Zitat von Finii:Ich hab es selbst, ich weiss es. Ich kenne beide Ängste. Es ist leider nicht ganz so leicht handzuhaben wie
eine normale Angststörung
Eine "normale" Angststörung, gibt es in meinem Verständnis nicht. Ich verstehe, was Du meinst und Du bist selbstverständlich auch Experte in eigener Sache, das versteht sich von selbst. Das wird von mir zu 100% respektiert.
Auf der anderen Seite, hat sich seit der erstmaligen "Etablierung" dieser "Störungen" (ein absurder Begriff), unglaublich viel verändert. Schau, noch vor nicht all zu langer Zeit, hat man Menschen, die an Depressionen oder anderen Problematiken litten, noch mit brutalsten Eingriffen, Psychochirurgie, Elektroschocks, etc. behandelt. Weil man eben zu wenig über die tatsächlichen Ursachen wusste, bzw. die Forschung dahingehend noch nicht weit genug fortgeschritten war.
Gerade auf dem Gebiet der Angstforschung, tut sich seit den letzten 10 Jahren unglaublich viel. Angst ist viel komplexer, als man es früher angenommen hat. Denn Angst ist zunächst einmal keine negative Empfindung, die vermieden werden sollte (was von den letzten Generationen jedoch so gewünscht und idealisiert worden ist), es ist keine Schwäche, sondern ein
Instinkt, der unser
Überleben sichern soll. Daher haben wir uns viel zu lange mit ganz anderen möglichen Ursachen befasst, anstatt ganz vorne zu beginnen.
Von daher, hast Du natürlich vollkommen Recht, es ist keine Angststörung in dem Sinne, wie wir diese bisher definieren, sie ist viel komplexer und erschafft daher komplexe Verknüpfungen, welche die eigenen
Überlebensstrategien massiv beeinflussen und umformen.
Liebe Grüße
Simply