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Verlassen nach fast 30 Jahren

M
Zitat von Hola15:
Wieso denkst du so über dich? Das ist auch eine Art sich zu foltern. Was bringt dir das? Nicht falsch verstehen, es geht nicht darum ein Mensch zu ...

Ja. Mit den „Foltern“ gebe ich dir recht. Ich glaube, mein Problem ist, dass ich meinen NM nicht wiedererkenne. Sein Verhalten vor der Trennung (das ich damals nicht verstanden oder erkannt habe) und sein Verhalten während und nach der Trennung, passen so gar nicht zu dem Menschen, den ich und auch unsere Familie und Freunde kennen. Sogar seine mutter sagt, sie erkennt ihn nicht mehr.
Auf was ich hinaus will: er hat mir ja gesagt, dass ich ihn so kalt gemacht habe und er deswegen so ist. Und er hat die letzen Wochen noch so viel gesagt und ich frage mich, ob er mich schon lange manipuliert und ich nicht mehr weiß, was wahr ist und was nicht. Was normal ist und was nicht. Und auch ob er das selber merkt, wie manipulativ er ist oder ob er sich selber glaubt. Oder glauben muss, damit er sich noch in die Augen schauen kann.
Ich bin einfach so verwirrt… immernoch.

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Hola15
Zitat von Mohnblume_:
Aber seine Bedürfnisse und meine „Unfähgkeit“ sie erfüllen zu können, wurde immer mehr zum Problem

Keine Unfähigkeit, nur fehlende Kompatibilität (zumindest auf den langen Zeitraum)

Zitat von Mohnblume_:
in klaren Momenten denke ich, dass das was er in einer Beziehung will wenig schnittmenge mit einer 25/30 jährigen Beziehung hat und ich da schon lange kaum mehr eine Chance hatte und als dann die Neue kam und ihm all das geboten hat, ist er mit wehenden Fahnen aus dem Haus gerannt.


Ich schätze das ist gut möglich. Es gibt Menschen die lange Beziehung einfach nicht können, nicht mögen oder, gern im Rahmen einer MLC, Bereiche (aus)leben wollen, die bisher zu kurz kamen.

Schau, kein ganz passendes Beispiel, aber um die fehlende Kompatibilität herauszuarbeiten vs „ich genüge nicht“: Mein fremdgehender Ex war nicht willens oder fähig sich im Bett mit mir auseinanderzusetzen, sondern wollte (wenn’s nach ihm gegangen wäre dauerhaft und heimlich) dort eine Frau, die ihn anhimmelt und keine eigenen Bedürfnisse anmeldet.

Bin ich nicht, will ich nicht.

Bin ich deshalb fehlerhaft und voller Makel? Nö, ich finde nicht. Wir hatten nur nicht die gleichen Vorstellungen und Bedürfnisse. Und das darf sein, auch wenn’s traurig ist wenns nicht passt und übel, wenns auf diesem Weg gemacht wird.


Zitat von Mohnblume_:
er hat mir ja gesagt, dass ich ihn so kalt gemacht habe und er deswegen so ist

Glaub nicht alles was man dir sagt.

Weil:
Zitat von Mohnblume_:
ich frage mich, ob er mich schon lange manipuliert und ich nicht mehr weiß, was wahr ist und was nicht

Möglich

Zitat von Mohnblume_:
Und auch ob er das selber merkt, wie manipulativ er ist oder ob er sich selber glaubt. Oder glauben muss


Es ist doch viel leichter es jemand anderen in die Schuhe zu schieben.

x 1 #467


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

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Heloise
Zitat von Mohnblume_:
Schon Wahnsinn, nach Jahrzehnten verlassen zu werden ist wohl wirklich ein Klassiker. Sehr sehr traurig.

Zwei Dinge fallen mir auf. Die „Opfer“ sprechen immer im Passiv. „Ich wurde verlassen“. (Wie kann der Schuft mir das nur antun!). Und damit wird das Opferdasein bis zur Unendlichkeit genährt.

Warum sagen hier nur ganz wenige: „Wir haben uns getrennt.“ und meinetwegen noch: „Die Trennung ging von ihm aus und ich tue mich schwer damit, das zu akzeptieren.“
Warum tust du und viele andere hier nicht? Weil dann der Strang ganz schnell erledigt wäre, weil du Tipps kriegst und damit Tag für Tag meisterst, statt dich jeden Tag aufs Neue und von vorn in deinem vermeintlichen Unglück zu suhlen.
Welchen Gewinn gibt dir deine Opferrolle?
und zum 2.: Wenn du ehrlich bist, vermisst du doch gar nicht diesen Menschen. Du vermisst lediglich die Gewohnheiten, die du mit diesem Menschen hattest. Und? Waren die alle schön? Warum weigerst du dich, dir mit etwas Disziplin dir neue Gewohnheiten zu schaffen? Mal einen Tag nicht über den Ex jammern. Dann noch einen. Nach 21 Tagen bist du schon ein großes Stück weiter.

x 1 #468


Liv225
Zitat von Mohnblume_:
Schon Wahnsinn, nach Jahrzehnten verlassen zu werden ist wohl wirklich ein Klassiker. Sehr sehr traurig. Und du bist wieder richtig glücklich? Wie ...

Liebe Mohnblume,

jetzt bin ich wieder richtig glücklich, ja. Die Zeit dazwischen war schon schwer … Ich hätte es ja auch nie erwartet und hab gedacht bei uns wird das wirklich so kommen, dass wir hier zusammen alt werden und die Enkelkinder spielen sehen.
Mein bester Freund, Vertrauter, Geliebter.. über 30 Jahre..


Aaaber ihn zog es hinaus mit der viel jüngeren ohne irgendeinen Gedanken an das, was er zurücklässt. Typisch MLC, wie meine Anwältin meinte.

Irgendwann habe ich gedacht:
ich hab dieses EINE Leben. Ich lass das alte los, nehme die neue Abzweigung.
Nur weil die in eine andere Richtung geht, kann sie doch trotzdem gut werden. Ich will das selber entscheiden.

Die Jahre waren schön, die tollen Kinder sind da… Glück ist in MIR und kommt nicht durch Ex.

Ich hab mich darauf besonnen, was ich früher gern mochte, was ich für Träume hatte. Und versuche davon was umzusetzen. (Zum Beispiel war ich schon dreimal jetzt mit den Jüngsten in Irland)

Du kannst jemanden verlieren, aber Dich selber nicht.

Weihnachten waren die Kinder von Anfang an bei mir. Er wollte, dass sie jährlich wechseln. Für die Großen kam das absolut nicht in Frage .. und die kleinen wollten es auch nicht. Zum Glück ließ er sich drauf ein.
Es war Weihnachten trotzdem schön, wir sind viele, es wurde weiterhin musiziert, gekocht, gespielt. „Seltsam“ angefühlt hat sich nur das erste Jahr.
Man schafft sich wieder Traditionen , teils alte, teils kommt was dazu.

Das kommt bei Dir bestimmt auch.
Es gibt ja mehrere Tage, vielleicht gehen die Kinder dann immer am 26. zum Vater…
Wenn sie größer werden, eigene Zuhause, Schwiegereltern haben, ändert es sich evtl auch nochmal.

Die Kinder sehen das hier bei mir als ihr Zuhause an. Geburtstage wurden auch hier gefeiert.


Ex und ich sehen uns bei Abifeiern, Kommunion damals vom jüngsten, Taufe/ Enkelinder…
Zu den Geburtstagen der Enkel kommt er nicht. Soo viel Interesse ist nicht da auf seiner Seite.
Er wohnt zu dem gute zwei Stunden entfernt. Fand ich anfangs für die Kleinen doof, aber immerhin liefen mir Ex und Next im Alltag nicht immer über den Weg.


Auch bei den Treffen:
das erste Mal „seltsam“ , dann ging es. Natürlich war ich immer froh, wenn Next nicht dabei war. Aber das habe ich nun auch gemeistert.
Die Kinder würden sich wünschen, dass wir mal nur so zusammen essen gehen zum Beispiel, ich hätte damit kein Problem, aber da kommt vom ihm nichts.

Das ist der einzige Punkt, der mich nervt: es zählt nur er und Next, die Kinder wenig.
Aber auch da bin ich besser geworden im Loslassen… ihn kann ich nicht ändern.
Nur mein Leben leben.

Ich glaube ganz fest, ich weiß es, dass es Dir auch besser gehen wird. wenn das „amtliche“ geklärt ist, findest Du Dich wieder und wirst auch wieder glücklich sein.

x 5 #469


Heffalump
Zitat von Mohnblume_:
Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen mit meinem NM an einem Tisch zu sitzen oder mal den Geburtstag eines Enkelkindes zu feiern

Bei dir ist es frisch, bei mir neun Jahre her.
Mir tut das nix. Es gibt den Mann, vorher, der fehlt ab und an; und es gibt den Mann, nachher. Der ist ein Fremder

x 2 #470


M
Zitat von Heloise:
Zwei Dinge fallen mir auf. Die „Opfer“ sprechen immer im Passiv. „Ich wurde verlassen“. (Wie kann der Schuft mir das nur antun!). Und damit ...

Ich stimme dir in allem zu. Ich will nicht das Opfer sein und dann ich möchte auch nicht länger als „nötig“ in dem Zustand leben, in dem ich lebe.

und ich vermisse ihn schon, oder den Menschen, der ich dachte, dass er ist. Und auch das Leben, das wir hätten haben können und von dem wir mal gemeinsame geträumt hatten.

ich bin ein ungeduldiger Mensch und gleichzeitig will ich Frieden und keinen Streit. Und jetzt gibt es für nichts meiner Problem eine schnelle Lösung und ich hab noch keine Ahnung, wo alles hin führt.

ich will mich nicht in meinem Elend suhlen. Ich geh raus, treffe mich mit Freunden, geh zum Sport,…. Aber all das macht mich nicht glücklich. Ich vermisse auch nach 3 Monaten mein altes Leben, seine Nähe, Kuscheln, gemeinsam im Café sitzen.

x 4 #471


C
@Mohnblume_ den Text hätte ich schreiebn können.

x 1 #472


Heffalump
Das Einzige was man zu sagen kann, sie nehmen ihre Probleme mit. Nicht Wir davon Ursache sind. Die eigene Unzufriedenheit sind ja nicht wir Ursache von.

x 3 #473


Hola15
Zitat von Mohnblume_:
Aber all das macht mich nicht glücklich. Ich vermisse auch nach 3 Monaten mein altes Leben,


Es muss Dich jetzt auch noch nicht glücklich machen. Der Anspruch wäre doch viel zu hoch.

Das Leben besteht nun mal aus Höhen und Tiefen und es gibt auch echt miese Zeiten.

Du hast einen Menschen und eine Lebenssituation verloren die dir sehr wichtig war. Das ist ein Trauerprozess und der darf sein.

Das ist wie ein Tod. Nur das noch hinzukommt, dass es eben nicht so unausweichlich scheint wie dieser und es verführerisch ist es allen möglichen Parteien anzulasten, als dem Schicksal.

Falls das ein Thema ist, löse dich aus dem inneren Wettstreit ihm jetzt auch noch beweisen zu wollen wie gut es dir doch geht. Außer dir tut es gut und spornt dich sinnvoll an.

x 1 #474


Heloise
Zitat von Mohnblume_:
Ich geh raus, treffe mich mit Freunden, geh zum Sport,…. Aber all das macht mich nicht glücklich. Ich vermisse auch nach 3 Monaten mein altes Leben, seine Nähe, Kuscheln, gemeinsam im Café sitzen.

Nimm’s mir nicht übel: Aber dir geht es besser als wievielen Frauen in deinem Alter? Du bist nicht gebrechlich, kannst deine Rechnungen bezahlen, hast deine Familie zur Seite, hast ein Dach übern Kopf usw usf… und kannst dich DARÜBER nicht freuen? Wieviele arme kranke Menschen, Menschen mit dauerschmerzen, Menschen die jünger sind als du, mit noch kleinen Kindern , die weder ein noch aus wissen, Menschen mit unheilbaren Krankheiten, die wissen, bald sterben zu müssen oder nahe Angehörige bald sterben werden: MÖCHTEST DU TAUSCHEN?
Worüber jammerst du eigentlich? Du kannst diese Menschen ja mal fragen, wie sie dein Schicksal sehen. Oder anders: such dir ne Aufgabe! Mach was ehrenamtliches! Hilf Menschen, denen es nicht so gut geht, wie dir. Denn all das, was Du „vermisst“ ist kein Grund, so niedergestreckt zu sein.
Tu was Gutes! Nichts anderes macht wirklich glücklich!

#475


M
Zitat von Heloise:
Nimm’s mir nicht übel: Aber dir geht es besser als wievielen Frauen in deinem Alter? Du bist nicht gebrechlich, kannst deine Rechnungen bezahlen, ...

Ich weiß, dass ich genug Gründe habe, warum es sich zu leben lohnt und ich nicht klagen sollte.
Gerade sehe ich leider oft nur, was ich nicht habe und nicht das, was ich immernoch habe.
Ich bin in Therapie und arbeite an mir.

x 3 #476


Heffalump
Zitat von Mohnblume_:
was ich immernoch habe.

Oder wieder hast

x 1 #477


Liv225
Nach nur drei Monaten ist es och klar, dass Du Du nicht „abgeschlossen“ hast und noch um die vielen Jahre trauerst.
Das hat bei mir schon auch länger gedauert.

Gut, dass Du aufarbeitest, wenn Dir das gut tut.
Du hast auch keine kleinen Kinder mehr, wo Du schauen musst wie sie damit zurechtkommen. Kein dauerndes Absprechen um Ferien und Besuchszeiten.

Er ist nicht mehr der, der er war…
Du aber auch nicht.

x 3 #478


A
Zitat von Mohnblume_:
und ich nicht klagen sollte.

Doch du darfst dich jetzt grämen und klagen. Jetzt ist die Zeit dafür.

Das dumme Gewäsch: "Stell dich nicht so an, anderen gehts schlechter!" ist Mist. Deine Gefühle zählen gerade. Negiere sie nicht, weil ein Hanswurscht dir das nicht zugestehen möchte.

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M
Zitat von Liv225:
Nach nur drei Monaten ist es och klar, dass Du Du nicht „abgeschlossen“ hast und noch um die vielen Jahre trauerst. Das hat bei mir schon auch ...

Ich habe das Gefühl, ich muss jemand anderes sein, um die Dinge bewältigen zu können. Aber ich kann mich ja nicht neu erfinden.
Mein NM fordert, dass ich inzwischen doch meine Frieden gemacht haben sollte (weil er ja schon abgeschlossen hatte, bevor er sich getrennt hat) und wir jetzt eine Kommunikationsbasis schaffen sollen um zu klären, was noch zu klären ist. Aber ich kann das nicht und habe ihm das auch gesagt, aber jetzt wird es so hingestellt (vor der Familie), dass doch alles kein Problem wäre, wenn ich nach 10 Wochen drüber weg wäre, dass ich nach 30 Jahren belogen und betrogen und entsorgt wurde.

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A


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