Zitat von Lizzzy: Aber der TE liebt seit 2 Jahren eine andere Frau und hat auch entschieden, mit ihr 1 Jahr sowas wie eine Parallelbeziehung zu führen.
Ja.
Was sind schon 2 Jahre?
Ein Jahr davon praktisch nur in Phantasie?
Es ist mir klar, lt. Leitfaden Literatur, sowie durch Publizierung in Medien usw haben sich da so zeitliche Richtlinien manifestiert.
So und so lange Daten, so und so lange Kennenlernphase, so und so lange darf Verliebtheit gelten, erst nach so und so langer Zeit kann man von Liebe sprechen.....
Kann man auch hinterfragen...
Was sind schon zwei Jahre. Dies entspricht so ungefähr auch meinem persönlichen Zeitrahmen, bin aber dsbzgl zeitlich komplett unabhängig. Ich orientiere mich rein an der persönlichen Entwicklung. Jeder hat da wohl mehr, andere weniger abzuarbeiten. Manche gar nichts (weil sie es nicht für nötig halten), zack der oder die nächste am Start, zurück bleibt nur verbrannte Erde. Egal, Hauptsache ich war ehrlich mit selbst geht's gut, ich komme voran und nicht nach hinten sehen.
Manchmal stellt sich gerade sogenannte "Ehrlichkeit", "Moralerfüllung" als egoistisch und Selbstherrrlichkeit dar.
Was sind schon zwei Jahre?
Kann man wirklich hier zeitliche Vorgaben erwarten, die es zu erfüllen gibt?
Erstrecht wenn der TE erst jetzt mit Begriffen wie emotionaler Abhängigkeit konfrontiert wird?
Zitat von Lizzzy: Wieviel Zeit und Ruhe darf er sich denn nehmen?
Wenn er unentwegt lernt, daß gelernte umsetzt und arbeitet: Soviel er braucht.
Denn ein "darf" sollte nicht im Raume stehen.
Denn "darf" bedeutet, er wird von einer höheren Instanz kontrolliert, befehligt und reglementiert.
Was passiert, hält er den zeitlichen Rahmen nicht ein?
Zitat von Springfield: Auf dem Sterbebett denkst du an was viel Bedeutungsvolleres, nämlich an deine Kinder! Wie die Gedanken an deine Kinder dann aussehen werden, das hast du jetzt in deiner Hand. Sei dir dessen bewusst.
Also, hast Du schon mal mit einem Toten gesprochen?
Geschweigedenn Kontakt mit sterbenden gehabt?
Das diese Ausführung hier jetzt anmaßend ist, sollte Dir schon klar werden.
Zitat von Springfield: Auf dem Sterbebett machst du dir darüber keine Gedanken, da verwette ich mein letztes Hemd.
Im Zuge meiner eigenen Abarbeitung meiner Problematiken bzgl emotionaler Missstände nutzte ich die Möglichkeit, auch eine Familienaufstellung durchzuführen. Zzgl vieler Gespräche.
Was dadurch zu Tage trat war hochinteressant: Meine Oma liebte in jungen Jahren einen Herren aus einer anderen Stadt. Dies war wohl eine tiefe und ehrliche Liebe.
Schon damals stand sie unter starkem familiären Druck, wurde durch ihre Schwestern und Bruder reglementiert, starke Übergriffigkeit war die Regel. Es kam wie es kommen musste: Oma musste wohl einen Mann heiraten, der besser in den kleinen Handwerksbetrieb passte.
Meine Mutter, ihr Bruder wurde geboren.
Wir.
Was ich nicht wusste war die Bedeutung dieser unglücklichen Liebe.
Welch Trauma meine Mutter dadurch erlitt, welche Auswirkung, Traumen diese Zweckehe, die dann immerwährende Sehnsucht meiner Oma familiär bis heute verursachte.
Meine Mutter hatte all die Briefe, die meine Oma mit ihrer grossen Liebe austauschte. Die dann spätere Ehefrau brachte diese mal als dieser starb.
Ich habe diese letztes Jahr alle gelesen und mit erkannt, dass auch ich und meine Geschwister noch die Zeche dafür zahlen mussten, da meine Mutter tief traumatisiert ist, sie spürte schon wohl als Kind, dass sie nicht das Kind der großen Liebe war sondern eben zweite Wahl. Ebenso mein Onkel.
Beziehungsunfähugkeit, sowie eben Verlustproblematiken sind bis heute gegenwärtig. Auch emotionale Abhängigkeiten.
Meine Oma starb in meinem Beisein und auch ich werde es nie wissen, aber ich bin überzeugt, sie dachte an ihn und litt bis zum letzten Atemzug unter ihren überfüllten großen Liebe.
Es war ihr tiefster Wunsch gewesen, mit ihm Kinder zu haben.
Mag sein, sie war lt. Forum eine dumme Frau, weil sie ihn nie vergessen hat, aber es war eben so.
Was sind dann schon zwei Jahre?