×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

20

Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

Stella31
Zitat von Verzweifelt79:
Er sagte auch noch, dass er sich überhaupt wieder bewusst werden muss, was er eigentlich im Leben möchte.

Und du auch!

x 1 #16


V
@Stella31 Ja, aber das kann ich im Moment nicht. Ich möchte aktuell nur eins - ihn und mein Leben zurück.

#17


A


Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

x 3


Rheinländer
Hallo @Verzweifelt79

es tut mir sehr leid, was du gerade durchmachen musst. Nach so vilen gemeinsamen Jahren und mit einem gemeinsamen Kind ist so eine Trennung ein riesiger Schock, und ich kann sehr gut verstehen, dass sich das alles noch völlig unwirklich anfühlt. Dass du hoffst, dass er seine Entscheidung vielleicht noch einmal überdenkt, ist absolut menschlich. In so einer Situation klammert man sich an jeden kleinen Funken Hoffnung.
Die Frage, ob er zurückkommt, kann dir im Moment leider niemand beantworten. Manchmal brauchen Menschen Abstand, weil sie sich überfordert fühlen oder ihre Gefühle sortieren müssen. In solchen Fällen kann es tatsächlich helfen, wenn man dem anderen erst einmal den Raum lässt, den er sich gerade nimmt. Ich habe selbst einmal eine ähnliche Situation erlebt, als meine damalige Frau, die heute meine Ex-Frau ist, Abstand wollte. Ich habe sie damals gehen lassen und ihr den Freiraum gegeben, den sie brauchte. Bei uns gab es am Ende kein Zurück mehr, auch wenn ich mir das damals in der Akutphase sehr gewünscht hätte. Trotzdem kann ich dir sagen, dass es, so schwer es sich jetzt auch anfühlt, mit der Zeit irgendwie möglich wird, damit umzugehen.
Was die Arbeit am Montag angeht, ist das wirklich eine schwierige Frage. Am Ende kommt es darauf an, ob du dich dazu überhaupt in der Lage fühlst. Wenn du dort bist, wirst du ihn vermutlich sehen oder zumindest sehr stark mit der Situation konfrontiert sein, ohne dass ihr wirklich Zeit oder Raum habt, darüber zu sprechen. Das könnte emotional sehr belastend sein. Auf der anderen Seite kann eine gewisse Normalität im Alltag auch helfen. Der Kontakt mit den Patienten, eine klare Aufgabe und ein strukturierter Tag können manchmal ein bisschen Halt geben in einer Zeit, in der innerlich alles durcheinander ist. Du kennst dich selbst am besten und solltest darauf hören, was sich für dich gerade machbar anfühlt.
Natürlich kommen in so einer Situation auch schnell Gedanken auf, ob vielleicht eine andere Frau im Spiel sein könnte. Diese Frage lässt sich von außen nicht beantworten. Manchmal steckt jemand anderes dahinter, manchmal ist es wirklich eine innere Erschöpfung oder eine lange angesammelte Unzufriedenheit. Ich dachte damals auch, ich kenne meine Frau sehr gut und hätte so etwas nie vermutet. Am Ende stellte sich heraus, dass doch jemand anderes da war. Das heißt aber nicht, dass das bei euch auch so sein muss. Was genau ihn zu diesem radikalen Schritt bewegt hat, weiß im Moment vermutlich nur er selbst.
Du hast selbst schon angedeutet, dass es in eurer Beziehung länger Probleme und Streit gab. Oft staut sich über Jahre vieles an, und wenn Kommunikation nicht mehr richtig funktioniert, kann das irgendwann zu einem Punkt fuhren, an dem einer sagt, er kann nicht mehr. Ob das wirklich eine Trennung bedeuten muss oder ob es noch einen Weg zurück gibt, wird wahrscheinlich erst die Zeit zeigen.
Neben all den Gefühlen werden irgendwann auch die praktischen Dinge eine Rolle spielen. Wie eure Wohnsituation ist, ob ihr zur Miete wohnt oder Eigentum habt, wie es finanziell weitergeht und was für euren Sohn geregelt werden muss. Das sind alles Themen, die man normalerweise irgendwann besprechen muss, auch Dinge wie Unterhalt für das Kind oder organisatorische Fragen im Alltag. Aber das muss nicht alles jetzt in der ersten Woche passieren. Im Moment ist der Schock noch sehr frisch. Vielleicht ist es sinnvoll, diese Themen erst einmal im Hinterkopf zu behalten und zu schauen, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickelt.
Für den Moment wünsche ich dir einfach sehr, dass du ein bisschen Kraft findest, diese ersten Tage zu überstehen. Es ist eine unglaublich schwierige Zeit, und niemand erwartet, dass du jetzt schon Antworten auf alles hast. Manchmal hilft es wirklich nur, einen Tag nach dem anderen zu nehmen und sich kleine Inseln zu suchen, die ein wenig Halt geben. Und ich wünsche dir sehr, dass sich für dich am Ende das entwickelt, was du dir von Herzen wünschst.

x 6 #18


V
@Rheinländer Ja, über die praktischen Fragen muss ich auch irgendwann in Ruhe nachdenken. Da habe ich glücklicherweise eine tolle Familie, die hinter mir steht und die mich unterstütz. Sowohl emotional als auch in allem anderen.
Ich glaube schon, dass mir arbeiten gut tun würde. Ich weiß nur nicht, ob er überhaupt möchte, dass ich Montag komme. Und ich weiß nicht, wie es wird ihn wieder zu sehen. Davor habe ich Angst. Und mich beschäftigt natürlich auch, ob er es schon unseren Mitarbeitern und Patienten erzählt hat.
Wenn ich das alles so schreibe, erscheint mir die ganze Situation wieder su extrem unrealistisch…

x 1 #19


V
Update: Er hat gerade per WhatsApp geschrieben und gefragt, ob er schon mal einen Teil seiner restlichen Sachen am Wochenende abholen soll. Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen und habe ihn gefragt, ob er das wirklich durchziehen möchte und ob wir das nicht erstmal sacken lassen sollen und dann noch mal reden.
Seine Antwort war, dass wir nochmal reden können, er aber nicht glaubt, dass das etwas bringt. Und ich lege hier gerade jedes Wort auf die Goldwaage… Nicht glauben ist ja was anderes als zu schreiben wir können reden aber es wird nichts bringen.
Oder überinterpretiere ich da jetzt etwas? Ich weiß, die Antwort war nicht unbedingt positiv aber irgendwie hat sie trotzdem Hoffnung geweckt….

#20


Worrior
Zitat von Verzweifelt79:
Er sagte auch noch, dass er sich überhaupt wieder bewusst werden muss, was er eigentlich im Leben möchte.

Hört sich nach Midlife Crisis an.

#21