtet werden sollte, dass es keiner von Euch ohne die Unterschrift des anderen abräumen kann! - überweisen, um die laufenden Kosten zu zahlen.

Was Ihr da jetzt geplant habt halte ich für Murks. Auf Goodwill und Fairness würde ich aktuell nicht bauen; was machst Du, wenn er einfach nicht mehr überweist?

Es ist Geld, auf das Du Anspruch hast - und das Du, falls noch nicht geschehen, dringend berechnen und fordern solltest, denn Trennungsunterhalt wird nicht rückwirkend gezahlt - und ich würde nen Teufel tun, ihm das Zepter in der Hand zu lassen.

Deinem Kontostand wird es zudem gut tun, wenn er regelmäßig mehr gefüttert wird. Wer weiß, wann Du es mal brauchst, um z. B. einen (Dispo)Kredit zu bekommen. Ihr seid getrennt - seine Entscheidung - und dann sollten auch die Finanzen sauber getrennt werden.

Zitat von Mohnblume_:
Wäre jetzt für das Trennungsjahr für mich ok, wenn ich nicht sehen würde, dass er von dem Geld seine Freundin finanziert.

Naja, das wäre aber doch dann ab Mai vorbei? Ab da müsste er ja seine Next von seinem Konto finanzieren und Du hättest keinen Überblick mehr darüber?

Die paar Tage würde ich mich nicht mehr drüber ärgern, lohnt sich nicht. Geh statt dessen auch noch mal schick essen, lade eine Freundin ein und bezahl es von dem noch gemeinsamen Konto Cooles Gesicht .

x 6 #259


M
@QueenA er hatte den Plan, einfach in den Keller zu ziehen. Das hat er dann voller Tatendrang gemacht und ist jede freie Minute zu seiner Freundin. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich und auch die Kinder das nicht ertragen und er ist ausgezogen. Hoch motiviert innerhalb von 30min.

Ich kaufe mir jetzt zeitnah ein neues Bett und baue das alte ab … zusammen mit seinem Schrank. Wenn er den Schrank und das Bett will, kann er es holen.

x 6 #260


Patrick1612
Da gebe ich den anderen recht, Veränderungen in der Wohnung hilft. Ich zb lasse alles zurück und richte mich komplett neu ein.
Auch der tägliche Ablauf, den du vorher hattest, würde ich umstellen. Einen anderen Rhythmus für dich finden.

x 2 #261


Heloise
Zitat von Mohnblume_:
Ich kaufe mir jetzt zeitnah ein neues Bett und baue das alte ab …

👍👍👍 Ein sehr guter Plan!

x 1 #262


Heffalump
Hat er noch die Schlüssel?

#263


C
Zitat von Mohnblume_:
Der Verlassene hätte jemanden verdient, der ihm die Seele streichelt und ihn in den Arm nimmt, nicht der Verlasser. Der hat doch schon, was er will.

So ticken die meisten Menschen nicht. Sie wenden sich der fröhlichen, vermeintlich unkomplizierten und "starken" Seite zu. Isso. Und ja, kann man doof finden - das wird es aber nicht ändern.

Daher mein Rat: Für Jammern und Getröstetwerden primär externe Hilfe (oder uns 😁) in Anspruch nehmen. Nach außen soweit wie möglich Stärke und Selbstbewusstsein demonstrieren. Ich weiß - am Anfang ist das zu 100% geschauspielert. Das Erstaunliche dabei ist aber: Irgendwann "fühlt" man es auch - und sich damit dann auch besser. Ist einerseits so eine Art "positive Selbstkonditionierung", andererseits erhält man mit geradem Rücken auch mehr positive Rückmeldungen von außen, die einen wiederum aufbauen.
Zitat von Mohnblume_:
ja, dass ich mit Jammern nicht weiterkomme ist mir lzu den eider bewusst. Aber ich falle da trotzdem oft genug zurück.

Das "darfst" Du auch noch, absolut. Ist ja echt noch nicht lang her - und auch nach längerer Zeit werden noch Jammer-Rückfälle kommen. Wichtig ist, dass Du parallel (auch) ins Handeln kommst - aber das ist ja der Fall.

x 6 #264


MissLilly
Zitat von Mohnblume_:
Ich kaufe mir jetzt zeitnah ein neues Bett und baue das alte ab … zusammen mit seinem Schrank.


Mach ein paar schicke Fotos und setz das ganze Zeug es bei Ebay Kleinanzeigen rein. Von dem Geld lässt du dir ne neue Frisur verpassen, gehst shoppen und gönnst dir ne Wellness Behandlung. Das ist wesentlich effektiver als zu Hause auf den abgebauten Kram oder die Kontoauszüge zu starren.

x 3 #265


Hedwig11
Zitat von Mohnblume_:
glaubst du das wirklich, dass einem das irgendwann egal wird?

Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, es wird auf jeden Fall leichter werden und stark in den Hintergrund rücken. Wenn ich ehrlich bin, ist es mir auch heute nicht absolut egal - vor allem in bezug auf die Madame. Ehrlicherweise ging es mir zum Beispiel runter wie Öl, als ich entdeckte, dass der Alte auf Datingseiten unterwegs ist und im Beziehungsstatus "Es ist kompliziert." stehen hatte. Hat sie sich verdient, die Madame, dachte ich mir. Aber ich möchte, dass mein Ex gesund bleibt und wünsche meinem Kind, dass sein Vater noch lange für ihn da sein wird.

Der Schmerz wird bei dir auf jeden Fall vergehen. Das braucht seine Zeit. Alles Schritt für Schritt. Dass du bereits Pläne hast, wie du dir das Schlafzimmer umgestaltest, ist so ein Schritt in die richtige Richtung. Zwei Freundesmileys Ich fing damals auch mit solchen Dingen an. So wurde die Wohnung allmählich zu meiner Wohnung.

Was die Leute ringsum betrifft: Da wird es mit Sicherheit auch welche geben, die ihn und die Olle kritisch sehen - die es aber natürlich nicht offen zeigen und dir gegenüber evtl auch Hemmungen haben und nicht wissen, wie sie dich ansprechen sollen. Gut ist doch, dass du eigene Freunde hast. Das hat nicht jeder. Setz dich nicht selbst unter Druck. Du bist auf dem richtigen Weg und dir wird es ganz allmählich wieder besser gehen.

x 5 #266


M
Hi,
Hoffe, ihr hattet alle einen schönen oder möglichst guten sonnigen Tag.

Ich war gestern Abend noch bei den Nachbarn, mit denen wir sonst immer was zu sechst gemacht haben. War ein schöner Abend und mein Sohn hat sich sogar mit dazu gesetzt, was er früher nie gemacht hätte.
Heute Morgen hab ich dann 3 Stunden mit Charakter diskutiert, welche Variante für die Finanzen besser ist:
1. jeder behält gleich viel Geld. Rest gehr auf gebundenes Konto
oder:
2. ich mach gleich alles offiziell mit Unterhalt und Trennungsuntwehalt.

Rechnet einem das ein Anwalt vor, was da besser für mich ist. Wir haben einen Überziehungskredit auf dem Konto, Wenn der dispo mit dem Geld, das er auf das Gemeinschaftskonto bezahlt reduziert wird, dann scheint das ja ein Nachteil für mich zu sein. Kann mir das einer erklären.

vom Gefühl her, würde ich gerne gleich alles trennen. Aber was sind die Gründe, die für das gemeinsame Konto sprechen?

Heute hatte ich ansonsten dann bis 16 Uhr einen guten Tag. Das Gespräch mit Chat gpt hat geholfen. Dann ab 16 Uhr hat es mich wieder voll erwischt und ich bin aus dem Loch nicht rausgekommen.

Jetzt liege ich im Bett und hoffe auf den erlösenden Schlaf.

Danke fürs Zuhören/Lesen

x 2 #267


M
Und noch eine Frage.
Chatgpt hat mir gesagt, dass es wenig Sinn macht, wenn ich im Trennungsjahr mehr arbeite, weil ich dann nur einen Stundenlohn von 8 Euro hätte und eigentlich nur dafür arbeite, dass mein NM weniger zahlen muss.
Psychologisch gesehen, macht es für mich natürlich Sinn, mehr zu arbeiten und erhöht ja auch die Chance, dass ich in 6-7 Jahren, wenn er nix mehr zahlen muss, auf eigenen Beinen stehen kann.
Wie seht ihr das?

#268


H
Guten Abend, liebe @mohnblume. Ich möchte Dir empfehlen, diese Fragen mit einem Anwalt/in für Familenrecht zu klären. Aus meiner Sicht und Erfahrung macht Kindes- und Trennungsunterhalt Sinn. Gen Ende des offiziellen Trennungsjahres solltest Du wenn möglich Vollzeit arbeiten können.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und viel Kraft. In solch einer Zeit wächst man häufig über sich selbst hinaus. Mein größter Lernerfolg war es, 100% für mich einzustehen. Dies hat mich viele Tränen gekostet, weil ich nie dachte, dass es derart nötig werden würde.

Durch eine Trennung verändert sich der Mensch, den mal geliebt hat oder noch liebt und man selbst tut es auch.

x 2 #269


RoteTablette
Zitat von Mohnblume_:
Chatgpt hat mir gesagt, dass es wenig Sinn macht, wenn ich im Trennungsjahr mehr arbeite, weil ich dann nur einen Stundenlohn von 8 Euro hätte und eigentlich nur dafür arbeite, dass mein NM weniger zahlen muss.

Konkret: Solange du weniger verdienst als dein Mann, bleiben dir von jedem mehr verdienten Euro nur 50 Cent, weil der Verdienstunterschied ausgeglichen wird. Kein gutes Geschäft, aber besser als nichts, besonders, wenn es deiner Karriere nützt.
Zitat von Mohnblume_:
Psychologisch gesehen, macht es für mich natürlich Sinn, mehr zu arbeiten und erhöht ja auch die Chance, dass ich in 6-7 Jahren, wenn er nix mehr zahlen muss, auf eigenen Beinen stehen kann.
Wie seht ihr das?

Wenn du in deiner Arbeitsstelle (oder wo immer du dich dann siehst) entsprechende Möglichkeiten hast, macht das unbedingt Sinn!

Ganz abgesehen davon würde dich mehr Arbeit vielleicht auch vom Grübeln ablenken. Das Grübeln kann ich gut verstehen, aber du weißt ja selbst, das bringt dich nicht weiter.

Ich kenne hier natürlich nur das, was du über dich und deinen Mann geschrieben hast. Seine Seite würde sich sicher ganz anders anhören. Aber ich habe auf Grund deiner Schilderung eine Ahnung, was seine Beweggründe gewesen sein mögen; als (älterer) Mann kann ich das sicher leichter nachvollziehen als es eine Frau könnte. Was soll ich dazu sagen? Er fand offenbar in der Ehe keine Erfüllung. Ich denke, er fühlte sich als Mann nicht "gesehen" und anerkannt; der Sex (oder eher das Fehlen desselben) wird eine große Rolle gespielt haben. Ohne das kann sich eine Ehe schnell wie eine Wohngemeinschaft anfühlen. Es ist schwer zu beschreiben. Offenbar wollte er nicht mehr so weitermachen; er wollte "noch was vom Leben haben". Das war ein Prozess, der sich sicher schon seit vielen Jahren angekündigt hat; das kann dir eigentlich nicht entgangen sein, aber du hast die Bedeutung unterschätzt. Die Paartherapie war nur der letzte Sargnagel, sozusagen ein letzter Versuch, dem er aufgrund der Erfahrungen bis dahin von vornherein keine großen Chancen eingeräumt hat. Seine Geduld war am Ende.

Nützt dir alles nichts, ich weiß. Aber trotzdem hast du mein Mitgefühl, wirklich. Ich wünsche dir, dass du bald wieder zu dir und zu neuem Glück finden mögest.

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