×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

245

Wann ist ein Mann heute nach euer Ansicht stabil?

Z
Zitat von Re_ne:
meinen Baustellen

Welche Baustelle wäre die, die du gern bearbeiten möchtest?

#31


QueenA
Hallo @Zylinderella,
@Scheol hat das ganz gut beschrieben, denke ich.
Für mich beschreibt „stabiler Mann“ keinen bestimmten Typ, sondern eher emotionale Verfügbarkeit und Verlässlichkeit.
Also kein On-Off, keine extremen Verlust- oder Bindungsängste, sondern jemand, bei dem Worte und Taten zusammenpassen.
Das gilt übrigens aus meiner Sicht genauso für Frauen.

x 7 #32


A


Wann ist ein Mann heute nach euer Ansicht stabil?

x 3


Blind-Meg
Ich hab dazu erstmal lauter Assoziationen, die ich allesamt nicht erstrebenswert finde.
Mir kommen da Gedanken wie "zeigt keine Gefühle", "geht krank arbeiten, weil er nich jammern will", "ist befürfnis- und leidenschaftslos". Finde ich gerade interessant, dass das für mich offenbar so negativ besetzt ist. Wahrscheinlich bin ich zu viel hier im Forum 😂
Die Definition mit "ein stabiler Mann ist Feminist" gefällt mir, ist aber nicht meine.

x 3 #33


R
@Zylinderella meine größte Baustelle ist Selbstwert und daran arbeite ich. Die Dinge, die Scheol aufgezählt hat, kann man meiner Meinung nach nur umsetzen, wenn man zuallererst mit sich selbst im Reinen ist. Das war ich nicht, bin aber auf einem guten Weg. Das war ja auch eines der Hauptprobleme in meiner Beziehung. Und daran zu arbeiten, bringt mich einfach weiter, wird mich in die Lage versetzen, diese Stabilität zu halten und zu leben.

x 3 #34


FrauDrachin
Zitat von Zylinderella:
Aber wie ist denn so einer?

Für mich ist die Antwort relativ einfach:
Jemand, der nicht in seinem Selbst bedroht ist, wenn aus der Beziehung nichts wird, oder wenn ich mich anders verhalte, als er es sich vorstellt und, eng damit verknüpft, jemand, der seine eigenen Baustellen halbwegs im Griff hat.
Und ja, das ist für mich eine der absoluten Grundvoraussetzungen.

x 3 #35


R
@FrauDrachin das Problem bei vielen Menschen ist ja leider, dass sie nicht erkennen, was sie für Baustellen haben. Ich für meinen Teil habe es erkannt. Für meine Beziehung leider zu spät, auch wenn ich hoffe, dass es vielleicht doch noch eine Chance geben kann.

x 3 #36


Sonnenschein85
Zitat von Re_ne:
@FrauDrachin das Problem bei vielen Menschen ist ja leider, dass sie nicht erkennen, was sie für Baustellen haben. Ich für meinen Teil habe es ...

Ja..vielen sind gar nicht alle Dinge bewusst die schief laufen und für viele ist reflektieren ein Fremdwort. Oder sogar Fehler eingestehen.

x 3 #37


Fenjal
Was er nicht sein sollte, ... ein Therapiestubenhocker, ein Psychopharmakazugeneigter, ein Alk. und ein Nikotinjunkie.
Verlässlich, belastbar, emotional reguliert, kurz gesagt er sollte klar, knapp eindeutig reden und handeln.
Vor allem, auch unter Druck kontrolliert reagieren.
Das Wort Therapie ist ihm fremd, weil er sich kennt und selbst regulieren kann, ohne nach aussen zu krähen und andere verrückt zu machen mit blablabla.
All das trifft für mich auch auf Frauen zu.

x 2 #38


GreenTara
Zitat von Scheol:
Der Verständnisvoll, ehrlich , respektvoll , vertrauensvoll ist und auch danach Handelt

Zitat von Zylinderella:
Ich finde es für mich also gar nicht dramatisch, wenn man mal nicht weiß, was man will

Zitat von VictoriaSiempre:
Aber ich vertrete die möglicherweise unpopuläre Meinung, dass irgendwann jeder seines Glückes Schmied ist. Auch wenn es nicht immer klappt

Ein stabiler Mensch geht innere Krisen bedacht an, er weiß, dass dies zum Leben und zur Weiterentwicklung dazu gehören. Er steht zu seinen Fehlern und Fehlannahmen, ohne sich klein zu machen/machen lassen
Zitat von Scheol:
Der eine Partnerin auf Augenhöhe sieht und auch will

Da frage ich mich, ganz geschlechtsneutral, wie das funktionieren sol? Auf Augenhöhe mit einem instabilen Partner?
Diesen Rat findet man ja häufiger hier: Suche dir jemand, der ....
Ich glaube nicht, dass gefestigte Menschen darauf warten, dass jemand kommt, der an ihrer Basis rüttelt.
Ein gefestigter Mensch ist sich seiner Selbstverantwortung bewusst, und erwartet dies auch von anderen.
Er hat keineswegs eine starre Meinung, sondern ist im Dialog mit sich selbst. Er zergeht aber nicht im Zweifel, weil er innere Werte zur Orientierung hat.
Das sind meine Gedanken dazu.

#39


FrauDrachin
Zitat von Re_ne:
...dass sie nicht erkennen, was sie für Baustellen haben.

Da bin ich mir nicht mal mehr so ganz sicher.
Ich denke, auch sich seiner Stärken, bzw. seiner Stärke bewusst zu sein, hilft schon enorm weiter, evtl. mehr, als ewig an einer (vermeintlichen) Schwäche rumzudoktern. Gibt das Sinn?
Vielleicht wäre das auch der Weg der echten Selbstliebe: Ich habe diese und jene Erfahrung gemacht oder diese und jene Eigenschaft mitbekommen, die macht mich in Hinsicht xy verletzlich, aber ist eine Stärke in Hinsicht z.

x 2 #40


Blind-Meg
Zitat von FrauDrachin:
Für mich ist die Antwort relativ einfach: Jemand, der nicht in seinem Selbst bedroht ist, wenn aus der Beziehung nichts wird, oder wenn ich mich ...

Oh, dann bin ich stabil. Ist das jetzt was Gutes? 🤔

#41


Scheol
Zitat von Sonnenschein85:
Das man sich stetig weiter entwickelt. Und natürlich auch seine Entscheidungen (und das was man möchte) überdenken und anpassen kann.

Ich finde das weiterentwickeln für mich wichtig.

Ich habe durch den Sport viel mit Generation 26 bis 38 zu tun, und sehe da andere Perspektiven die ich sonst gar nicht kennenlernen würde.

Sicherlich ist das nicht mein Beuteschema , aber es ist intressant wenn dieser Personenkreis von ihren erlebten erzählen und wie sich diese Generation benimmt oder entscheidet.

Auch wenn DIE Richtige da steht , ist es ein Mensch wo man schauen will , ob das kompatible ist , und wenn es nicht kompatibel auf den ersten Blick erscheint , vieleicht selbst bei mir zu schauen ob ich nicht übertreibe oder es wirkliche Dinge , verhalten sind, die nicht so normal sind.

x 1 #42


FrauDrachin
Zitat von Blind-Meg:
Oh, dann bin ich stabil. Ist das jetzt was Gutes?

Ja, natürlich ist es was gutes! Btw. fällt mir auf, dass für mich scheinbar Stabilität so ziemlich das gleiche ist wie Resilienz.

x 3 #43


Blind-Meg
Zitat von FrauDrachin:
Ich denke, auch sich seiner Stärken, bzw. seiner Stärke bewusst zu sein, hilft schon enorm weiter, evtl. mehr, als ewig an einer (vermeintlichen) Schwäche rumzudoktern. Gibt das Sinn?

Ja, total.
Alles andere wäre doch letztendlich Drang zur Selbstoptimierung und Perfektionismus, und die sind selten hilfreich.

Ich sehe das so: jeder hat seine Lebensthemen, Schwächen, Dauerbaustellen und Dämonen, und ein Menschenleben reicht nicht aus, die alle "aufzuarbeiten", zu "besiegen" oder "in den Griff zu bekommen". Hilfreich ist es, wenn man seine eigenen Themen kennt, im Blick behält und versucht, gut damit umzugehen. Nicht zu streng mit sich, und nicht allzu nachsichtig. Auf dem Radar haben, durchaus daran "arbeiten" aber nicht auf Krampf und um jeden Preis und es eben als Marathon begreifen, nicht als Sprint. Und wer meint, er habe keine solchen Themen oder Dämonen oder Dauerbaustellen ider habe sie alle "besiegt", der kennt seine bloß nicht und/oder leugnet sie. So einer, der sich allzu makellos fühlt, ist meiner Ansicht nach schlechter dran als der, der sich seiner Baustellen bewusst ist. Allein schon wegen der unangenehmen und unsympathischen Überheblichkeit, die das oft mit sich bringt, aber für mich auch noch mehrere Ebenen tiefer, denn solche Menschen haben für mich einen entscheidenden Teil des Menschseins nicht begriffen. Aber das führt dann jetzt wirklich weit ins Rabbithole.

x 2 #44


FrauDrachin
Zitat von Blind-Meg:
Allein schon wegen der unangenehmen und unsympathisch Überheblichkeit, die das oft mit sich bringt, aber für mich auch noch mehrere Ebenen tiefer, denn solche Menschen haben für mich einen entscheidenden Teil des Menschseins nicht begriffen. Aber das führt dann jetzt wirklich weit ins Rabbithole.

Ja spannend, weil ich denke, auch hier kann das Pendel ins Gegenextrem umschlagen, wenn man "kompliziert" und "an sich arbeiten" mit Tiefe verwechselt.

x 2 #45


A


x 4