Zitat von Zylinderella: Er ist im besten Sinne seiner Rolle, verlässlich.
Dass ein Partner verlässlich sein muss, ist die Grundbedingung. An der dann auch viele Beziehungen / Ehe scheitern.
Wenn Du mit "die Rolle" den Menschen gemeint hast, stimme ich Dir zu. Wenn Du eine männliche Rolle gemeint hast, fallen eine Menge Standards weg, auf die Du dann freiwillig verzichtest. Und das alles nur für Geliebtwerden und Schutz?
Zitat von E-Claire: noch sind Frauen in ihrer Identität nur vom männlichen Blick abhängig.
Ich finde die Spiegel-Interpretation auch unglücklich und androzentrisch. Als erkenne sich die Frau erst durch den Mann.
Imho läuft es genau anders herum: Die Frau kommt als 3-dimensionales Wesen mit Millionen von Möglichkeiten in eine Beziehung und wird sehr häufig vom Partner reduziert. Kann man Kompromiss nennen. Oder Selbstverzwergung, um Passung herzustellen.
Plastisch meine ich dass die Mehrheit der Männer nicht durch die Karriere der Frau erforderliche Ortswechsel mitmachen. Also wird die Karriereauswahl durch die Beziehung limitiert. Oder dass durch die emotionale Arbeit für den Mann und an der Beziehung die Kapazitäten für eigene Selbstregulierung und mentale Stärkung beshränkt werden. Viele Männer können nicht gut aushalten, wenn eine Frau sehr glücklich oder sehr traurig ist. Das beschränkt die emotionale Bandbreite bzw. das, was man von dieser zeigen kann. Viele Männer reagieren ablehnend bis abwertend auf neue Interessen, neue Freundeskreise, eine sich neu findende Partnerin. Also ist auch die Weiterentwicklung beschränkt.
Der "bessere" Mann ist der, bei dem sich mehr Facetten der 3-D-Persönlichkeit ausleben lassen und der durch sein Festhalten an Gewohntem die Millionen Möglichkeiten nicht auf eine Handvoll beschränkt.
Und da spielen dann Gehalt, Bildung und Souveränität rein. Männer mit hohem Gehalt, höher Bildung und festem eigenen Kern werden durch eine Vielzahl von Facetten, Talenten, Plänen, Interessen und Freunden nicht ängstlich. Männer mit weniger Ressourcen reagieren wesentlich nervöser und ablehnender auf Änderungen.
Zitat von Razor_cgn: "Eine Frau sieht sich selbst durch die Augen des Mannes, den sie respektiert."
Nein. Das nun wirklich nicht.
Zitat von Razor_cgn: weil der Mann ihre Selbstwahrnehmung bestätigt und verstärkt.
Nein. Auch das nicht. Bzw. das nur bei Frauen, die sehr unsicher sind.
Sichere Frauen brauchen keine Verstärkung, sondern wollen bloß nicht beschränkt und ge-/be-hindert werden.
Zitat von Zylinderella: Aber er ist dennoch in der Lage, noch einen Stein mehr drauf zu legen und zu schützen, wenn es Not tut.
Das liest sich so, als hättest Du die "klassische" Erwartung, dass Dein Partner einen halben Kopf größer, 10 Newton stärker und in Situationen, in denen Du überfordert bist, noch souverän sein soll.
Und das wäre dann Hypergamie, da Du jemanden suchst, der ein bisschen "besser" ist als Du.
Zitat von Doing: Und findest du es richtig für solche Frauen Partei zu ergreifen?
Zitat von Doing: Dich mit ihnen gleich zu stellen?
Zitat von Doing: Einfach nur weil sie eine Frau sind? Denn das tust du.
Was unterstellst Du mir denn für einen Quatsch.
In Deiner Grillgeschichte war von einem Monat Gebrüll gar keine Rede, sondern nur davon, dass Du Dich durch ihr Dazwischenfunken kritisiert gefühlt hast. Erst danach kam das, was Du "gestört" nennst. Wobei Du da nur wiederkehrenden Streit beschreibst. Worum es da ging, ob es wirklich reiner Einschüchterungsversuch war oder die Frau inhaltlich auch ein Anliegen hatte, schreibst Du nicht.
Ich nehme niemanden in Schutz. Ich stelle bei unvollständigen Erzählungen Plausibilitätsfragen.
So wie Du euren Werdegang beschreibst, dass sie bei jedem Schritt, mit dem Du Dich von ihr abhängiger gemacht hast, respektloser wurde, würde ich auch von toxischem Verhalten bei Deiner Ex ausgehen. Das jedoch mit Kommentaren am Grill oder Karriereambitionen bei Frauen zu vermischen, finde ich übertrieben. Du wurdest stark verletzt und möchtest deshalb jetzt alleine sein. Das ist völlig verständlich. Das hat aber mit dem Rest der Frauen, die da draußen rumlaufen, nichts zu tun.
Zitat von Doing: Diese Terror-Tanten gibt es aber viel häufiger als du denkst. mMn sind es genau diese sorten von Frauen über die die Red-Pill Leute schreiben/reden.
Nein. Beispiele wie Deine werden von Red Pill nur gerne verallgemeinert. Was allerdings Quatsch ist. Denn umgekehrt ist auch nicht jeder Mann ein Verge.wal.tiger und es wäre dumm, aus dem Job oder dem Bodycount eines Mannes ablesen zu wollen, ob er SA-Kriminalität begehen könnte.
Zitat von Doing: Er hat also klar gemacht das die Boss-Ladys die Frauen sind die auf solche Art gestörtes Verhalten zeigen.
Was ja Quatsch ist.
Zitat von Doing: Nalf ließt darin aber nun raus das
Nein, habe ich nicht.
Ben hat mich aufgefordert, mich zu entscheiden, ob ich nun eine starke Frau oder ein Opfer wäre. Und daraus rührt das Zitat, das Du gerne verwenden wolltest, um mir das vorzuwerfen:
Zitat von Doing: Kein zuhören,kein verständnis, nur das durchsetzen der eigenen Ideologie.
Schon ironisch, findest Du nicht?
Zitat von Fenjal: was genau macht ihn besser als den Terroristen.
Dass er kein Täter ist.
Zitat von Wurstmopped: Sich selbst zu reflektieren, pahhh, warum wenn man denkt man sei perfekt und habe das Beste verdient?
Ich habe noch keine Frau getroffen, die sich selbst für perfekt hielt. Und der Spruch lautet, "Ich habe etwas besseres verdient." Warum musst Du übertreiben, um dann den Strohmann meucheln zu können?
Zitat von Balu85: Täusche ich mich oder lese ich bei dir da zwischen den Zeilen das "der Mann" ja das Problem ist?
Das schreibst Du in vielen Threads?
Mal angenommen, in 30% der Threads ist der Mann das Problem und in 30% die Frau und in 40% beide oder keiner. Warum reagierst Du dann stets auf die Threads, in denen ein Mann (auch) das Problem sein könnte?
Da sind wir wieder beim Grill: Wenn der Mann sich den Schuh anziehen kann, hat das doch etwas Gutes, weil er aktiv etwas verändern kann. Und wenn der Schuh nicht passt und man mit sich im Reinen ist, lässt man den Schuh doch stehen.
So wie ich mit 20 Zeilen Nacherzählung meiner Vita durchlesen und dann diese Kernaussage
Zitat von Fenjal: ihre Karre in den Mist gefahren haben
einfach stehen lassen kann. Wenn sie das so empfindet, sollte sie keine Männer heiraten und Kinder bekommen. Da meine Karre nicht (mehr) im Mist steckt, scheint es da wohl eher um sie als um mich zu gehen.
Zitat von Balu85: auch wenn ich nicht ausschließen kann das es das nicht gibt, denn es gibt nichts was es nicht gibt....aber schwer vorstellbar ist es irgendwie schon.
Natürlich ist es für Dich schwer vorstellbar, weil Dein Privileg Dich vor diesen Erfahrungen schützt. Das ist gemeint mit "lebensfeindlicherer Welt". Denn gemeint war nicht häusliche Gewalt, sondern Straßengewalt, die mir widerfahren ist, WEIL und WENN ich den Mund aufgemacht und Stärke bewiesen und Autorität ausgestrahlt habe. Drohungen die auf mein Gen.ital abzielten nach einer politischen Podiumsdiskussion (die nichts mit dem Mann-Frau-Thema zu tun hatte). Eine Faust im Gesicht, nachdem ich einem Mann bei Hetze gegen Dritte widersprochen habe. Die sehr unterschiedlichen Erfahrungen, die mein Schiedsrichterkollege und ich, die das gleiche Spiel gepfiffen haben, bei angezweifelten Entscheidungen gemacht haben. Er bekam ein paar wüste Worte und Gesten, ich den tätlichen Angriff. Und alle Täter waren ausnahmslos Männer im Familienvateralter.
Wie häufig werden den Männer mit einer Meinung in der Öffentlichkeit von 40jährigen Frauen verprügelt?
Und ja, ich war alle 3 Mal selbst schuld. Ich habe mich nicht an das Unterwerfungsprotokoll gehalten, nach dem Frauen ihre Meinung besser im Konditional äußern, sie als Vorschlag zur Debatte stellen, sich männliche Rückendeckung und "Schutz" suchen oder entschuldigend lächeln, wenn sie Recht haben.
Zitat von AnnaLüse: Dennoch finde ich es anmaßend, Menschen aufzufordern, sich zu entscheiden ob sie stark oder Opfer sein wollen (Bens Worte, hat er auch nur auf Frauen bezogen).
This!
Für Männer kann ich nicht sprechen, denn ich war nie einer und weiß daher, nicht, ob man als Mann Gewalt aus dem Weg gehen kann. Das Opfersein als Frau kann ich mir hingegen nicht aussuchen. Entweder unterwerfen ich mich dem Frauenprotokoll und mache mich damit zum Opfer, lasse zu, dass meine Stimme weniger wert ist und ich mich aus der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe rausziehen muss. Oder ich ziehe den Hass von Männern auf mich, die es viel schlimmer finden, von einer Frau "etwas gesagt" zu bekommen als von einem Mann und die Gewaltphantasien zu weiblichen Körperteilen in sich tragen.
Denn wievielen Männern in der Kommunalpolitik wurde aufgrund einer Diskussion zu Migranten schon von Frauen angedroht, sie 6uell so zu verletzten, dass sie ihr dummes Maul halten.
Also wundere ich mich nicht, dass Du, Balu, Dir nur sehr schwer vorstellen kannst, wie man stark und Opfer sein kann.