Zitat von Deejay: Was zunehmend für viele junge Frauen keine Drohung mehr darstellt, sondern eine Hoffnung.
ach naja, Hoffnung würde ich das nicht nennen. Alternative halt.
Zitat von Deejay: Weil es letztendlich darum geht, dass es einem selbst gefällt. Diese Selbstverständlichkeit, das eigene Leben sich so zu gestalten, dass es einem selbst richtig gut gefällt, es zu einem passt und einem entspricht, lernen hoffentlich immer mehr junge Frauen. Es geht um ihr Dasein, nicht darum, permanent für Männer dasein zu müssen, für Männer mitzudenken, im Sinne des Mannes zu handeln und zu entscheiden usw.
Total, aber den Männern wünsche ich halt selbiges. Ich wäre sehr dafür, wenn wir (notwendige) Bindung von paarzentrischem Weltbild lösen würden.
Denn, wer mit sich selbst im Reinen ist, weil er oder sie ein nettes und für sich passendes Leben lebt, ist ein netter Zeitgenosse oder Zeitgenossin.
Zitat von Deejay: Es wird immer noch so dargestellt, als wäre die Misogynie das Ergebnis des Verhaltens junger Frauen. Dabei ist es umgekehrt. Die jungen Frauen wenden sich von der Männerwelt ab, weil sie die Misogynie, die schon die ganz jungen Frauen erleben, leid sind. Sie werden in den sozialen Medien damit überflutet. Und es gibt nach wie vor Männer, die es tatsächlich so hinstellen, als wären das Frauen, die sie ohnehin nicht haben wollen. Nur ist es halt so, dass die Frauen die Männer nicht haben wollen. Dass es die Männer sind, die in den Augen der Frauen keine Klasse haben. Und keinen Stil. Der Spruch, dass ein Mann gewisse Frauen nur zum Druckabbau nutzt und nicht zur Familiengründung, stößt doch in erster Linie junge Frauen ab, die ihr Liebesleben noch vor sich haben, und nicht nur irgendwelche alten Feministinnen, die es tlw. schon hinter sich haben und schon Enkel herumkrabbeln haben.
Hm. Da fehlt es mir an verschiedenen Differenzierungen. Wenn wir social Media nehmen, dann ist das einfach (nach kapitalistischen Grundsätzen) Verstärker. also in meinem Feed tauchen neben roten Pandas, die sich erschrecken, Katzen und eben Posts auf, die Frauen bestärken und alternative Lebensmodelle propagieren. Das sind alles Algorithmen, die darauf ausgelegt sind, daß ich gezeigt bekomme, was mir gefällt. Gleichzeitig lässt sich auch nicht vernachlässigen, daß es genauso junge Frauen gibt, die es auf die Währung Aufmerksamkeit wirtschaftlich abgesehen haben.
Daß Männer auf Ablehnung mit Entwertung reagieren, halte ich nicht unbedingt für ein geschlechtsspezifisches Problem, sondern eher die Konsequenzen der Entwertung sind geschlechtsspezifisch.
Und daß man als "alte Feministin", die eventuell schon Enkel herum krabbeln hat, also so beginnend ab meinem Alter

, das Liebesleben bereits hinter sich hat, halte ich für eine gewagte eher humoristische These.

Bin neulich im Gymnasium, Gato ja, ja, die Kartoffel macht jetzt hin und wieder Sport, ich will echt nix hören, von meiner Trainerin bei Nennung meines Alters mit, ach du bist genauso alt wie meine Mutter geherzt worden und bei meiner Trainerin handelt es sich nicht um ein Schulkind. Lol.
Sorry, aber ja natürlich unterstütze ich schon einiges von dem, was Du schreibst, aber ich glaube eher nicht an die Grundbehauptung, daß sich die Mehrheit der Frauen nicht doch auch einen Vater für die Familienplanung wünscht. aber he, es könnte daran liegen, daß ich alt bin.
🐧