Zitat von Re_ne:@merretich mich als ADHS Betroffener würde interessieren, warum ich nicht stabil sein kann? Meine Psychologin ist da anderer Ansicht.
Ich sage nicht, dass keine Beziehung mit Betroffenen möglich ist.
Nur ich selbst komme aus dem medizinischen Bereich und habe viel Kontakt mit v.a. Männern mit
ADHS, oft kombiniert mit Dro. und oft anderen Störungen.
Hier gibt es fast immer ein Thema mit der Impulskontrolle. Meine Haltung hat sich auch entwickelt, weil
ein nahes Familienmitglied von mir ADHS hat (ich habe meine ganze Kindheit unter den Aggressionen und Wutausbrüchen und Spannungen gelittenund war 24/7 in der emotionalen Kompensation und auch zeitweise Punchingball) und ich hatte auch mal zwei kurze Dating
Erfahrungen mit Männern, die mir sagten, dass sie diese Diagnose haben.
Am Ende habe ich sowohl bei dem Familienmitglied als auch bei den kurzen Dates gemerkt, dass ich
privat null Lust habe, die Therapeutin zu spielen, "beruhigend" auf das Gegenüber einzuüben (mir wird das
immer wieder gesagt, wie gut ich den menschen tue durch meine ruhige, reflektierte ausgleichende Art. Ist ja auch
im Job meine Aufgabe
😇 ). Nur ich selber bin meiner Erfahrung nach nach privaten Kontakten dieser Art
total ausgelaugt, erschöpft und ausserhalb meiner Mitte und verliere auch meinen inneren Frieden, da es mich
nervös macht, jemand angespannten oder aggressiven neben mir zu haben.
Im Job ist das was anderes. Da öffne ich mich ja nicht und will mich fallenlassen wie in einer beziehung auf Augenhöhe. Da mach ich das gerne,
habe Distanz, und werde auch dafür bezahlt. Privat möchte ich keine Therapeutin sein wurde jedoch schon
öfter in die Rolle gedrängt. Ich hoffe Du verstehst jetzt meinen Punkt.