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Verliebt in verheirateten Mann und er in mich! :(

Noname93

Hallo zusammen
Nun zu meiner etwas längeren Geschichte, die ich euch gerne schildern würde.
Ich weiss, der Text ist sehr lang. Ich würde mich dennoch freuen, wenn ihr ihn lesen würdet

Es begann alles mit einem „Schreibkurs“ an meiner Schule, an welcher ich letzten Sommer meinen Abschluss machte. Im September dann beginnt mein Studium…
Er war im Organisationsteam des Kurses und Lehrer an meiner Schule. Er war aber nie mein Lehrer gewesen, ich kannte ihn davor deswegen noch nicht. Jedenfalls wurden uns Teilnehmern dann Mentoren aus dem OK zugeteilt und er wurde mein Mentor/Lektor.
Wir verstanden uns auf Anhieb ziemlich gut, hatten einen „besonderen“ Draht zueinander und mussten, wettbewerbs – bzw. kursbedingt (der Kurs war ursprünglich ein Wettbewerb, der Preis war ein Förderprogramm) hin- und her mailen und uns über meine Texte austauschen. Die Mailwechsel wurden mit der Zeit ziemlich tiefgründig, teils auch persönlich – einfach durch den Inhalt meiner Texte bedingt. Ich ertappte mich irgendwann dabei, dass ich mich mehr als üblich über eine Mail von ihm freute und ausserdem bemerkte, dass er vom Mensch, vom Charakter her so ziemlich mein Typ wäre. Doch ich wusste, dass er verheiratet war und ausserdem zwei Kinder hatte, weswegen ich mich da auch nicht weiter hineinsteigerte.
Irgendwann dann, an der Schlussveranstaltung des Wettbewerbs, sahen wir uns wieder und mir fiel dabei auf, dass er oft meine Nähe suchte, mich in ein Gespräch verwickeln wollte. Wiederum jedoch dachte ich mir nicht viel dabei, denn das musste rein gar nichts bedeuten. Doch als die Lesung und damit der Kurs zu Ende waren, spürte ich, dass er mir fehlte, denn die Zusammenarbeit war doch relativ „eng“ gewesen und hatte sich über mehrere Monate hingezogen. Er ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf und ich beschloss dann nach langem Grübeln, ihn zum Kaffee einzuladen. Ich wusste nicht, was ich mir davon erhoffte. Im Grunde gar nichts, denn mir war vollkommen bewusst, dass er verheiratet und somit eigentlich tabu für mich wäre, doch da ich in der Vergangenheit schon oft Gefühle unterdrücken musste, fand ich, dass ja nichts dabei ist, einfach mal ein wenig mit ihm zu plaudern. Ausserdem hatte er mir sehr gut getan mit seiner warmherzigen und sympathischen Art. Seine Antwort kam relativ schnell und überraschte mich. Er schrieb, dass er mich sogar sehr gerne treffen würde. Doch auch das muss ja nichts heissen. Jedenfalls sassen wir dann irgendwann voreinander und unterhielten uns angeregt gute drei Stunden lang. Ich hatte den Eindruck, dass etwas zwischen uns war, etwas, das über reine Sympathie hinausgeht, etwas Besonderes. Jedenfalls gab es Momente, in denen wir uns wortlos einfach nur in die Augen sahen, ziemlich lange sogar. Doch ob ich mir das alles einbildete, dessen war ich mir nicht sicher, ich durfte mir nicht sicher sein.
Wir trafen uns dann wieder und erneut wurde ich das Gefühl nicht los, dass er trotz Ehe Interesse an mir hatte. Gleichzeitig kam mir das aber auch so unwahrscheinlich vor, denn ich hatte ihn als sehr anständigen, loyalen und ehrlichen Menschen kennengelernt, der seine Frau nicht hintergehen würde bzw. der sehr an seiner Familie hängt. Doch jemanden anziehend zu finden, schliesst das ja alles nicht aus. Wie dem auch sei begannen wir nach dem zweiten Treffen damit, uns dauernd SMS zu schreiben. Ich machte vage Andeutungen, um herauszufinden, wo ich bei ihm stehe – er ging darauf ein, sagte Dinge wie, dass ich ihm gefallen würde, innerlich wie äusserlich, und dass er mich gerne wiedersehen würde, ich etwas Süsses träumen solle usw.
Wir trafen uns wieder und verstanden uns erneut blendend. Es war eine Vertrautheit zwischen uns, die ich so noch nie erlebt habe. Wir konnten über alles reden, waren auf derselben Wellenlänge. Ein Grund dafür ist wohl auch der, dass wir uns beide sehr für Literatur interessieren und da viel Gesprächsstoff haben. Jedenfalls habe ich es bis dahin noch nie erlebt, so gut mit einem Menschen reden zu können, jemanden in im Grunde nicht allzu langer Zeit, so nahe zu kommen – auf einer intellektuellen und seelischen Ebene.
Nach dem Treffen gestanden wir uns beide, dass wir uns ineinander verliebt haben. Wir machten kein weiteres Treffen aus, schrieben einfach nur, denn er hatte Angst, dass dann etwas passieren würde, fühlte sich total überfordert, sagte, dass er nie gedacht hätte jemals in solch eine Situation zu geraten. Ich verstand ihn vollkommen, wusste, dass er das nicht einfach nur so sagte, so hatte ich ihn nämlich wirklich kennengelernt, und sprach mit ihm offen über alles. Ich gab ihm Zeit, Zeit, sich darüber im Klaren zu werden, was er eigentlich genau will und auch, was ich will, denn ich wusste, was auf dem Spiel stand. Eine Familie. Zwei Kinder im Kindes- und Jugendalter, die ihren Vater noch brauchen, sein Ruf, vielleicht sogar sein Job, und sein Zuhause. Er überlegte sich nämlich ernsthaft, ob er sich von seiner Frau trennen sollte, da ich ihm etwas gab, das ihm jahrelang gefehlt hatte, nach dem er sich jahrelang gesehnt hatte. Dabei geht es nicht um reine S. (auch wenn aus den SMS mit ihm deutlich wurde, dass er das ebenfalls wollte), nein, wir waren wirklich, trotz des Altersunterschiedes, auf eine Art und Weise „seelenverwandt“. Ich konnte mir sehr oft genau vorstellen, was er denkt und im umgekehrten Fall ging es ihm genauso. Er sagte, dass er noch nie mit einer Frau, auch nicht mit seiner eigenen, auf eine so „intime“ Art und Weise reden konnte, wie mit mir. Das klingt wohl alles vollkommen abgedroschen, kitschig – weiss ich was, doch das mit ihm ist das Schönste, das ich je erleben durfte, und das Beste daran – ihm ging es genauso. Doch so stark und intensiv die Gefühle auch waren, es stand so viel auf dem Spiel, für ihn, aber auch für mich. Er war Lehrer, ich war an derselben Schule Schülerin gewesen. Was würden seine Lehrerkollegen, was seine Schüler sagen, würden wir uns zu unserer „Liebe“ bekennen? Wie würde es seinen Kindern ergehen, verliesse er seine Familie, wenn sie ihn doch noch brauchen? Und wie seiner Frau? Wirft man eine langjährige Ehe einfach für einen „Intensivrausch, auch wenn er mehr war, als nur das, viel mehr sogar“ einfach weg, ohne es mindestens noch einmal versucht zu haben? An dieser Stelle ist es wohl wichtig, zu sagen, dass er seiner Frau bereits eine Eheberatung (vor einigen Jahren) vorgeschlagen hat, sie ihn jahrelang immer mehr emotional und körperlich abgewiesen hatte, ihn nicht unterstützte, wenn er sie gebraucht hätte, und ich ihm das alles geben konnte. Wohl mit ein Grund, weswegen er sich verliebt hat. Er hat also schon viel versucht, diese eingeschlafene Ehe zu retten, doch war er es immer, der am Strang gezogen hat, seine Frau gar nicht oder nur halbherzig. Jedenfalls wusste ich nicht, ob ich ihm das alles „antun“ könnte, würde er sich für mich entscheiden. Er ist ein sehr guter Lehrer, wie ich annehme – durch seine Erzählungen und Schilderungen, wie er den Unterricht gestaltet, welche Werte er zu vermitteln versucht, etc. Er hätte es nicht verdient, seinen Ruf oder gar seinen Job zu verlieren, was sein könnte, würde man ihm anprangern, er hätte bereits eine „Affäre“ mit mir gehabt, als ich noch am selben Ort zur Schule ging. Auch dachte ich an seine Kinder, die mit all dem rein gar nichts zu tun haben – abgesehen natürlich, dass Kinder wohl eine Beziehung grundlegend verändern. Doch sie hätten nichts dafür gekonnt, hätte er sich von seiner Frau getrennt. All der Schmerz, der darauf gefolgt hätte, hätten sie mit verkraften müssen und das hinterlässt vermutlich Schaden, grossen sogar. Ich hätte es nicht gekonnt, bei der ganzen Sache nur an mich selbst zu denken. Das wäre blanker Egoismus gewesen. Auch ihm ging es nicht gut bei allem, er fühlte sich nicht wohl dabei, weil er seine Frau ja dennoch auf einer emotionalen Ebene hinterging und im Grunde so gar nicht der Typ dazu war/ist.
Wir schrieben uns lange E-Mails, bis schliesslich seine Entscheidung kam. Er entschied sich dafür, eine Eheberatung aufzusuchen und seiner Ehe eine zweite Chance zu geben. Es traf mich natürlich enorm, denn ich lieb(t)e ihn so sehr, wie noch nie einen Mann zuvor. Auch bei ihm war es Liebe. Das sagte er mir klar. Er sagte, dass es keine Frau je geschafft hätte, und seine Frau es nie schaffen würde, ihn so sehr zu berühren, wie ich es getan hätte. Dass ich ihm so viel Liebe gespendet hätte, dass er sein Leben lang (glaube mir, das stimmt!, schrieb er noch) davon zehren werde.  Und dass er hoffen würde, ich vergässe ihn nie und er mich nie vergessen werde, etc., etc.
Er ist der wohl wichtigste Mensch in meinem Leben und jetzt ist er fort. Er sagte, dass er seit Jahren keine Tränen mehr vergossen habe, aber sie jetzt in Strömen liefen, usw.
Ich verstehe seine Entscheidung, denn hätte ich Familie, würde ich nicht einfach alles aufgeben – jedenfalls nicht, ohne es vorher noch ein letztes Mal versucht zu haben. Immerhin hat man sich da über Jahre hinweg eine Existenz aufgebaut, man hat ein gemeinsames Zuhause, eine gemeinsame Vergangenheit. Trotzdem ist er nicht gerade zuversichtlich, was das „Wiederaufflammen der eingeschlafenen Liebe zwischen seiner Frau und ihm“ angeht, doch da er ein wirklich verdammt guter Mensch ist, der jedem Menschen eine zweite Chance gibt, der die Stärke hat, verzeihen zu können, vielleicht sogar zu oft verzeiht, hat er sich für diesen Weg entschieden, obwohl es ihm genauso geschmerzt hat, wie mir, den Kontakt abzubrechen. Es hat ihn zerrissen, mich auch. Und doch war es richtig, vor allem für seine Kinder. Und das gibt mir ganz viel Trost, zu wissen, dass seine Familie vielleicht doch nicht auseinanderbricht, denn das wünsche ich ihm nicht, auch wenn er dabei auf sein „persönliches Glück“ verzichtet, auch wenn er im Grunde „mit der falschen Frau“ zusammen ist. Trotzdem tut es mir genauso weh, zu wissen, dass er so – falls die Eheberatung das Resultat bringt, dass seine Frau und er wieder zueinander finden – nie richtig glücklich wird sein können. Denn er war mir unendlich dankbar dafür, ihm gezeigt zu haben, zu wie viel Zärtlichkeit und Liebe er noch fähig ist, doch seine Frau wird das nie so sehr zu schätzen wissen, wie ich. Und das ist auch ein verdammter Sch…
Ich habe ihm dann gesagt, dass ich die Entscheidung richtig fände, ihm nicht böse sei, ihn nie vergessen werde, blablabla.
Doch in mir drin schlummert noch immer eine leise Hoffnung. Eine Eheberatung dauert, wie ich gelesen habe, in etwa ein halbes Jahr (wenn es sich um ein „ernsthafteres Problem“ handelt). Er wird mir übrigens mitteilen, was dabei herauskommt. Was also, wenn er in einem halben Jahr schreibt, dass er sich getrennt hat? Ich liebe ihn, wirklich – aufrichtig. Tritt also dieser Fall ein, werde ich ihn nicht nochmals gehen lassen – auf KEINEN Fall!
Doch was, wenn ich in einem halben Jahr erneut enttäuscht werde und sie wieder zueinander gefunden haben. Davor habe ich Angst, wenn ich noch immer diese Hoffnung in mir trage. Er schrieb auch im Mail, dass er (noch) nicht dazu bereit sei, alles für mich aufzugeben. Er ist übrigens ü45 und ich 20. Ja, schockiert, oder?!
Tja, wo die Liebe hinfällt. Die Liebe kennt nämlich keine Grenzen, nur alles, um sie herum. Umstände, Menschen, soziale Stellungen, etc.
Jedenfalls versuche ich jetzt, die Zeit, bis er mir schreibt, zu geniessen, etwas für mich zu tun und mich nicht runterziehen zu lassen, denn ich vermisse ihn schrecklich. Es ist wirklich sehr schmerzhaft – beinahe, als ob jemand gestorben wäre! Die Treffen mit ihm waren so bereichernd für mein Leben, für unsere Leben. 
Und das alles ist jetzt fort und ich muss damit klarkommen. Und das werde ich auch. Für ihn, für seine Familie – für mich selbst. Ich bin mir selbst auch zu wichtig, ihn anzuflehen, „zurückzukommen“, sich um zu entscheiden, weswegen ich ihm bis er sich meldet, nicht schreiben werde. Das nützt ja niemandem etwas. Es ist reine Selbstzerfleischung. Er hat sich entschieden – nicht, weil er weniger Gefühle für mich hatte, sondern weil er einfach verdammt viel, zu viel, zu verlieren hatte, weil er es noch ein letztes Mal versuchen wollte. Das weiss ich und das gibt mir doch irgendwo auch Trost.
Was will ich also mit meiner Schilderung bezwecken?
Vielleicht erfahren, ob ihr dieses halbe Jahr noch „ausharren“ würdet. Ich weiss selbst, wie ich damit umgehen soll. Ablenkung und doch auch sich mit der Trauer befassen. Die Hoffnung in mir drin behalten, aber zeitgleich doch nicht zu viel Wert darauf legen, denn ich habe ja auch noch meinen Stolz und tue mir selbst damit keinen Gefallen, mich nach ihm zu verzehren. Irgendwie versuchen mit der Ungewissheit, ob es doch noch etwas wird, klarzukommen, etc.
Klar, er ist bald 50, aber wisst ihr was? Das ist mir schnuppe, denn wenn ihr fühlen würdet, wie stark diese Liebe, diese Verliebtheit (ja, es ist beides!) ist, würdet ihr es verstehen. Er sieht auch jünger aus, als er ist. Manche mögen das vielleicht bereits als abartig anschauen, doch mit diesem Schreiben möchte ich wohl auch zeigen, dass Liebe wirklich keine Grenzen kennt, was alles möglich ist. Dass wir uns auch immer auf Augenhöhe begegnet sind (klar, ich verdiene noch nicht selbst, doch ich bin von zuhause seit längerem bereits ausgezogen und weiss, was es heisst, einen Haushalt etc. alleine zu „bewältigen“, etc.)
Er konnte es selbst kaum fassen, hat mich gefragt, wie es sein kann, dass eine so junge Person wie ich bereits eine so tiefe Ahnung vom Leben hat und sich so gut in ihn hineinfühlen kann. Es liegt wohl daran, dass wir uns einfach verstehen, unheimlich gut sogar.
Und deswegen würde ich all das, die Sprüche des Umfelds (Was willst du denn mit so einem alten Knacker?), die Reaktion meiner Familie, die Tatsache, dass er in zehn Jahren wirklich alles andere mehr als jung ist, etc. auf mich nehmen!

Jedenfalls hatten wir dann 2 Wochen keinen Kontakt, begannen dann aber damit, uns zu mailen und miteinander zu chatten. Er sagte irgendwann, dass er jetzt gehen müsse, weil sonst seine Frau misstrauisch werde - er missachtet also die Forderung von ihr, zu mir den Kontakt völlig abzubrechen. Im Grunde hat er keine Ahnung, was er tun soll und das ist verdammt anstrengend und schmerzhaft für mich.

Am besten wäre es wohl, wenn ich ihn loslassen würde, doch ich bin sicher, dass wir wahnsinnig glücklich miteinander wären (klar, jede Beziehung hat ihre Höhen und Tiefen, ich habe eine 3jährige hinter mir, wohnte auch mit meinem Freund zusammen...). Ich denke, dass einem so etwas Besonderes nicht oft im Leben geschieht und deswegen kämpfe ich weiter, ich weiss nur nicht wie.

Würdet ihr also noch hoffen, dass es etwas wird? Was würdet ihr tun oder habt ihr etwas Ähnliches erlebt? Wenn ja, dann würde ich mich freuen, eure Berichte zu lesen!
Liebe Grüsse und vielen Dank an die, welche sich diesen „Roman“ angetan haben

16.04.2014 11:16 • #1


Finnila


Allem vorweg: ich verstehe jedes einzelne Wort und Deine Gefühle aber ich muss Dir leider sagen: vergiss es.
Diese wunderbar intimen Gespräche, diese irre Verliebtheit, dieses Gefühl: alles könnte so perfekt mit uns sein, das ist zwar etwas besonderes und hat auch tatsächlich damit zu tun, dass euch viel verbindet aber mehr damit, dass eure Beziehung völlig unbelastet vom Alltag ist. Es gibt keine Ehe die nicht nach Jahren etwas ermangeln lässt. Das liegt in der Natur der Sache. Du hast ihm eine Parallelwelt mit vielen schönen Gefühlen beschert, Du bist jung und unbelastet- das genießt er aber mehr ist es nicht.

Zitat:
Er überlegte sich nämlich ernsthaft, ob er sich von seiner Frau trennen sollte, da ich ihm etwas gab, das ihm jahrelang gefehlt hatte, nach dem er sich jahrelang gesehnt hatte. Dabei geht es nicht um reine S.ät (auch wenn aus den SMS mit ihm deutlich wurde, dass er das ebenfalls wollte), nein, wir waren wirklich, trotz des Altersunterschiedes, auf eine Art und Weise „seelenverwandt“.


Man sehnt sich nach viele Ehejahren immer nach etwas. Dass er das nun seiner Frau in die Schuhe schiebt, ist unreif und unfair. Kein Mensch kann in einer Ehe mit Alltag, Kids, Job etc. alle Bedürfnisse erfüllen- auch Du nicht.

Ich hab was ähnliches erlebt- viele Jahre her. Hab mich in meinen Lehrer verknallt und er in mich. Es ging sehr weit aber ich ließ es nie zu körperlichem Kontakt kommen dazu hätte er sich trennen müssen. Er jagte mir noch Jahre nach meinem Schulabschluss hinterher aber ich blockte ab. Natürlich fühlte er sich verliebt, es war nicht bloß Gei.lheit aber ganz im ernst: das ist dennoch nichts einmaliges. Es wird immer Menschen geben, die uns faszinieren, ero.tisieren , die uns beflügeln weil sie fern vom mühseligem Alltag sind...Das Neue lässt einen noch mal viele schöne Gefühle erleben aber eben nur solange es neu ist und nicht mit Verpflichtungen einhergeht. Keine Liebe der Welt ist dem gefeit und ein reifer Mensch weiß das.

Alles Gute für Dich.

16.04.2014 11:28 • x 1 #2


Noname93


Vielen Dank für deine Antwort

Ja, du hast wohl recht, mit dem was du sagst. Vielleicht würde es jahrelang etwas Besonderes bleiben, vielleicht auch nicht - wer weiss das schon. Und ist es das Risiko wert?
Ich will ihn trotzdem, so sehr! (

Ich werde jetzt dann einige Monate ins Ausland gehen, das wird mir gut tun

Und noch zu dem mit seiner Frau. Es ist nicht so, dass er ihr alles in die Schuhe schiebt, er hat jahrelang gekämpft und sie hat ihn ständig hängen lassen.
Klar, sein Fehler dann war, sich in die Arbeit zu flüchten, anstatt zu reden, doch er war nicht der Auslöser...

16.04.2014 11:39 • #3


Alena-52


Zitat von Noname93:
Ich werde jetzt dann einige Monate ins Ausland gehen, das wird mir gut tun

Und noch zu dem mit seiner Frau. Es ist nicht so, dass er ihr alles in die Schuhe schiebt, er hat jahrelang gekämpft und sie hat ihn ständig hängen lassen.
Hallo Noname93

er hat während deines auslandaufenthalts ja genügend zeit in sich zu gehen und zu überprüfen ob seine liebe stark genug ist um sich aus seinem angeblich "jahrelangem kampf und dem ständigen gefühl der alleingelassenheit" von seiner frau zu lösen.
ist er, wenn du zurückkommst, mit allen konsequenzen frei, könnt ihr weiterschauen. ist er immer noch bei seiner frau weisst du wieweit seine liebe zu dir wirklich ist.

alles gute!

16.04.2014 12:05 • x 1 #4


cora66


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Ich kann nachfühlen,wie schwer es ist,
etwas Hoffnung kannst du sicherlich noch haben,niemand kann wissen wie etwas ausgeht,jeder Mensch ist verschieden,er hat viel zu verlieren,
Lebe du inzwischen dein Leben,du bist eine starke, junge Frau,
NICHTS IM LEBEN PASSIERT OHNE SINN UND OHNE GRUND!

16.04.2014 12:32 • #5


Noname93


@ Alena.
Auch dir vielen herzlichen Dank für die Antwort
Ja, ich denke, dass die Zeit, in der ich weg bin, eine gute Chance dazu wäre, sich mal bewusst zu machen, was man eigentlich genau will.
Ich hoffe, dass er sich danach entschieden hat und es nicht ewig so weitergeht, wie jetzt...

16.04.2014 12:34 • #6


Noname93


@ Cora66.

Vielen Dank für deine aufmunternden Worte
Das tut gut und kann ich grade wirklich gut gebrauchen...

Liebe Grüsse und dir auch alles Gute!

16.04.2014 12:36 • #7


Alena-52


Zitat von Noname93:
Ja, ich denke, dass die Zeit, in der ich weg bin, eine gute Chance dazu wäre, sich mal bewusst zu machen, was man eigentlich genau will.
Ich hoffe, dass er sich danach entschieden hat und es nicht ewig so weitergeht, wie jetzt...
ich bin wie cora der ansicht : nichts geschieht ohne grund und das leben will immer unser bestes, nämlich das wir unsere potentiale und qualitäten leben können.
ihm wurde durch dich bewusster, was er vermisst und dir tut seine art gut.
ihr habt die chance das zu leben, was ihr euch ersehen und braucht, ob er jetzt den mut dazu aufbringen kann wirst du dann zu wissen bekommen.

manchmal ist der, der gerade in unserem leben ist, nur eine kostprobe von dem was das leben uns zu bieten hat, manchmal ist er auch das sahnehäubchen in unserem leben.

schaue jetzt auf dich und geniesse und nutze die zeit, die jetzt, in der ferne, auf dich zukommt !

16.04.2014 12:55 • #8


Noname93


Ich nehme mir eure Beiträge zu Herzen und werde mein Bestes geben.
Wäre ja schade, die Zeit an der Südküste Englands nicht zu geniessen...

Und ja, es ist wohl alles für etwas gut. Jede schmerzhafte Erfahrung ist auf eine gewisse Art eine Lehre, weil man lernen muss, damit umzugehen.

16.04.2014 13:15 • x 1 #9


Osterspaziergan.


Liebe TE,

Zitat:
Er überlegte sich nämlich ernsthaft, ob er sich von seiner Frau trennen sollte, da ich ihm etwas gab, das ihm jahrelang gefehlt hatte, nach dem er sich jahrelang gesehnt hatte. Dabei geht es nicht um reine S.ät (auch wenn aus den SMS mit ihm deutlich wurde, dass er das ebenfalls wollte), nein, wir waren wirklich, trotz des Altersunterschiedes, auf eine Art und Weise „seelenverwandt“. Ich konnte mir sehr oft genau vorstellen, was er denkt und im umgekehrten Fall ging es ihm genauso. Er sagte, dass er noch nie mit einer Frau, auch nicht mit seiner eigenen, auf eine so „intime“ Art und Weise reden konnte, wie mit mir. Das klingt wohl alles vollkommen abgedroschen, kitschig – weiss ich was, doch das mit ihm ist das Schönste, das ich je erleben durfte, und das Beste daran – ihm ging es genauso.


Zitat:
An dieser Stelle ist es wohl wichtig, zu sagen, dass er seiner Frau bereits eine Eheberatung (vor einigen Jahren) vorgeschlagen hat, sie ihn jahrelang immer mehr emotional und körperlich abgewiesen hatte, ihn nicht unterstützte, wenn er sie gebraucht hätte, und ich ihm das alles geben konnte. Wohl mit ein Grund, weswegen er sich verliebt hat. Er hat also schon viel versucht, diese eingeschlafene Ehe zu retten, doch war er es immer, der am Strang gezogen hat, seine Frau gar nicht oder nur halbherzig.


es tut mir leid, Dir das sagen zu müssen aber das ganze ist tatsächlich abgedroschen und kitschig. Ein 50. jähriger Mann investiert alles in seine Ehe, aber seine Frau lässt ihn eiskalt abblitzen und er leidet stumm und geduldig vor sich hin, bis plötzlich eine 20. jährige Frau auftaucht, eine Seelenverwandte, die ihn versteht. Sicherlich hat er tatsächlich Gefühle für Dich aber Du übersiehst mit Deiner rosaroten Brille (die Dein Text sehr deutlich zeigt), dass es nicht ernst zu nehmen ist dass ein Mann in seinem Alter sich jahrelang unverstanden fühlt und angeblich mit keinem Menschen so gut wie mit Dir reden kann. Das ist einfach unrealistisch. Was ist das denn für ein Typ, dass er in seinem Alter jahrelang niemanden findet, der ihn versteht?Wenn er einen Funken Reife besäße, dann hätte er sich- wenn alles so stimmt wie er es erzählt- schon vor langem getrennt, hätte vielleicht mal eine gleichaltrige Frau kennengelernt etc. Und bitte komme mir nun nicht mit: Aber die Kinder...
Damit würdest Du ihn als Gutmenschen idealisieren...Er hat alles gegeben....vergeblich...denkt an die Kinder...der Arme...
Wär ja mal interessant, was seine Frau zu alledem sagt

Und heißt der Lehrer zufällig mit Vornamen R? Kann ja sein denn ich war auch vor 8 Jahren eine leidenschaftliche Literaturschülerin, die ihren Lehrer so gut verstand...Seelenverwandtschaft auch bei uns...Und die Gespräche waren wirklich schön...tiefgründig...aber wären wir die gleichen gewesen und ich 20. Jahre älter, dann hätte er nie und nimmer Feuer gefangen.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen, wird ein 50. jähriger Mensch- egal ob mann oder frau, nicht ohne weiteres eine ersthafte Beziehung zu einer/einem 20.jährigen eingehen...Es fehlt dazu einfach die Lebenserfahrung, die gemeinsamen Themen, die auch mit dem Alter zu tun haben...Literatur kann das nicht überdecken. Ja, auf der 6 Ebene ist die Anziehung natürlich groß und schöne Gespräche bereichern dies aber trotz allem: es ist nicht ernst zu nehmen.

Fazit: ich denke, es geht um Ero.tik- wenn auch nicht allein darum. Das ganze bekommt den Anschein von tiefer Seelenverwandtschaft durch euer gemeinsames Thema: Literatur...schöne Gespräche...aber nichts desto trotz ist es wahrscheinlich nichts als eine Abwechslung für ihn- Ero.tik auf hohem Niveau.

Du wirst so um die 20.sein...In 10 Jahren bist Du immer noch blutjung und hast vieles vor Dir...er aber bewegt sich auf den Ruhestand zu...hat ganz andere Themen als Du...Es wird Dich nicht glücklich machen.

16.04.2014 17:20 • x 1 #10


Noname93


Vielen Dank für deine Antwort.
Ich kann nachvollziehen, dass du so über ihn, über die ganze Sache denkst.
Mir ist bewusst, dass er sich in 10 Jahren auf den Ruhezustand zubewegt und auch schon jetzt, mit 48, sich mit dem Tod auseinandersetzt.
Und ja, auch ich finde es falsch, dass er die Situation jahrelang im Grunde bei dem belassen hat, wie sie war, dass er nicht etwas gegen dieses "triste, öde Dasein" getan hat, mit seiner Frau nicht schon früher gesprochen hat. Ich könnte das nicht, ich hätte viel früher mit offenen Karten gespielt, mein Glück versucht zu finden usw...

Jedenfalls hat er seiner Frau im Übrigen gebeichtet, dass er sich in eine 20 Jährige verliebt hat.
Sie gibt sich jetzt mehr Mühe, aber noch immer hat er Zweifel.

Irgendwann muss er wohl eine Entscheidung treffen. Ich denke nicht, dass ihm diese in einigen Monaten leichter fallen wird. Im Grunde hat er sie ja jahrelang hinausgezögert...

Aber es geht definitiv nicht nur um ero., wir interessieren uns auf breiter Ebene für ähnliche Dinge, haben sehr ähnliche Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen (ja, auch wenn ich erst 20 bin und er schon 48).
Das musst du mir nicht glauben, ich weiss, dass es so ist
Ich weiss aber auch, dass es in 10, 20 Jahren problematisch werden würde, da muss ich dir wohl oder übel recht geben!

16.04.2014 18:12 • #11


Noname93


Noch wichtig zu sagen, ist, dass er sehr jung seinen Vater verloren hat und seinen Kindern nicht "dasselbe" antun will. Ich denke, es würde dafür eine Lösung geben, dass er seine Kinder noch immer oft sehen kann, aber trotzdem ist es nicht dasselbe, wie wenn man als Familie beisammen ist, zusammen lebt.
Und ja, er hat jahrelang stumm vor sich hin gelebt, so lange, bis er beinahe vergessen hat, dass er sich noch so sehr verlieben kann, zu solchen Gefühlen fähig ist.
Und ja, ich verstehe es auch nicht, wie man das kann. Es hat wohl sehr viel mit der Liebe zu seinen Kindern zu tun...also ja, ich komme mit: Ach, die Kinder...

16.04.2014 18:16 • #12


Osterspaziergan.


Liebe TE,

nein, ich verstehe Dich wirklich, meine es auch nicht böse aber es ist einfach schwierig, dieses komplexe Thema in Worte zu fassen. Natürlich geht es nicht nur plump um 6. Das habe ich versucht, deutlich zu machen...ihr habt ähnliche Themen, Wertvorstellungen und dann die Literatur...Ich nehme das ernst aber auch wenn Du eine sehr intelligente, reflektierte junge Frau zu sein scheinst...bestimmte Dinge können einen nur mit den Jahren verbinden, eine bestimmte Lebenserfahrung ist nicht durch Nachdenken ersetzbar und jeder reife Mensch braucht das in einer festen Beziehung. Ich denke, bei euch spielt viel mit hinein, ja aber ohne die ero. wäre es nie so weit gekommen. Verstehst Du nun etwas besser, was ich meine?
Und zu den Kids: jeder hat seine speziellen Gründe, warum er/sie nicht geht...Ich lese deutlich heraus, dass Du ihn sehr idealisierst. Er mag ein toller Mann sein aber er tut nicht alles nur aus seinem Gutmenschendasein heraus. Glaubst Du ernsthaft, nicht auch seine Frau hat vieles an ihm auszusetzen, vieles zu betrauern und viel Verzicht geübt? Wenn er das nicht sieht, dann ist das ein deutliches Zeichen für Unreife.
Ein 2. Frühling mit einer Frau, die einen anhimmelt, die jung und literaturbegeistert ist, ist eine Verführung aber ein gemeinsamer Alltag sieht dann wieder ganz anders aus.
Ich versuche einfach zu differenzieren: ja er hat sicherlich Gefühle für Dich aber...Das Aber hab ich noch mal versucht zu erklären.

16.04.2014 18:28 • x 1 #13


Noname93


Ich verstehe, was du meinst und weisst, dass du es nicht böse meinst.
Du hast schon recht, mit dem, was du sagst.
Mir ist auch bewusst, dass ein Beziehungsalltag etwas anderes ist und ich könnte aus heutiger Sicht keinesfalls sagen, dass bei ihm und mir, würden/wären wir ein Paar, nicht nach 2,3 Jahren auch die Luft raus ist. Ich hatte eine 3jährige Beziehung und wohnte mit meinem damaligen Freund auch zusammen und weiss deshalb, was es heisst, den Alltag miteiannder zu leben und ja, es ist eine Herausforderung, man lernt die Facetten des anderen kennen und ich bin sicher, dass es einiges gäbe, was mich an ihm stören würde.

Im übrigen hatten wir, also der 48jährige und ich, auch schon Auseinandersetzungen, weil ich mich darüber "beschwert" hatte, hingehalten zu werden und Zweifel aufkamen, dass ich eine reine Projektion sei und er im Grunde nicht in mich, sondern in das Gefühl des Verliebtseins verliebt ist.
Seine Antwort, die dann kam, zeigte mir aber deutlich, dass es ihm um mich geht...

Ja, er ist ein toller Mann, aber dennoch weiss er nicht, was er will und das ist etwas, was mir weniger an ihm gefällt...
Trotzdem liebe ich ihn, aber ich versuche, stark zu bleiben und mich nicht runterziehen zu lassen.
Jetzt liegt es in seiner Hand, wie er sich entscheiden wird. Es nutzt nichts, ihm jetzt Druck zu machen, er muss es selbst wissen...

16.04.2014 18:36 • #14


Kati78


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Wenn ich deine Geschichte lese, dann könnte ich denken, du wärst meine beste Freundin. Die schlägt sich nämlich seit Monaten mit dem gleichen Problem herum. Allerdings ist der Altersunterschied zwischen ihr und ihm gerade mal ein paar wenige Jahre groß. Aber das Kernproblem ist analog.
Sie lernte ihn kennen und sie verstanden sich sofort sehr gut. Es wurde viel geflirtet, es wurden viele SMS und lange intensive E-Mails geschrieben. Auch er teilte mit, dass seine Ehe ja schon jahrelang (auch so fast 10 Jahre) nur noch auf dem Papier existiert und er in ihr seine Seelenverwandte erkannt hat (also in meiner Freundin). Liebesschwüre, heimliche Treffen usw. folgten. Und dann teilte er es seiner Frau mit und die flippte total aus. Er hat auch zwei Kinder, allerdings schon erwachsen. Der Sohn hielt sich raus, die Tochter flippte auch aus (kommt wohl nach ihrer Mutter). Seine Frau fuhr dann mit ihrer Tochter sogar in die Gaststätte, in der meine Freund arbeitet. Sie hat Glück, weil sie an diesem Tag keinen Dienst hatte.
Dann schrieben sie sich (also der Typ und meine Freundin) ständig weiter und er teilte mit, welche Höllenqualen er doch auszustehen habe daheim. Sie trafen sich weiter, machten Pläne, schworen sich gegenseitig ihr Seelenverwandtschaft. Na das Übliche unverändert weiter.

Dann bekam sie eine E-Mail, in der er meiner Freundin mitteilte, dass er es nicht schaffe, so viele Menschen zu verletzen (Aha, aber dass er meine Freund verletzt, das geht klar. Geht das da nach Menge oder was?) und er daher den Kontakt zu ihr abbrechen würde. Sie war totunglücklich. Sie hielt dann die Kontaktsperre eine für sie lange Zeit durch, nämlich genau 2 Tage. Dann schrieben sie sich wieder, trafen sich wieder, liebten sich wieder und schworen es sich auch wieder. Abends wird sie dann in sämtlichen sozialen Netzwerken gesperrt, schließlich hat er ja seiner Frau versprochen, den Kontakt abzubrechen. Er teilt meiner Freundin auch täglich mit, dass er es nur gemacht hat, um allen zu beweisen, dass es nicht funktioniert. Und so treffen und schreiben und schwören sich noch heute.

Ich habe meine Freund gefragt, wie lange bitte schön sie sich eigentlich noch verarschen lassen will? Sie sagt mir dann immer sehr energisch, dass er sie wirklich liebt und sie weiß, dass er sich endgültig von seiner Frau trennen wird und zu ihr kommt. Sie sagt dann auch immer noch ergänzend dazu, dass sie ihm schon mitgeteilt hat, dass sie das nicht ewig so macht. Dass sie irgendwann weg ist, wenn er sich nicht entscheidet. Naja, das muss man sich, würde man es bildlich darzustellen versuchen, so vorstellen: "Schatz, ich habe dich verlassen. Es bringt nichts, nach mir zu suchen. P.S: Bin bei meiner Mutter." Ich habe ihr dann auch gesagt, dass sie doch mal den Kontakt abbrechen soll, also richtig lange, nämlich wochenlang, am besten eigentlich für immer. Aber er weiß ja, dass er dann nur wieder was von Seelenverwandtschaft schreiben und Liebe schreiben muss.

Vergiss es, wirklich. Ich bin von dieser Art von Geschichte zwar nicht direkt betroffen, intensiv genug durch die meiner Freundin bestens involviert. Und ich kann dir sagen, es bringt nichts.

Ich schließe mich der Meinung an, dass es ja nicht sein kann, dass ein erwachsener Mann jahrelang leidet und sich nicht irgendwann doch gegen diese Ehe entscheidet. Und wenn nicht, weil ihm das zu unbequem ist (hat man ja gesehen anhand der Tatsache, dass seine Frau einfach nur durchzudrehen braucht), dann kann man ihn auch vergessen. Vor allem mit Anfang 50 sollte man(n) doch mal wissen, was er will.

Am Ende ist es doch super: zwei Frauen bemühen sich um ihn. Alle versuchen es ihm recht zu machen. Ich bin der Meinung, er liebt gar keine, nur die Situation. Jede hat was, was ihm gefällt.

Lass die Finger davon, es macht dich nur kaputt. Und am Ende nimmst irgendwann du die Position seiner jetzigen Ehefrau und eine andere die deine ein.

So, und damit ich hier keinen Ärger bekomme: Warum aus meinem Text vielleicht eine gewisse Inakzeptanz bezüglich der betrogenen Ehefrau hervorgeht: ich halte nichts von Ehemännern wie dem von mir oben beschriebenen. Ich finde, er ist eine Flachflöte, der keine Entscheidungen treffen kann und immer den für ihn bequemsten Weg geht (nach außen natürlich aber so tut, als wäre der extrem steinig). Ich halte aber auch nichts von Ehefrauen, die der Meinung sind, sie müssten wegen ihres Schmerzes auf der Arbeit der "anderen" auftauchen und eine Szene machen bzw. direkt mit dem Ziel hinzufahren, diese "aufzumischen". Wie Panne bitte ist denn das eigentlich? Ich bin auch derzeit sehr sehr wütend, weil auch ich vor wenigen Wochen wegen einer anderen verlassen wurde. Von jetzt auf gleich. Aber ich kann mich doch so was von beherrschen. Nur zur Erläuterung, weil es in diesem Forum natürlich viele (andere) betrogene Frauen gibt. Ich mache euren Schmerz und eure Wut auf keinen Fall lächerlich oder ähnliches.

16.04.2014 20:26 • x 1 #15




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