Zitat von Megeas:Hmm.. jeder reagiert anders, und nimmt es anders wahr, allerdings denke ich mal und das wird vielleicht sogar dich wenig runterziehen wenn sie nen freund hat und die siehst die beiden was dann? ...
Ich weiß ja, dass da schon ein Neuer ist. Ein paar Eckdaten habe ich über ihn ja auch schon unfreiwillig bekommen. Im Zusammenhang mit diesem ganzen Blödsinn da vor ein paar Wochen. Ist jetzt auch schon fast wieder vier Wochen her. Wie die Zeit vergeht. Jetzt hab ich eh schon so ein halbfertiges Bild vor Augen, da kann die echte Version auch ruhig um die Ecke kommen. Aber klar, das macht es Alles noch einmal ein Stück realer, greifbarer. Dass es das nun entgültig war. Es wird zumindest beim ersten Mal keine allzu schöne Erfahrung sein. Aber da ihr Neuer ja vom anderen Ende Deutschlands kommt, wird das hoffentlich nicht allzu oft passieren. Dass man sich zu dritt über den Weg läuft.
Zu ihrer Familie habe ich eigentlich eine ganz gute Beziehung gehabt. Sie haben mich immer scherzhaft gefragt, wie ich es nur mit ihrer Schwester / Tochter aushalte, wenn sie in der Gegenwart ihrer Familie mal wieder ihre "Launen" bekommen hat. Ich habe dann gesagt, dass die schönen Momente, die schlechten überwiegen. Und ich nicht dazu bereit bin aufzugeben, nur weil es mal nicht so läuft wie es laufen sollte. Nach unserer Trennung hat die Mutter meiner Ex-Freundin mir geschrieben, dass sie es sehr schade findet, dass es mit ihrer Tochter und mir nicht geklappt hat. Dass sie bei uns endlich das Gefühl gehabt hätte, dass ihre Tochter nun "angekommen" sei. Und aber auch, dass sie manchmal selbst nicht wirklich das Gefühl habe ihre Tochter und das, was sie eigentlich möchte, zu kennen. Also zumindest da wäre ich bei einem Treffen wohl nicht so aufgewühlt. Behaupte ich jetzt frecherweise mal.
Zitat von Megeas:Verstehe verstehe nunja einerseits wäre mit einen umzug wohl es einfachste um einfach die sache zuverarbeiten weil ich denke diese positiven Erinnerungen dort werden nen trigger punkt haben irgendwo...
Das ist eine total merkwürdige Sache. Ich muss öfters mal in die Stadt, in der wir zuerst zusammengewohnt haben. Hauptsächlich um da organisatorische Sachen zu erledigen. Die Erinnerungen, die ich an unsere gemeinsame Zeit dort habe, beschreiben besondere Ereignisse. Wie Urlaube, Konzerte, Conventions, Stadtfeste. Dementsprechend muss ich auch nicht bei jedem Geschäft an dem ich vorbeilaufe denken "Oh, da waren wir mal zusammen einkaufen.".
Und hier in diesem Ort muss ich daran denken, wie wir zusammen bei Aldi oder Ernsting's Family einkaufen waren, oder uns mal einen Döner geholt haben. Ernsthaft? Das beschreibt wohl auch die Entwicklung unserer Beziehung ganz gut. Wir sind nach unserem Umzug ziemlich unschön in der Realität angekommen und haben uns das erst jetzt eingestehen wollen.
Zitat von Megeas:a3 und a40 sind ne katastrophe

das stimmt allerdings, du fährst jetzt mit dem zug oder buss zur arbeit?
Ich fahr morgens hier mit dem Rad zum Bahnhof und dann mit dem Zug. Ich habe dafür ein Firmenticket. Sobald ich das Auto habe, werde ich mal schauen, wie das Ganze finanziell aussieht und mich dann entscheiden ob ich zweigleisig fahren oder mein Firmenticket wieder abgeben werde. Grundsätzlich würde ich weiterhin mit Zug fahren wollen, die Reisezeit kann man im Gegensatz zum Autofahren nämlich sinnvoller nutzen. Aber gerade auf dem Land bringt so ein Auto, auch wenn es nur eine alte Möhre sein wird, schon gewisse Freiheiten mit sich. Einfach schon deswegen, weil man auch in Bezug auf das Besuchen von Freunden unabhängiger ist. "Alte Möhre", ich klinge wie ein verwöhntes Blag. Dabei sollte ich froh sein überhaupt ein Auto zu haben.
Zitat von Megeas:Tja so sind wir menschen eben, weiss du wie oft ich versucht habe einfach es zu unterdrücken weg zuschauen, es einzusperren kannste knicken funktioniert net...
Ja, leider. Andererseits bescherrt uns das Herz ja auch wirklich wundervolle Momente. Und diese tollen Momente, die ich mit ihr in den letzten Jahren erlebt habe, möchte ich nicht missen. Irgendwann werde ich vielleicht auch wieder mit einem Lächeln auf diese Zeit zurückblicken können.