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Verstand vs Emotionen / Trennung vs Depressionen

Siglo-XX

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Zitat von phanero:
@Siglo-XX Ich wünschte, er hätte sich anders entschieden... du kannst ihn verstehen, oder?

Ich bin aber nicht in einem Zustand, in dem ich ihm irgendwie hilfreich sein kann. Ich brauche wirklich Zeit zum Heilen und vielleicht kommt bald der Tag, an dem ich nicht um ihn weinen muss. Ich will mich noch bei ihm melden, bevor er weg ist, aber dafür muss wohl noch mehr Zeit vergehen.


Nein, so richtig verstehen bzw. vergleichen mit meiner Situation damals kann ich sein Verhalten nicht.
Er scheint wohl ziemlich sicher zu sein.
Und dann las ich gerade, dass er trotz seiner Depressionen noch in der Lage ist, arbeiten zu gehen.
Ich war damals ein viel schwererer Fall und so hatte ich ihn hier auch eingeschätzt.

Meine Meinung ist inzwischen die, dass seine Erkrankung kein primärer Grund für den Willen zur Trennung mit Dir ist. Wäre das aufgrund von Stimmungsschwankungen erfolgt, hätte er es längst bereut. So wie ich damals.

20.03.2019 19:22 • #31


phanero

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@Siglo-XX

Das hilft aber auch schon weiter, bzw. dachte ich das schon kur nach deinem ersten Kommentar - er kommt nicht zurück. Ich werde nicht erfahren, ob er oder seine Depressionen an der Trennung schuld sind.

Ich hab ihn gesehen, wenn es ihm wirklich schlecht ging, phasenweise funktionierte da auch mal garnichts. Einmal stand er morgens sehr früh auf und ich fragte, was denn wichtiges anstehen würde auf der Arbeit. Er sagte "Nichts, aber ich will, dass der Tag schneller vorbei ist"

Sowas hat mich zwei Jahre begleitet. Seit dem Tod seiner Mutter im November hat lief er eigentlich nur noch wie ein Zombie durch die Gegend. Wir hatten durchaus noch ein paar schöne Tage zwischendurch, ich war teils richtig glücklich. Aber kein Wort hat er über seine Mutter verloren und ich habe ihn nie deswegen weinen sehen...

Verdammte Axt, ich will nicht mehr leiden müssen! Ich will einfach nur meine Ruhe... zurück. Nachdem ich eine wirklich schlimme Trennung schonmal vor drei Jahren durchlebt habe, laufe ich niemandem mehr hinterher, Depressionen hin oder her! Ich war ja selbst monatelang in diesem Loch und bin gerade wieder ziemlich dicht dran.

Das alles spielt sich nur in meinem Kopf ab und da wird es auch bleiben! Hier ins Forum sucht es sich seinen Weg, mit allen Zweifeln, der Wut, der Trauer. Ich werde auch weiter schreiben und danke euch für's Mitlesen und Unterstützen, auch wenn es manchmal aussieht, als würde ich auf der Stelle treten. Es sind doch noch keine 4 Wochen vergangen...

Ich verkneife mir gerade jede SMS, die ich gerne schreiben würde, so wie ich mir seit über 4 Monaten die Zig. verbiete (ich habe stark geraucht) - und das habe ich auch bis heute geschafft! Ich weiß, dass ich da rauskommen werde!

Wahrscheinlich kann ich Ende April schon wieder fröhlich lachen.

21.03.2019 10:38 • x 1 #32


Mogli1234

Hi ihr Lieben,
Ich habe hier ein bisschen mitgelesen und ich glaube ich bin in einer ähnlichen Situation.
Mein Freund hat vor drei Tagen Schluss gemacht.
Er hat selbst gemeint es könnte sein dass er Depressionen haben könnte.
Er hat ebenfalls sehr viel stress und meinte dass er alles als druck empfindet und alles so schwer ist Und nur das Gefühl hat fliehen zu müssen und gerade nicht eine Beziehung führen kann so lange er sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Es kam so plötzlich. Vorher könnten wir über seine Probleme immer ein bisschen reden und plötzlich ist es ihm zu viel und er kann sich mir nicht mehr anvertrauen. Wie soll ich damit umgehen?k

21.03.2019 11:22 • #33


phanero

phanero


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@mogli1234

Du wirst es ruhig angehen müssen und solltest dabei auch ganz genau auf @baba hören.

Du kannst weinen, schreien und toben, du kannst dich bei Freunden ausweinen und dich soviel ablenken wie möglich. Aber was ihn betrifft, halte die Füße still und lass ihn in Ruhe. Es bringt einfach nichts. Tue nichts und frage ihn nach nichts. Dein Stolz wird es dir danken, wenn du einmal darüber hinweg bist.

Ob Depressionen oder nicht, es ist in solchen Situationen (er ist überfordert, zuviel Druck, ) immer das Beste, einfach die Klappe zu halten und sich nicht weiter darin zu verstricken. Du würdest derzeit jedes weitere Wort von ihm auf die Goldwaage legen, jede Handlung zehnfach analysieren und ließest dir selbst garnicht nicht den Raum, den du zum Heilen brauchst. Betrachte es als den Entzug, der es ist... jeder Versuch, den Arm nach ihm auszustrecken, ist die Sehnsucht nach dem nächsten "Schuss".

Er will fliehen. Wenn du ihm hinterher läufst, rennt er nur schneller!

21.03.2019 11:46 • #34


baba

baba

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@phanero du sagst es richtig, es ist ein Entzug wie von einem Alkohliker. Lass Deinen EX los, es ist besser für Dich. Du brauchst die Kraft für dich! Es sind nicht nur die Depressionen sondern auch andere faktoren. Diese Menschen wissen, was sie tun. Der Weg zurück gibt es nicht. Es gibt einen Weg nach vorne und je schneller Du nach vorne schaust umso besser. Du packst es. Die SMS kannst Du hier im Thread schreiben.
@mogli1234 Kontaktsperre, deinen Weg gehen. Phanero hast es richtig geschrieben, es läuft nur schneller weg. Du hast gegen diese Krankheit keine Chance. Geh Deinen Weg, schliess ab. Was wirklich hilft ist 0 Kontakt, es wichtig für Dich, für Ihn. Mach deinen Weg. Vertrau mir mit der Zeit wird es besesr, ich bin fast 4 monate getrennt und hab immer wieder Rückfälle. Aber es wird besser. Ich weisses aus Erfahrung.

21.03.2019 17:26 • x 1 #35


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Zitat von phanero:
Verdammte Axt, ich will nicht mehr leiden müssen! Ich will einfach nur meine Ruhe... zurück. Nachdem ich eine wirklich schlimme Trennung schonmal vor drei Jahren durchlebt habe, laufe ich niemandem mehr hinterher, Depressionen hin oder her! Ich war ja selbst monatelang in diesem Loch und bin gerade wieder ziemlich dicht dran.


Nein, das solltest Du auch nicht.
Denke an Dich selbst, an all das, was diese Situation mit Dir macht, und beende es für dich. Er wird seinen Grund haben, und diesen nicht zu wissen, ist manchmal sogar besser.
Du leidest bereits jetzt schon sehr, aber durch die Hoffnung, ihn doch irgendwie zurückzubekommen, wirst Du den Beginn des richtigen Trennungsschmerzes nur hinauszögern. Und der wird dann nochmal richtig hart.

Zitat von phanero:
Ich verkneife mir gerade jede SMS, die ich gerne schreiben würde, so wie ich mir seit über 4 Monaten die Zig. verbiete (ich habe stark geraucht) - und das habe ich auch bis heute geschafft! Ich weiß, dass ich da rauskommen werde!


Hut ab, dass Du das in dieser Situation schaffst. Ich mache auch gerade eine Trennung durch, eigentlich sind es sogar zwei, und ohne Zig. wäre ich richtig aufgeschmissen. Dabei bin ich erst seit etwa einem Jahr wieder Raucher. Aber 2019 wird definitiv Schluss sein.

Witzig, dass das eigentliche Wort für Kippen hier zensiert wird.. Vielleicht sollte ich künftig den sächsischen Slang "Zigrätte" wählen..

21.03.2019 21:16 • #36


phanero

phanero


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@Siglo-XX

Ich habe 22 Jahre geraucht. Das ist ziemlich viel Zeit für mein noch garnicht so langes Leben. Aufgehört habe ich letztlich für ihn. Er hat es nicht von mir verlangt, aber er war co-abängig (neues Wort @baba ) und ich mochte nicht mitansehen, wie er wegen mir immer mehr zum Raucher wurde. Hab ihm allerdings nie gesagt, dass er der Grund war. Aber wenigstens DAS kann ich ja nun retten, obwohl Nicht-Rauchen gerade wirklich sehr schwer ist. Die E-Zigrätten helfen dabei, die nehme ich derzeit nur zum Ausgehen mit.
Und ja, am Trennungstag hab ich wieder gesuchtet - und es mir verziehen. Das neue Körpergefühl ist keinen Rückfall wert...

Zitat von Siglo-XX:
Aber 2019 wird definitiv Schluss sein.


Viel Kraft jedenfalls für den nächsten Versuch! Einfach nicht rauchen, ne?


Leute, ich steige übrigens in 9 Stunden in ein Flugzeug und verbringe ein langes Wochenende in Amsterdam, ganz spontan. Ein Bekannter hat mich eingeladen...

Das bedeutet 4 Tage Ablenkung und ich muss meine Freunde daheim nicht vollheulen.

Heute war ich noch bei einer guten Freundin und habe die Wut weggeklopft.
Ich denke, das kennst du @baba?

Danach konnte ich den lauen Abend tatsächlich mal kurz geniessen.

21.03.2019 21:43 • x 1 #37


Mogli1234

Meint ihr man sollte einfach abschließen?
Aber was wenn es noch Hoffnung gibt und wenn man wartet er zurück kommt?
Ich möchte irgendwie warten aber was wenn er es am Ende doch nicht schafft da raus zu kommen.
Ich bin auf der einen Seite wütend auf ihn und auf der anderen empfinde ich Mitleid und Mitgefühl dass er in so einer Phase steckt.
Ich weiß nicht was ich tun soll und erst recht nicht was ich denken soll.
Ich liebe ihn und würde so gern wieder mit ihm zusammen sein.

23.03.2019 07:10 • #38


baba

baba

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Der Weg zurück geht nur übers abschliessen. On ihr wieder zusammenkommt oder nicht, der Weg ist der selbe. Lies dich mal hier durch in den Foren . Warten tut weh. Geh deinen Weg weiter. Wenn er wiederkommt gut und sonst kommt was besseres. Schliess ab. Mach Deinen Weg. Vergiss das Helfen, es bringt nichts. Schau nach vorne. Viel Kraft dabei.

23.03.2019 07:18 • #39


Rebella

Hallo..
Ich bin zufällig hier auf die Seite gestoßen und dieses Forum hat mich direkt in den Bann gezogen.
Es hat mich überrascht, dass ich nicht alleine da stehe mit diesen paradoxen Gefühlen.

Erstmal, ich liebe diesen Mann, wie noch keinen Anderen je zuvor.
Und egal was er gesagt und getan hat, ich kann nicht loslassen.

Ich schäme mich...bin ihm immer wieder hinterher gelaufen. Das letzte halbe Jahr bin ich alleine immer wieder auf Knien angekrochen gekommen.

Mein Herz blutet. Ich weine viel. Sehr aprubt. Denke nur an ihn und unsere schönen Momente. An seine schönen Worte. An die Schmetterlinge.
Bin wieder nur am Heulen.
Ich vermisse diese Person so extrem.
Obwohl er mir nicht gut tut und auch seltenst tat.

Ich fasse erstmal kurz zusammen. Kann ich leider nicht gut. Bin gefühlstechnisch sehr emotional und chaotisch im Denken/Fühlen/Erzählen. Es will alles auf einmal raus und meine Zuhörer kommen kaum mit. Dafür schon mal Entschuldigung. Bemüh mich um Kürze.

Ich bin seit 14.03.2019 getrennt worden.
Es war eine belastende Beziehung. Bestand aus Heimlichkeiten dem Umfeld gegenüber und ich hatte soviel inneren Druck.
Wir waren jetzt knapp 2,5 Jahre "zusammen". Und es war null Stabilität in der Beziehung. Er ist, was ich aber erst jetzt so richtig erkenne, manisch depressiv.
Leidet unter Angststörungen und hat viele schlimme Erlebnisse in sich, die er immer als labidar hingestellt hat. Eigenschutz.
Er ist selbstständig und nach Außen immer dieser tolle, lustige und positive Kerl. Hilfsbereit und verständnisvoll.

Er hat sich mir irgendwann geöffnet. Aber immer wieder Gründe gefunden, dass wir nicht näher drauf eingehen. Sprich, sobald es meiner Meinung nach richtig gut lief zwischen uns, wir uns soooooo nah waren, hat er es geschafft die Situation kaputt zu machen. Provozierte es, dass er mir sagen konnte ich würde wieder nur diskutieren.
Das ging jetzt fast zwei Jahre so.

Er hat echte Probleme und ich hatte unendlich viel Verständnis. Das war ihm jedoch schon früh zuviel.
Wir hatten keine Woche, das letzte halbe Jahr nicht mal mehr drei Tage am Stück, dass wir zusammen waren. Er hat ständig mich blockiert bei WhatsApp. Ober mir dauernd das Telefon aufgelegt. Ignoriert usw.

Eigentlich hat er mich richtig mies behandelt. Als wäre ich das Nervigste überhaupt.
Dabei habe ich mich insbesondere das letzte halbe Jahr so sehr bemüht alles was ihn stört zu vermeiden. Hab mich dermaßen zurück genommen..

Alles, weil ich weiß wie schlecht es ihm geht.

Er hat sich dann doch zur Therapie entschlossen letztes Jahr und war im Januar zwei Wochen in einer Psychosomatik Klinik. Der Therapeut war nicht seins. Es gab keine Fortschritte.
In der Klinik war er voller Hoffnung.
Aber auch da war es nach drei Tagen vorbei. Er zog es durch. Hatte ab Tag drei mit mir Streit angefangen (sag ja.. Sein Schutz um die Schmerzen der Vergangenheit nicht zuzulassen) und in seinen Cool Modus umgeschaltet.
Erfuhr ich erst später.
Seiner jungen hübschen Psychologin erzählte er wohl in dem Cool Modus in der Gruppentherapie was er alles erlebt hat... Glaubt mir, nur eins davon reicht um traumatisiert zu sein. Er ist es 100%.
Ende war, die Psychologin ist heulend aus dem Raum, die Mitpatienten sahen zu ihm hoch, da er ja scheinbar prima damit klar kommt. War in der Klinik der Sprüche Klopfer und Witzeerzähler. Keiner kam an sein Inneres.

Ich habe es aber in den gut zwei Jahren ab und an sehen dürfen. Nur angekratzt. Aber ich sah den WAHREN MENSCHEN. Verletzlich und wunderbar. Mit viel Herz.

Ich bin nur am Heulen. Denn ich habe mich Anfangs der Beziehung nicht so verhalten, wie er es gebraucht hat.
Hatte bei seinen Erzählungen nie nachgefragt. Das nahm er als Desinteresse. Ich wollte ihn einfach reden lassen..

So kam es in der Beziehung zu vielen Missverständnissen.

Ich habe daraus gelernt und habe viel geändert und verbessert. Er dagegen hat all das Negative gespeichert und vor das Positive gestellt.

Ich schreibe zuviel. Tut mir leid.

Ich kann es nicht verstehen.
Auch wenn es vermutlich alles seiner Krankheit geschuldet ist.

Ich bin auch in Behandlung. Depressionen. Aber ich lasse mir helfen. Und hab ihn dadurch gut verstehen können.
Nur helfen ging nicht.

Schluss machten wir ja öfter. Aber die Liebe war beidseitig so stark.

Er hat vor paar Wochen versucht sich das Leben zu nehmen. Er war verzweifelt und hat abgeschlossen.
Ich habe ihn da wieder motiviert. War ein harter Prozess. Es war KEINE blosse Androhung... Habe ihm in die leeren Augen gesehen.
Er hat immer weniger geredet. Diesen warmherzigen Mensch in sich fast komplett vor mir verborgen.

Wir hatten nach diesem Gespräch über sein Selbstmordvirhaben nochmal paar wunderschöne Tage.
Aber es war dann wie immer. Sobald er unbeschädigt war, hat er sich verändert und wurde wieder kühl, distanziert, arrogant und wollte mich loswerden.

Wie gesagt. Ich wollte ihm so sehr helfen und hab viel ertragen. Immer mit dem Gedanken das ist gerade nicht ER.
(Sein Vater war schizophren... Leider hat er ja nur selten sowas mitgeteilt und es bald überspielt).

Das Ende war jetzt am 14.03.
Wir hatten einen tollen Samstagabend mit seinen Freunden. Er hatte sein Handy in der Zeit nicht in der Hand. Machte mich sehr glücklich. War ihm so nah...
ICH konnte das Wochenende nicht weiter mit ihm verbringen). Ab Sonntag würde er sehr distanziert.
Montag war er auf Streit aus. Hab es aber ignoriert und ihn in Ruhe gelassen.
Hab ihm dann Fotos von mir in einem tollen Kleid geschickt. Damit wollten wir dann mal zu Zweit ausgehen...

Dienstag und Mittwoch hat er auf keine meiner Liebesbekundungen reagiert.

Mittwochabend kam nur kurz ich solle nicht nerven.
Hatte dann auch auf Anraten seines Freundes ihn in Ruhe gelassen. Oder dies wollen.
Während ich noch mit dem Freund schrieb, kam von ihm schon es wäre Schluss. Ich würde nur noch nerven und diskutieren und so ein verletzender Kram.
Hab geblockt. Geschockt die Nacht nicht schlafen können. Hab ja die Bilder von Samstags im Kopf. Und in meinen Augen ist absolut NIX passiert.

Donnerstag rief er dann an. Argressiv in der Stimme. Ich solle ihn entlbocken auf WhatsApp, er würde mir Bilder schicken. Dann wäre er mich endlich los.

Hab es erst nicht gemacht und mit ihm telefoniert. Er war so gegen mich eingestellt. Dieses andere ICH war so aggressiv und gemein. War er in den letzten 1.5Jahren leider immer häufiger. Sehr schlimm. Und dennoch liebe ich diesen besseren Teil von ihm soooo mega.

Jedenfalls hat er mir erzählt er hätte was mit einer Anderen gehabt und will das Wochenende mit der verbringen und mich entgültig los werden. Ich soll nie mehr zu ihm usw.
Hab es nicht wahrhaben wollen.
Entblockte dann irgendwann doch.

Es waren drei Fotos einer sehr anziehend Dame in eindeutigen Positionen. Auch *beep* vor ihm kniend.

Das hab ich nie gedacht. Es fiel einiges zusammen und trotzdem hänge ich an ihm. Weil ich alles auf die Krankheit schiebe.

Dann ging das Spiel weiter. Ich wusste DAS WAR ES. Und dennoch lebte die Hoffnung in mir.

Er rief dann täglich mehrfach an. Sprach auf meine Mailbox. Da ich ja alle Nummern löschte. Erst aggressiv, er würde mir alle offenen Fragen beantworten. (um mir allein die Schuld zu geben für alles was passiert ist).
Ab Sonntag dann aber immer sanfter und bettelnder.
Zwischendurch schrieben mir seine beiden Freunde ich möge ihm doch bitte eine Aussprache geben. Wir würden sonst beide dran kaputt gehen.

Habe jeden Tag geheult und gelitten. Dennoch hab ich auf Anraten einer guten Bekannten mich dann doch der Situation gestellt und ihn angerufen.

Ein Fehler!

Er beteuerte wie sehr er mich liebt. Dass er wieder in Behandlung ist. Er quasi seine Probleme mit S. kompensiert. Er nur bei mir dieses extreme Kribbeln und Vertrauen hatte usw

Verdammt, ich liebe den Kerl. Genau den, der er da war. Er hat auf Fragen geantwortet. Wir haben zwei Stunden gut geredet. Ich bekam wieder einen Wumms Hoffnung.
Trotz dieser Fotos, die mir nie mehr aus dem Kopf gehen werden.

Aber am Ende kam wieder, dass ja ICH allein Schuld bin...

Auf meine Fragen per Mail kam nix mehr zurück. Mir kamen ständig mehr Fragen in den Sinn.
Und immer noch mit dem Fünkchen Hoffnung, dass es nur eine Erfahrung für ihn war und er zu seiner "Traum Frau" zurück möchte.

Bla bla... Sorry..

Ich fühle mich innerlich total kaputt, verletzt bis aufs Äußerste, unendlich traurig und habe Schmerzen.
Das Gefühlsrad dreht unaufhaltsam.

Und immer noch entschuldige ich ihn. Fühle mich schuldig. Obwohl der Verstand sagt. Nein.

Er ist beziehungsunfähig und hat unendlich viel mit sich ins Reine zu bringen. Wird er aber nie tun. Und sich so auf Dauer ganz kaputt machen.
Er lenkt sich jetzt nur noch mit Spass ab. Viel S., viel Spinnereien und blöde Witze. Viel mit oberflächlichen Menschen.

Er braucht seine Bestätigung von allen Seiten.
Hab kein Facebook. Zum Glück. Was ich von Anderen ab und an erfuhr hat gereicht. Er chattet viel mit anderen Frauen.
Keine Ahnung ob ich oft betrogen würde. Will es nicht mehr wissen. Denn da wir ja in den 2,5 Jahren nie dauerhaft zusammen waren (in seinen Augen), wäre es nicht mal Betrug im klassischen Sinn gewesen.
Für mich gab und gibt es nur IHN.
Bin hoffnungslos dem Mann verfallen. Im Herzen.

Der Verstand ist klüger. LOSLASSEN.

Hab erst seit Donnerstagabend gar keinen Kontakt mehr.

Es sollte noch zu einem Treffen zu Dritt kommen. Mein Rückfall.

Ich bin jämmerlich.

Ein Zurück kann es nicht geben!

Ich stehe vor einer verdammt schweren und langen Zeit der Genesung.

Nehme schon Tabletten.. Aber selbst mit diesen stehe ich die Tage kaum durch.
Hab Ablenkung und bin mit dem Kopf und dem Seelenschmerz bei ihm.

Er tut mir leid. Und ich kann ihn nicht hassen für das was er tat und tut.

Das macht es irgendwie nicht leichter.

23.03.2019 12:00 • #40


baba

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mach doch ein einges Thema dafür auf. Dann bekommst Du mehr hilfe.

24.03.2019 05:53 • x 1 #41


phanero

phanero


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@rebella Himmel, ist das viel Text. Ich habe zwar alles gelesen, aber das sollte wirklich in deinen eigenen Thread. Du verbiegst dich zu sehr.

Ich bin aus Amsterdam zurück, das Wochenende dort tat richtig gut und ich habe echt viel gelacht. Bin mit ziemlich schlechter Laune hingeflogen und mit fast guter Laune zurück. Das Wetter war wunderbar, meine Begleiter sehr lustig, Ablenkung gibt's ja sowieso genug dort.

Irgendwie bin ich gerade recht entspannt, was meinen Ex betrifft. Es wird sicher nochmal Einbrüche geben und in 3 Tage heule ich hier wieder rum Schauen wir mal!

26.03.2019 11:29 • #42


baba

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@phanero
Du packst es. es wird hochs und tiefs geben. Viel Kraft.

27.03.2019 07:42 • #43


phanero

phanero


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Da ist er, der Bruch. Es war aber kein Einbruch...

Ich habe meinen Ex-Freund getroffen - ich sagte ja, dass ich ein paar Kommunikationskanäle offengelassen habe. Also habe einfach nach einem Treffen gefragt und das fand gestern Abend statt.

Tagsüber hatte ich noch eine Sitzung bei meiner Therapeutin... diese Stunde war sehr nützlich, obwohl wir garnicht konkret über das bevorstehende Treffen mit meinem Ex gesprochen haben - ich habe es ihr natürlich gesagt. Trotzdem konnte ich ein paar meiner Werte und Ansprüche erkennen und damit feststellen, wo ich eigentlich gerade stehe.

Faktisch war es für das Treffen zu früh, ich liebe ihn und der Schmerz ist immernoch sehr frisch. Doch in meinem Kopf gab es ein paar klare Momente, während ich in Amsterdam war und da wusste ich, dass ich meine Frage auch stellen muss.

Diese persönlichen Fragen, die man wohl immer nach dem Ende einer Beziehung hat - ich habe meine Antworten bekommen.
Eigentlich ging es nur darum, ein paar Eindrücke zu bestätigen. Ich habe ihn ja während der Beziehung oft genug in Ruhe gelassen und bin den Dingen nicht weiter auf den Grund gegangen. Meiner Meinung nach hatte das alles Zeit, aber die ist ja nun wirklich vorbei. Außer Arbeiten hat er eigentlich nichts gemacht in den letzten Wochen... ich bin froh, wenigstens bekommt er das hin.

Das ganze Treffen war total emotional und wir haben beide viel geweint da am Tresen vor unserem B.. Das gab bestimmt ein lustiges Bild ab! Aber seine Depressionen sind schlimmer denn je und er trinkt einfach zuviel. Er hatte schon zwei B., bevor wir uns überhaupt trafen!

Das sind wirklich keine guten Voraussetzungen für einen Beziehung, jetzt endlich habe ich das auch akzeptiert. Es gab auch keine Versuche, den Ausgang das Abends in eine andere Richtung zu lenken. Ich hab meinen angestauten Frust rausgelassen und ihm mehr als deutlich erklärt, dass er sich bitte Hilfe suchen soll... (er meinte dann, das hätten ihm auch schon andere geraten... haha! Ja, das waren dann wohl die beiden, mit denen ich gesprochen habe

Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht dabei zusehen kann, wie er immer tiefer in seine Depressionen verfällt, nachdem wir zwei Jahre erfolglos um dieses Thema kreisten und ich ihm stets meine Hilfe angeboten habe. Er hatte seine Chancen mit mir und hat sie nicht genutzt. Jetzt muss er es halt alleine hinbekommen. Er hat mir versprochen, das würde er tun... in eine Tagesklinik gehen oder sowas.

Ich werde mich gelegentlich bei ihm melden, wie @Strange das schon in ihrer ersten Antwort vorgeschlagen hat. Irgendwie fühle ich mich ihm näher, nachdem ich nun einen Schritt weiter weg gemacht habe. So kann es bleiben. Ich bin nicht trauriger als gestern und nicht annähernd so schlecht drauf, wie letzte Woche.

Ich habe ganz schön mit meinem Stolz gekämpft, um mich überhaupt bei ihm zu melden. Letztlich glaube ich, es war eine gute Idee - ich konnte einen Abschluss finden, der diesen Namen auch wert ist. Jetzt bin ich nicht nur verlassen worden, sondern habe auch verlassen. So!

28.03.2019 13:56 • #44


baba

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Das ist gut. Er muss selbst hinkriegen. Ohne Deine Hilfe. Geh Deinen Weg ohne ihn. Es ist besser so. Schön zu hören, dass es Dir besser geht.
Gut hast Du auch verlassen, das tut Dir gut.

28.03.2019 14:26 • #45




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