Löwenzeh
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Zitat von Mohnblume_:Er zerstört mich
LASS dich nicht zerstören.
Komm in den Kampfmodus.
Bei mir passiert das ganz ohne mein Zutun (obwohl ich mich gedanklich auch oft selbst in diese Richtung bugsiere und ich glaube, das habe ich als depressive Jugendliche so konditioniert, weil ich diese grundlose, unendliche Traurigkeit nicht ertragen und verstanden habe):
Wenn die Trauer zu groß wird, schlägt sie in Wut um - und mit Wut kann ich leichter umgehen.
Selbst wenn ich dann lieber traurig sein wollte (weil traurig passiver ist und ich nicht aktiv werden mag):
Ich kann nicht wütend sein, wenn ich traurig bin.
Und andersherum ebenfalls:
Ich kann nicht traurig sein, wenn ich wütend bin.
Aber ich komm nicht in die Wut, wenn ich gedanklich an meinem Verhalten zweifle. Wenn ich Fehler bei mir suche. Wenn ich mich frage, warum der andere macht, was er macht.
Solange du traurig bist und dich mit deinen Gedanken dort festhältst (und natürlich kommen sie von ganz allein, aber sobald sie da sind: Widerspruch einlegen! Sich selbst laut widersprechen und den Gedanken revidieren) also, solange du am "Trauergut" festhältst, solange kannst du nicht wütend werden.
Und du solltest wütend werden. Dir würde übel mitgespielt. Und du hast ihn den Kahn steuern lassen, hast vertraut und geglaubt und nun sinkt der Kahn.
Was ist da die logische Konsequenz?
Zitat von Mohnblume_:Werfe ich mich dann vor das nächste Auto, damit der Schmerz aufhört?
Nö? Was kann denn der arme Autofahrer für das Ganze?
Ja, schön, dein Leid endet und deine Verantwortung.
Bürdest du das aber nicht nur jemand anderem auf?
Mir haben diese Gedanken geholfen, mich nicht umbringen zu wollen und mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Pack es an. Geht auch mit Tränen in den Augen. Aber mit Wut im Bauch geht es zügiger voran.
Du schaffst das.
Nimm dir was ganz kleines vor heute, was dich ein Stück voranbringt.
Behandele dich selbst so, wie du von anderen behandelt werden willst. Oft sind wir mit uns selbst viel strenger.