Zitat von Romy8: Wenn das nur so einfach wäre...
Es schwingt immer eine kleine Hoffnung mit, dass er seine Meinung ja doch vielleicht noch ändert.
Aber das wird wohl nicht passieren. Und dass er zustimmt nur um mir einen Gefallen zu tun will ich ja auch nicht.
Das Herz hängt an diesem Mann und der Beziehung.
Aber der erhebliche Altersunterschied birgt eben auch die Gefahr, dass die Partner unterschiedliche Lebensziele haben. Und in Deinem Fall gibt es nun mal keine Übereinstimmung.
Dein Wunsch, dass er sich anders besinnen möge, ist verständlich, aber nicht realtistisch. Denn was hilft Dir ein Papa, der sich mit dem kleinen Erdenbürger, den er nur gezeugt hat, belastet hat, um die Beziehung zu retten? Es wird Stress geben, es kann Unfrieden einziehen und die größte Gefahr ist, dass er Dir irgendwann Vorwürfe macht. Nur Deinetwegen habe ich mich doch noch breit schlagen lassen, aber es ist Dein Kind, das Du wolltest. Ich wollte wie Du weißt, keinen weiteren Nachwuchs.
Das kommt Dir jetzt fremd vor, weil er in Deinen Augen einzigartig ist, aber genau das passiert, wenn einer nur dem Anderen zuliebe etwas tut. Irgendwann kommt Bitterkeit auf und man muss sich eingestehen, ich hätte es sein lassen sollen, ich war von Anfang an dagegen und sie wusste es. Aber sie ließ ja nicht locker und ich habe mich drein gefunden, aber stehe nicht richtig hinter der Sache. Was wäre dann gewonnen? Eine unbefriedgende Beziehung, die durch ein Kind belastet ist, das diese Konfliktsituation intuitiv erspüren wird.
Dein Kinderwunsch ist da und dagegen kannst Du nicht an. Aber Du bist jung genug noch einen Partner zu finden der das gleiche Ziel hat. Und da ist es besser, jetzt auseinander zu gehen. Du wirst Deine Zeit brauchen die Trennung zu überwinden und da ist ein klarer Cut besser als eine Beziehung auf Sparflamme, die von Deinem Kinderwunsch überschattet ist. Und wenn Du ihm zuliebe darauf verzichtest, dann kommt irgendwann in Dir Bitterkeit auf. Nur Dir zuliebe habe ich meinen Lebenstraum nicht erfüllt.
Dir läuft die Zeit nicht davon, aber sie verrinnt eben doch schneller als gedacht.
Es hat keinen Sinn wenn einer sich verbiegt denn derjenige wird es irgendwann bereuen und genau solche Konfliktsituationen belasten jede Beziehung.
Der Altersunterschied ist halt doch beträchtlich. Du spürst ihn im Moment nicht, aber wenn Du 40 bist und er 55, sieht es anders aus.
Gäbe er Dir nach, könntest Du im nächsten Jahr ein Kind bekommen. Bis zur Einschulung ist er 46, nahe der 50. Auch das solltest Du bedenken. Klar, es gibt solche Konstellationen, aber ob sie für das Kind ein Gewinn sind, sei mal dahin gestellt. Ach, holt Dich heute Dein Opa ab. Nein, das ist mein Papa. Oh!
So schwer es jetzt ist, es wird leichter, wenn ein Anfang gemacht ist und die heißt konsequente Trennung. Das ist sehr, sehr hart, aber Du weißt auch, was Du im Leben erreichen möchtest. Und da zieht er nun mal nicht mit.
Der Schmerz ist anfangs furchtbar, er jault und alles tut gefühlt weh. Aber nach den ersten Wochen wird es zumindest einfacher und irgendwann tritt dann ein Gewöhnungseffekt ein.
Und solltest Du in einigen Jahren dann einen Kinderwagen schieben, denkst Du vielleicht an ihn und bist froh darüber, Deinen Weg gegangen zu sein.