Zitat von Gorch_Fock:Affairen bestehen aus Lügen. Von Affairenführern wird fast immer die sogenannte "Salami-Taktik" angewandt. Das bedeutet, dass nur das zugegeben wird, was eh nicht mehr zu verhindern war.
Wer betrügt lügt! Während der Affäre muss man das ja, das gehört quasi automatisch dazu.
Wenn es dann raus ist, lügen sie auch. Punkt. Niemand gibt gleich das ganze Ausmaß der Affäre zu. Manche haben ein Jahr lang eine Affäre und sagen dann "Och, das war nicht wichtig. Das war nur einmal, ich weiß gar nicht, was da in mich gefahren ist". Das ist meiner Meinung nach so ne Art "Schutzmaßnahme". Man will angeblich den Partner schonen, dabei ist es am Ende eigentlich nur ein Selbstschutz. Das ist Angst, oder nenn es Feigheit (seinen Partner zu hintergehen ist komischerweise anscheinend viel einfacher, als hinterher dazu zu stehen). Angst, dass der Partner, wenn er alles weiß, vielleicht doch geht.
Ich werde es nie verstehen, wie man so etwas "Weitreichendes" durchziehen kann, ohne auch nur mit einer Faser seiner Gedanken mal an die Folgen für einen selbst und für den Partner zu denken.
@smokine: Man will als Betrogener oft doch einfach zwei Dinge: Man will alles wissen (gut, viele wollen das auch nicht), und man will
verstehen.
Wenn man das, was der Betrüger einem sagt, nicht nachprüfen kann, werden schon die Gespräche darüber,
was alles gelaufen ist, zur Qual. Man weiß ja nie, ob man die Wahrheit hört. Wenn man sich sehr gut kennt, dann kann man den Partner zwar "lesen" und "fühlen", ob er die Wahrheit sagt. Aber "beweisen" kann man es ja nie.
Und das Verstehen (das sind z.B. die Fragen nach dem "Warum" (warum hast du nicht mal etwas gesagt, usw.), nach dem "Wie" (wie hast du das mit dir ausgemacht? Du hattest doch nicht vergessen, dass wir zusammen sind, usw) . . . tja, das gelingt wohl meistens nicht. Ich denke, auch die meisten Betrüger verstehen selbst nicht richtig und haben auch oft überhaupt keine Lust über ihr "schändliches" Tun im Nachhinein noch nachzudenken.
Stichwort Selbstreflexion.
Ich habe zwar selbst (bis jetzt) keine Erfahrung damit, aber, wenn ihr beide positiv dazu steht, versucht eine Paartherapie.