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Verlassen nach fast 30 Jahren

Heffalump
Die Frau ist süß und nett, weil beide miteinander keinen Alltag haben, das gibt sich noch

x 2 #556


K
@Mohnblume_
ich werde auch von selbigen Emotionen geflutet.
Das Gefühl diese keinen Tag länger auszuhalten.
Ich bin neu im Forum und werde ein bisschen bei dir mitlesen.

x 7 #557


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

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C
Zitat von Mohnblume_:
Hi, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Mein Sohn hat das mit dem kurzfristigen absagen relativ gechillt aufgenommen. Da haben sich meine ...

Wie gruselig. Sei froh, dass du den Kerl los bist und nicht noch weitere 30 Jahre "süß und lieb" sein musst.

x 4 #558


M
Zitat von Mohnblume_:
Jetzt fühle ich mich wieder sehr sehr traurig.

Schade, aber ich hoffe, Du kannst eines Tages dein großes Bett genießen.

Zitat von Mohnblume_:
Ich glaube es trifft mich noch mehr, weil ich seine Abweisung auf mich übertrage und da in mir der Verlust/das nicht genug sein „getriggert“ wird. Was ich die letzen Wochen verstanden habe, ist, das unser Ehe schon lang davor geprägt war, was ich versucht habe, die Dinge zu ändern, die er anders wollte oder Dinge zu tun oder zu sein, wie er will, damit er bei mir bleibt und mich liebt und Frieden. Harmonie und Ruhe herrscht. Hat das geklappt, habe ich positives Feedback bekommen und habe mich sicher gefühlt. Hab ich mich anders benommen oder war anstrengend, hab ich auch direkt Feedback bekommen. Ich habe also erfolgreich und weniger erfolgreich versucht „richtig“ zu sein. Er nennt das „süß sein“. Und diese Bestätigung fehlt mir jetzt. Ist vielleicht auch Teil des Problems.

Der Mann hatte viel zu viel Macht über Dich. Du warst in der Ehe darauf konditioniert, für Harmonie, Übereinstimmung zu sorgen, damit er bei dir blieb und dich scheinbar liebt und für "gut" befindet. Eine Beziehung, in der Anpassung und Bestätigung durch ihn eine zu große Rolle spielten. Deine Aufgabe war es, nett, unproblematisch, "süß" zu sein (dieses Wort kotzt mich bei erwachsenen Frauen richtig an!) und dann bekamst du deine Nahrung in Form von Bestätigung. Du wurdest von ihm in eine Rolle gedrängt, in die du dich gefügt hast. Unterordnung, Stillschweigen, Harmoniebestreben - ist das eine Ehe, in der sich jeder wohl fühlt und jerder sein kann, wie er ist?

Du hast jetzt die einmalige Chance, authentischer zu werden und nach deiner Facon zu leben und tust dich schwer damit. Denn das positive Feedback fehlt. Ich finde, das solltest du dir selbst mal geben. Auf das Feedback eines Mannes, der dich lobt, WENN du süß bist, was ja eher was Kindliches an sich hat, kannst du echt verzichten. Denn das Lob ist an eine Bedingun geknüpft. Und wenn du mal nicht süß warst, was dann? Hat er dich wahrscheinlich flugs wieder in deine alte Rolle gedrängt.

Ein Partner hat dich nicht zu bewerten wie ein Gerät, merk dir das für den Rest deines Lebens. Wenn er damit anfängt, wird es Zeit, Grenzen zu ziehen. Du bist nicht auf der Welt, um es ihm bequem und unproblematisch zu machen.

Wie wäre es mal zu schauen, ob nicht auch Krallen Teil deiner Person sind? Die wurden zwar erfolgreich eingezogen, denn sie wurden ja nicht gebraucht, um selbstständig zu leben, sondern angepasst. Aber sie könnten ja doch da sein und mal ausprobiert werden.

Und deine Bemühungen, "richtig" zu sein, was ja schon wieder eine Bewertung beinhaltet, waren doch nicht von Erfolg gekrönt. Du warst selbstverständlich, anpassend und wie ein Hündchen, das gelobt werden will. Mach mal Männchen, brav, dafür kriegst du jetzt einen kleinen Leckerbissern, ja, du bist eine Gute und Liebe.

Das ist doch kein Leben, was du dort hattest. Nimm die Herausforderung an, das Liebsein auch mal abzulegen und dich selbst zu finden. Dich selbst, gab es diese Person überhaupt? Wenn Jemand oft schon in der Kindheit drauf getrimmt wird, lieb, nett und unproblematisch zu sein, wird ein anderer Teil der Person unterdrückt und weggeschoben. Ich darf das nicht, ich muss ja so und so sein, damit ich geliebt werde.
Und später hängt man sich dann an einen Mann, bei dem das erlernte Programm weiter abgespult wird, denn nur wenn man angepasst, lieb und nett ist, ist man was wert.
Ich bin lieb und harmoniesüchtig, ergo werde ich geliebt und gelobt und fühle mich sicher. Bin ich das nicht, werde ich nicht geliebt und gelobt, sondern in die Ecke gestellt, gemaßregelt, also quasi bestraft. Dafür dass man so war, wie es einem zumute war.

Ich kenn das auch von mir. Die Erziehungsmethode meiner Mutter war genauso. Sei so wie ich dich haben will, dann bin ich zufrieden mit dir und du bekomst Lob und Bestätigung, vorausgesetzt ich bin gerade so aufgelegt. Wenn nicht, wirst du bestraft und in eine Ecke gestellt, weil du eben nicht lieb genug warst. Die Einsamkeit, die ich dann oft fühlte, verfolgte mich über Jahre. Nur nicht anecken, nicht authentisch sein, immer freundlich sein und keine Probleme machen, das ist ein erlerntes Programm.
Und das nimmt man ins Erwachsenenleben mit.
Ich habe das ziemlich abgelegt, denn es kommt mir unwürdig vor und unterwürfig. Ich bin erwachsen und nicht (mehr) auf der Welt, um möglichst everybodies darlfing zu sein. ich darf wütend werden, ärgerlich, ungehalten und ich verteidige meine Selbstständigkeit, ich darf Ecken und Kanten zeigen, denn auch das gehört zum Menschsein.

Werde selbstständiger und steh zu deinen Gefühlen, auch wenn sie nicht positiv sind. Für das dauernde Gutsein gibt dir keiner was, am wenigstens dieser Mann, der dich in die Rolle der "Süßen" gedrängt hat und in die du dich klaglos gefügt hast. Selbstständigkeit, die Entwicklung eigener Interessen und Vorlieben bleiben dabei auf der Strecke. Das kannst du jetzt nachholen.
Ganz ehrlich, ich freue mich für dich, dass du diesem Marionettentheater entronnen bist. Mach was draus, auch wenn es anfangs schmerzt und ängstigt und du glaubst, dass Einsamkeit ab jetzt dein stiller Begleiter sein wird.
Mach doch mal eine Reise. nur ein paar Tage, ganz allein. Ein Wohlfühlressort oder ein Großstadttgrip, der eine Herausforderung darstellt. Beweise es dir, dass du es auch allein kannst..

x 3 #559


M
Zitat von Margerite:
Schade, aber ich hoffe, Du kannst eines Tages dein großes Bett genießen. Der Mann hatte viel zu viel Macht über Dich. Du warst in der Ehe darauf ...

Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast, so ausführlich zu antworten.

Ich hänge auch nach 3 Monaten in der Vergangenheit fest. Wenn ich so drüber nachdenke, wie die ersten Wochen waren, frage ich mich, wie ich das überlebt habe.

das viele in der Vergangenheit leben, hat mir auch vieles klarer gemacht und mit gezeigt, was für eine Macht er über mich hatte und weiterhin hat.
wenn ich auf unserem Konto sehe, dass er jeden Tag in einem Vorort in einer größeren Stadt 1 h entfernt essen geht, dann tut mir das weh. Ich ich will das endlich loswerden. Er denkt schon seit Monaten nicht mehr an mich.
Ich möchte in meinem neuen Leben ankommen. Wieder glückliche Momente erleben.
Ich bin eifersüchtig, wie leicht er die nächste Frau kennenlernt. Wie leicht er glücklich sein kann.

x 3 #560


H
@Mohnblume_ das was du fühlst, ist alles ganz normal, glaub mir. 3 Monate ist doch noch gar keine Zeit bei einer so langen Ehedauer. Setze dich nicht selbst unter Druck.

Es ging mir genau wie dir, und irgendwie macht es auch Sinn das alles wieder und wieder durchzukauen. Aber glaub mir, es wird besser. Das dauert eben seine Zeit. Schließlich wolltest du ja diese Veränderung in deinem Leben nicht.

Bei mir ist es mittlerweile 3 Jahre her, und ich hatte immer wieder mal Phasen, wo ich in ein Loch gefallen bin. Ich habe meinen Ex nach langer Zeit bei einer Gerichtsverhandlung wieder gesehen.
Und plötzlich war mir klar, der Mensch der da sitzt, das ist nicht mehr der Mann den ich geheiratet, den ich geliebt habe. Ich habe nichts mehr gespürt, keinerlei Verbindung. Das war im wahrsten Sinne des Wortes erlösend.

Auch du wirst es schaffen. Ich drück dich mal.

x 6 #561


AnnLotta
@Hansiela

Liebe Hansiela 🌸

vielen Dank für dein Mut machen 🌸

x 1 #562


AnnLotta
@Mohnblume_

Liebe Mohnblume 🌸

Die 🤗🤗🤗 sind für dich.

Ich kann deine Gedankengänge so gut verstehen. 🤗

#563


M
Zitat von Mohnblume_:
Ich möchte in meinem neuen Leben ankommen. Wieder glückliche Momente erleben.
Ich bin eifersüchtig, wie leicht er die nächste Frau kennenlernt. Wie leicht er glücklich sein kann.

Tja, das sind die Warmwechsler. Sie haben ja Jemanden, den sie wollten und sind glücklich und genießen das gemeinsame Leben und Mohnblume ist so ziemlich vergessen und nicht weiter wichtig...
Und beide denken so. Der anderen Frau ist es egal, dass er eine andere erst verlassen musste, denn sie hat ja nun die '"Trophäe" in der Hand und ihm macht es auch nichts aus. Schlechtes Gewissen`? Wieso denn? Da sagt man halt ein paar halbgare Worte eines scheinbaren Trostes und die Welt ist wieder in Ordnung.

Dass du dich wertlos und weggeworfen fühlst, ist eigentlich klar. Aber wollte er jemals Dich? Oder wollte er nur die "süße" Mohnblume, die ihm den Teppich ausrollt?Und die war ihm recht, solange er davon profitierte. Jetzt hat er wohl.eine andere "Süße". Aber warst du als eigenständige Person geliebt oder eben nur der Teil von Dir?

Trotzdem: das Glück ist nicht nur bei einem, es wird wandern Weg von ihm und hin zu Dir, aber nicht zeitgleich natürlich. Kein Glück hält ewig und der Alltag wird auch hier einkehren und damit verliert der neue Partner erst mal an Glanz. Er hat halt doch ein Alltagsgesicht, seltsame Eigenschaften und Angewohnheiten, merkwürdige Verhaltensweisen, die man nicht kannte oder für die man blind war. Jedenfalls wird die Begeisterung vom Anfang nachlassen.

Sag mal, wann eröffnest du denn ein eigenes Konto und hast du schon eine rechtliche Beratung eingeholt? Arbeitest Du? Dann sieh zu dass das Gehalt auf dein neues Konto geht.
Lass das bloß nicht schleifen, denn Männer die Geld für die neue Beziehung brauchen, sind immer auf ihren Vorteil bedacht.

Ich denke oft an Aida, die vor Jahren hier war. Der Mann hatte was mit einer Nachbarin, holte eines Tages die Räder ab, auch das von Aida und der Sohn holte es dann zurück. Es muss fürchterlich gewesen sein, aber der Mann war wie vernagelt und Aida hoffte lange Zeit, die Ehe doch halten zu können.
Ende vom Lied: Aida zog weg und fand ein neues Glück. Der Mann lebte allein, denn als die Nachbarin merkte, dass bei ihm nicht viel zu holen war, verlor sie das Interesse.
Wie der Stand heute ist, weiß ich nicht.

Es läuft nicht immer alles so wie gedacht. Ich wünsche dir die Stärke die nächste Zeit durchzustehen. Das Allerschlimmste ist schon geschafft, aber das Schlimme ist noch nicht vorbei.
Aber eines Tages startest auch du in ein neues Leben, in dem du nicht weiterhin auf die Rolle der "Süßen" reduziert wirst.

x 2 #564


M
Zitat von Mohnblume_:
Ich hänge auch nach 3 Monaten in der Vergangenheit fest. Wenn ich so drüber nachdenke, wie die ersten Wochen waren, frage ich mich, wie ich das überlebt habe.

Was sind denn 3 lächerliche Monate um damit abzuschließen? Nichts! Es wird weitere 3 Monate dauern, dann nochmals 3 Monate und dann wieder 3 Monate. Aber Du wirst merken, dass sich was in dir ändert. Du hast schon damit begonnen die Beziehung zu rekapitulieren und damit zu hinterfragen. Das zeigt, dass du den allergrößen Katzenjammer schon hinter dir hast. Denn wer rekapituliert, nachdenkt, der hat schon ein wenig Abstand geschaffen. Denn viele Dinge erkennt man erst aus der Ferne. Ging mir damals auch so.

Es dauerte und dauerte und die Beziehung, dieser Mann verfolgten mich gedanklich eine lange Zeit. 'Es dauerte ein Jahr, bis das Ärgste geschafft war und ich nicht mehr viel an ihn dachte.
Dann kam eine Zeit, in der ich den Drang verspürte mich zu melden. Warum nur? Es war quälend und ich musste mich zusammen reißen, es eben nicht zu tun. Obwohl mir klar war, dass es absolut nichts bringen würde. Der Typ war über alle Berge und hatte längst kein Interesse an mir. Er hatte ja die Next schon längst und ich krebste immer noch irgendwie rum und wälzte Gedanken.
Dann bildete ich mir ein, dass er vielleicht doch mal das Bedürfnis haben würde, sozusagen reinen Tisch mit mir zu machen, nochmals zu reden. Obwohl ich ja seine Oberflächlichkeit kannte, also wozu hätte er Kontakt suchen sollen?

Es verging alles, nochmals ein Schock, als ich ihn zwei Jahre nach der Trennung real wieder sah. ich war nicht darauf gefasst und erlebte in einem Vortrag mehr oder weniger Panikgefühle. Am liebsten wäre ich weg gelaufen in mein Hotelzimmer wo ich wenigstens hätte weinen können. Ich blieb äußerlich ruhg, innerlich tobten Stürme. Aber ich blieb und der Sturm ebbte ab und der Rest des Tages brachte mir sogar fröhliche Momente.
Es war ein Rückfall, ausgelöst durch das unerwartete Wiedersehen.

Es dauert eben solange es dauert. Aber ich gewann meine Lebensfreude wieder, genoss wie stressfrei jetzt mein Leben ohne diesen Menschen war und ich begann mein Selbstwertgefühl aufzubauen und zu stärken.

Alles was du jetzt fühlst, wird vergehen und eines Tages nicht mehr wichtig sein. Aber es muss wohl gefühlt werden, damit es nachlassen kann. Rückschläge inklusive. Aber du wirst manchmal doch spüren, dass der Zeiger doch etwas nach oben für dich zeigt.
Der Mann wird in seinem Frauenbild hängen bleiben und die nächste Beziehung abspulen ohne etwas gelernt zu haben. Du aber bist in einer Lernphase und von der wirst du anders heraus gehen als du hinein gegangen bist. Du wirst lernen, Rückschau halten und dich vielleicht irgendwann fragen, was diese Ehe denn eigentlich war? Ein Marionettentheater, in dem er die Fäden in der Hand hielt.

x 6 #565


AnnLotta
@Margerite

Liebe Margerite 🌸

Vielen Dank für deine offenen und Mut machenden Worte 🌸

#566


M
Zitat von Margerite:
Was sind denn 3 lächerliche Monate um damit abzuschließen? Nichts! Es wird weitere 3 Monate dauern, dann nochmals 3 Monate und dann wieder 3 ...

Vielen Dank, dass du so reflektiert über deine Erfahrungen berichtest.

ja, 3 Monate sind nichts. Und doch fühlt es sich wie eine Ewigkeit an.

So wie er sich jetzt verhält, kenne ich ihn nicht und ich frage mich, ob er schon immer so war und ich es mir nicht so arg abbekommen habe.

Ich will jetzt wirklich keinen neuen Mann suchen aber es macht mich eifersüchtig, dass er ohne Leid leben kann. Dass er seit der Trennung so viel Bestätigung bekommt. Und auch wie oberflächlich er fühlen kann, davon würde ich mit einem Teil wünschen.

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und gerade gibt es nichts, was schnell zu lösen ist. Und es kommen noch so viele Themen, bevor es besser wird.
und ich habe auch Angst, dass er gerade wieder den Verstand verliert, also noch mehr, weil er die nächste Frau hat.

Ein eigenes Konto habe ich, da geht auch mein Gehalt drauf. Aber Unterhalt ist noch nicht geklärt. Er zahlt Geld auf unser Konto und davon zahlen wir alles. Daher sehe ich auch immer seine beziehungs-Ausgaben.

x 2 #567


Waris07
@Mohnblume_

Zitat von Mohnblume_:
ja, 3 Monate sind nichts. Und doch fühlt es sich wie eine Ewigkeit an.

Du hast dir die Antwort eigentlich schon selbst gegeben.
Drei Monate sind nach 30 gemeinsamen Jahren keine lange Zeit, auch wenn sie sich für dich wie eine Ewigkeit anfühlen.

Im Moment vergleichst du zwei völlig unterschiedliche Geschwindigkeiten. Du hast das Gefühl, im Schneckentempo voranzukommen, während er wie ein Düsenjet unterwegs ist. Aber nur weil jemand schnell weiterzieht, heißt das nicht, dass er Dinge gesund verarbeitet. Geschwindigkeit ist nicht gleich Heilung.

Ob er schon immer so war oder sich erst jetzt so verhält, wirst du wahrscheinlich nie mit Sicherheit beantworten können. Und ehrlich gesagt: Diese Antwort wird dir am Ende auch keinen Frieden geben. Sie würde nichts daran ändern, wie er dir heute begegnet.

Viel wichtiger ist etwas anderes...
Hör auf, nach dem Mann von früher zu suchen. Der Mann, den du heute erlebst, ist nicht mehr der, den du so viele Jahre an deiner Seite hattest. Genau das tut so weh. Nicht, weil du etwas übersehen hast, sondern weil du gerade Abschied von einem Bild nehmen musst, das viele Jahre dein Zuhause war und dir Sicherheit gab.

Du bist erst drei Monate unterwegs. Dass du weinst, zweifelst, ungeduldig bist und manchmal sogar auf sein scheinbar leichtes Leben schaust, ist kein Zeichen dafür, dass du zurückfällst. Es ist ein Zeichen dafür, dass du trauerst.

Hab Geduld mit dir. Nicht jeder, der langsam geht, kommt schlechter ans Ziel. Oft ist genau das Gegenteil der Fall. Tröstender Smiley

x 8 #568


AnnLotta
@Waris07

Liebe Waris, 🌸
Sehr schön erklärt. 🌸

x 1 #569


M
Wird schon, liebe Mohnblume.
Mach was Schönes am Wochenende, triff dich mit einer Freundin oder mit Freundinnen oder geh in den Zoo oder den Wald. Nur nicht ständig in der Bude hocken.
Beweise dir, dass du gut für dich sorgen kannst. Selbstfürsorge ist jetzt sehr wichtig. Danach darfst du wieder Gedanken wälzen und Neid und Eifersucht schüren. Aber das bringt dich alles nicht weiter, denn es ist eine Endlosschleife.

Ich brauchte, als der Typ weg war, viel Zeit für mich. Verbrachte am WE Nachmittage im Bett und erzählte einer nicht anwesenden Person, was mir mit ihm alles widerfahren war. Scheinbar brauchte ich das. Das ging aber nie länger als maximal eine Stunde, denn danach war ich richtig ausgelaugt.
Und immer wieder sagte ich mir, dass die Beziehung doch eh völlig verfahren war.
Irgendwann war es dann vorbei - nach Wochen. Das Bedürfnis die Dinge zu rekapitulieren, war weg.

Jeder muss seine Mechanismen finden, mit Krisen, unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen. Der eine braucht länger, ein anderer tut sich leichter damit.

x 2 #570


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