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Verlassen nach fast 30 Jahren

M
@Plague
Ich arbeite dran, dass es besser wird,
Und meinen NM ist es völlig egal ob es mir schlecht geht oder nicht. Interessiert ihn nicht oder er blendet es aus bzw. fühlt sich wohl eher ungerecht behandelt, weil sich Leute von ihm abwenden oder es nicht alles nach seinem Plan läuft.
Würde also keinen Sinn machen mich länger „künstlich/absichtlich“ schlecht fühlen zu lassen.
Ich will ihn aus meinem Kopf bekommen. Aber es geht nicht.

x 1 #406


Plague
Zitat von Mohnblume_:
Und meinen NM ist es völlig egal ob es mir schlecht geht oder nicht.

Solange du dir weiterhin genau diese Gedanken machst, die immer und immer wieder um ihn und seine Verhalten kreisen, wird es auch nicht besser.

Zitat von Mohnblume_:
Würde also keinen Sinn machen mich länger „künstlich/absichtlich“ schlecht fühlen zu lassen.

Da würde mir allerdings schon ein paar kurz- und längerfristige positive Konsequenzen einfallen.

Zitat von Mohnblume_:
Ich will ihn aus meinem Kopf bekommen. Aber es geht nicht.

So lange du dich weiterhin ausnehmend mit dem beschäftigst, was er macht oder auch nicht macht und damit ganz kräftig dein Selbstmitleid nährst, wird das schwierig bleiben.

#407


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

x 3


G
@Mohnblume_
Zitat:
Und meinen NM ist es völlig egal ob es mir schlecht geht oder nicht. Interessiert ihn nicht oder er blendet es aus

Das ist vermutlich wie Männer sich veralten und agieren, ich kann das aus meiner männlichen Sicht sagen.
Ich versuche meine NF in meinem Kopf in ein Kistchen zu packen und zu vergessen bzw. zu verdrängen, damit fahre ich relativ gut. Das ist vermutlich ein reiner Selbstschutz von ihm um keine Schuldgefühle zu bekommen.

#408


M
@Plague ja, geb ich dir recht.
Ich will meine Selbstmitleid nicht „füttern“ aber ich lande immer wieder in diesen sinnlosen Gedanken. Und dann stecke ich fest.
Wie stoppt ihr diese Gedanken? Was hat die Therapie euch da geraten. Ich habe morgen meinen 2. Termin.

#409


M
@Gedankenschmied
Interessant, dass du das sagst.
Ich hatte ja vor einigen Tagen ein „Gespräch“ mit chatgpt und der hat genau das mit den Schubladen bei Männern gesagt. Dass Männer alles in Schubladen stecken können und dann das rausholen, was grad relevant ist. In meinem fall hat er beim sex mich aus der Schiblade geholt und seine Freundin in eine andere gestreckt. Und dann war der Sex für ihn echt. Und danach bin ich wieder in der Schublade gelandet.

Faszinierend. Jetzt muss ich unbedingt rausfinden, wie ich auch so Schublade schaffen kann. Den Raum den er in meinen Gedanken einnimmt ist nicht zielführend und tut nur weh.

x 1 #410


Plague
Zitat von Mohnblume_:
Wie stoppt ihr diese Gedanken?

1. Glaubst du alles, was du denkst? (Steven Hayes)
2. Unsere Aufmerksamkeit ist wie ein Spot-Scheinwerfer. Bewege ihn von den Gedanken zu etwas Anderem, im besten Fall etwas Angenehmem.
3. Frag Google mal nach einer Technik names Gedanken-Stop.
4. Benutze die Tresor-Übung (Google wird sie auch kennen), um belastende Gedanken und Erinnerungen wegzupacken.

Zitat von Mohnblume_:
Ich habe morgen meinen 2. Termin.

Das ist immer noch Probatorik - es geht also eher noch um Formales als bereits um konkrete Inhalte.
Hast du schon einen Konsiliarbericht für deinen Arzt mitbekommen, den er ausfüllen soll?
Falls nicht, ist noch überhaupt nicht sicher, ob es mittel- bis längerfristig weitergeht.

#411


G
@Mohnblume_

Zitat:
Jetzt muss ich unbedingt rausfinden, wie ich auch so Schublade schaffen kann.

Ich habe mir angewöhnt immer wenn ich bemerke, dass ich an sie denke was genug oft pro Tag vorkommt, sage ich innerlich eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung aus 2 Worten für sie. Das hilft mir, relativ schnell mit dem Gedanken abzuschliessen.
Ich muss nur schauen, dass ich das nicht anfange laut zu sagen dies könnte unangenehme Situationen schaffen wen ich draussen unter Leuten bin 😂

#412


Tobuka
@Mohnblume_ Dann lass es zu !
Du beachtet ihn noch viel zu sehr!
ER hat sich entschieden, sein Leben ohne Dich zu leben, also lass ihn das machen. Und fang an, auf dich zu achten! So wie es aussieht, haben sich eure Freunde klar positioniert und das wahrscheinlich nicht ohne Grund!
Auf geht's in Dein neues Leben!

#413


hotte
Zitat von Mohnblume_:
@Plague ja, geb ich dir recht. Ich will meine Selbstmitleid nicht „füttern“ aber ich lande immer wieder in diesen sinnlosen Gedanken. Und dann stecke ich fest. Wie stoppt ihr diese Gedanken? Was hat die Therapie euch da geraten. Ich habe morgen meinen 2. Termin.

Ich bin noch nicht richtig gut darin die Gedanke zu stoppen aber was mir hilft ist rausgehen (Spazierengehen) egal ob mit oder ohne Musik auf den Ohren.

Ansonsten kannst du dir selbst die Frage stellen "Was brauche ich gerade?"
Das hilft ein wenig bei einer Technik bei der man versucht Emotionen aus der dritten Person zu sehen. Also statt "ich bin traurig" hin zu "Ich merke das da etwas in mir traurig ist".

Es sind ja nicht die Gedanken die das schlimme sind. Die Gedanken sind nur der Einstieg zu einem Gefühl und das bringt dann die nächsten Gedanken. Irgendwo habe ich auch mal gelesen das Emotionen unwillkürlich kommen und gar nicht so lange anhalten. In dem Moment wo wir ihnen Raum in unseren Gedanken geben werden daraus Gefühle und die Gedanken halten sie fest.

x 1 #414


Patrick1612
Gedanken in so einer Situation sind doch ganz normal und die werden auch vorerst bleiben. Akzeptiere die Gedanken, daß sie da sind aber denke nicht dabei das es schlimm ist, so zu denken oder zu fühlen. Mir hilft dann in dem Moment, wenn ich zu mir sage, ok sie sind wieder da aber sie kontrollieren mich nicht mehr. Denke aber da gibt es viele Methoden. Und gut ist auch, daß du dies mit Tränen alles hinaus lässt und nicht in dich hinein frisst.

#415


Birkai
Zitat von Mohnblume_:
Faszinierend. Jetzt muss ich unbedingt rausfinden, wie ich auch so Schublade schaffen kann.

Ich bin kein Freund von Schubladen. Dort wird versteckt, aber nicht verarbeitet.

Mir hat Aufschreiben geholfen und sich bewusst eine bestimmte Zeit zu setzen zum Grübeln.

Ich mag übrigens auch Katastrophisieren als Methode. Damit kann man sich super Notfallpläne zurecht legen. Gedanklich war ich kurz nach der Trennung allein erziehend ohne Wohnung, aber für den Fall hatte ich einen Notfallplan. Gebraucht hab ich ihn nicht, aber ich war vorbereitet und somit hatte ich davor keine Angst.

x 1 #416


M
@Tobuka
Wie schaffe ich das. Ich verschwende so viel Gedanke an ihn und an die Trennung und Wasser mir angetan hat mir der Unehrlichkeit und dem Betrug (auch wenn er das anders sieht).

Ich möchte mein neues Leben leben, hab ja auch keine Wahl. Aber ich stecke fest.

In Theorie verstehe ich alles. Aber der Kopf lässt sich nicht „umstellen“.

#417


Jin
In meiner Therapie wurde gesagt, dass ich verarbeiten muss und auf keinen Fall den Gedanken wegschieben. Auf lange Sicht kostet es mehr Kraft die "Tür geschlossen zu halten" als es aktiv zu verarbeiten. Es ist nur leider leichter gesagt als getan und ich habe es leider selbst nicht gemeistert.

x 1 #418


Tobuka
@Mohnblume_ gibt dir Zeit und setz dich nicht unter Druck.

x 1 #419


C
Zitat von Mohnblume_:
@Tobuka Wie schaffe ich das. Ich verschwende so viel Gedanke an ihn und an die Trennung und Wasser mir angetan hat mir der Unehrlichkeit und dem Betrug (auch wenn er das anders sieht). Ich möchte mein neues Leben leben, hab ja auch keine Wahl. Aber ich stecke fest. In Theorie verstehe ich alles. Aber der Kopf lässt ...

Das dauert einfach.
"Der Kopf versteht immer zuerst, die Emotionen folgen." (oder so ähnlich) stand in irgendeinem meiner Ratgeber.
Das ist wirklich so. Bsp.: Rational wusste ich noch im "Trennungsgespräch", dass ich meinen Ex nie mehr zurückmöchte. Wirklich "gefühlt" habe ich das dann sechs oder sieben Monate später - ein Meilenstein.
Gib dir Zeit.
Und: Es hilft wirklich, das Rationale immer wieder durchzudenken: Shitlist, Gründe, warum du ihn nicht mehr zurückmöchtest etc.. Je öfters und intensiver du das Herz mit der Ratio konfrontierst, desto schneller und besser kann es folgen.

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A


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