@Sonnenblume53 : Oh diese Art von Rollenspiel habe ich schon mehr als einmal gemacht, ich verstehe sie, keine Frage, aber ich verstehe IHN nicht, nicht nachdem was gewesen ist. Dafür habe ich bei aller Liebe kein Verständis für.
Und ich bin mir sicher das du Recht hast, er hat ihr ganz sicher gesagt, dass das alles nur aus Mitleid und Gutmütigkeit gewesen ist und er das garnicht gewollt hat und so weiter, ABER das "witzige" ist, ich war ja dabei und das ist einfach nur totaler Blödsinn, sie mag es vielleicht glauben, aber ich bin mir sicher, er weiß ganz sicher, dass das was er da erzählt nicht wahr ist.
Zitat von Sonnenblume53:Ich bin aber sicher, dass er Dich liebte! Auf seine Art! Wie ein Bruder, ein Vater, der seine "Kleine" schützen will - er schrieb ja, es fehle ihm, auf Dich aufzupassen! Augenhöhe sieht anders aus! Partnerschaftliche Liebe auch!
Das ist seine verquere Vorstellung von Liebe. Das er sich als Retter und Beschützer sieht, der den anderen retten muss. Es kommt mir fast falsch vor so etwas hier zu schreiben, aber wir sind ja anonym: es ist sicher kein Zufall, dass alle Frauen (seine Exfrau, ich, seine Freundin jetzt) alle irgendwas traumatisches erlebt haben mit Männern. Ich habe ihm mal gesagt, dass er ein Verletztes-Vögelchen-Syndrom hat, sein Beuteschema ist ausgerichtet auf einen Typ Frau den er "retten" kann, eine Frau die ihn als Beschützer wahrnimmt der er so gerne sein will. Weil er dann gebraucht wir - Thema mangelnder Selbstwert etc.
Ich habe ihm immer gesagt (zumindest in den guten Zeiten) - metaphorisch gesprochen: ich will keinen Ritter, ich will ein Schwert.
Und ja, mir ist bewusst das ich der passende Gegenpart dazu bin, der es genossen hat sich geborgen und aufgehoben und gesehen gefühlt zu haben. Und mir es eine riesige Angst macht und ich das Gefühl habe, nie wieder jemanden zu finden - nicht in der heutigen Dating-Zeit, der mit so viel Rücksicht und Verständnis auf die - von Trauma ausgelöste - Art eingeht. Vielleicht ist es auch das, was mich so sehr an ihm festhalten lässt.
Auch du, liebes @nachtlicht, hast mit vielem so Recht!
Zitat von Nachtlicht:Ich möchte dir ferner folgende Überlegung mitgeben: du kannst nicht loslassen, weil es für dich einfacher ist, in diesem gesicherten Leiden zu verharren, als in ein ungesichertes Nichtleiden aufzubrechen. Gut vorstellbar für mich, dass dies mit dem traumatisierenden Erleben des Verlusts deines vorherigen Partners zusammen hängt.
In meinem Kopf ist diese furchtbare romantische Vorstellung von ihm und mir, wie wir in meinem eigentlichen Zuhause ein neues Zuhause für uns aufbauen und wie sich zwei "gebrochene" Seelen sich gegenseitig helfen und das die große Liebe ist. Meinem Kopf ist diese Illusion durchaus bewusst, aber mein Herz ist davon so überzeugt. Mir ist auch klar, dass er mehr als eine Macke hat und in vielem "nicht normal ist", aber - wie oben schon geschrieben - das bin ich ganz sicher auch nicht.
Ich weine jetzt schon wieder, aber diesmal nicht wegen ihm, sondern wegen mir selbst. Die Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit in mir ist so groß und wurde bisher nie erfüllt. Mein Lieblingszitat zu dem Thema:
Zitat:And in the end, we were all just humans, drunk on the idea that love, only love, could heal our brokenness. - Scott Fitzgerald
@Lumba
Das ist genau die richtige Frage, danke!